Wintereinbruch verursacht viele Unfälle

Alle Hände voll zu tun hatten am Samstag in den Vormittagsstunden die Beamten der Hofer Verkehrspolizei. Die anhaltenden Schneefälle verursachten innerhalb kurzer Zeit auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizei Hof zwölf Verkehrsunfälle, die jedoch allesamt glimplich ausgingen. Insgesamt waren 12 Personenwagen und 3 Sattelzüge in die Unfälle verwickelt, wobei nur zwei Verkehrsteilnehmer leicht verletzt wurden. Die Gesamtschadenssumme aller Unfälle beläuft sich auf gut 75.000 Euro.

Unfallursache war in allen Fällen die nicht angepasste Geschwindigkeit bei diesen widrigen Witterungsverhältnissen. Alle Unfallverursacher erhalten deshalb demnächst einen Bußgeldbescheid über 145 Euro und drei Punkte in Flensburg.

Gut zu tun hatten auch die Beamten der Verkehrspolizei Bayreuth wegen des Schnee-Intermezzos am Samstag. Sowohl auf der A 70 als auch auf der A 9 ereigneten sich zahlreiche Unfälle infolge der teils schneebedeckten Fahrbahnen. Die Ursache war immer die gleiche: nicht angepasste Geschwindigkeit bei winterlichen Straßenverhältnissen. Dass es dabei immer bei Blechschäden blieb und keine Personen zu Schaden kamen, war reines Glück.

Los ging die Unfallserie gegen 08.30 Uhr auf der A 9 Richtung Berlin bei Pegnitz. Dort schleuderte ein 28jähriger Sachse mit seinem BMW gegen die Leitplanke. Eine 42jährige Nürnbergerin fuhr über die Trümmerteile und beschädigte sich dabei ihren Audi.

Dann ging es auf der A 70 weiter, als gegen 09.30 Uhr ein 34jähriger aus Mittelfranken bei Wonsees in Richtung Bayreuth unerfreuliche Bekanntschaft mit der Leitplanke machte. Fast an der gleichen Stelle in der Gegenrichtung prallte kurz nach 11 Uhr eine 18jährige Fahranfängerin aus Hessen zweimal in die Leitplanke.

Den Vogel schoss ein 32jähriger Pole auf der A 9 ab. Der junge Mann fuhr gegen halb 12 Uhr bereits eine zeitlang hinter den Räumfahrzeugen der Autobahnmeisterei Trockau her. Da ihm dies anscheinend nicht schnell genug ging, versuchte er, besonders schlau zu sein und wollte den Parkplatz Sophienberg-Ost als Abkürzung benutzen. Hier gab er Gas, um durch den Parkplatz die Schneepflüge zu überholen. Als er wieder auf die Autobahn einfahren wollte, kam er ins Schleudern und setzte seinen Kleintransporter mit seinen rechten Rädern auf die rechtsführende Leitplanke, so dass das Fahrzeug im 45-Grad-Winkel auf der Schutzplanke zum Stehen kam. Entsprechende Schadenfreude dürfte bei den anderen Verkehrsteilnehmern nicht auszuschließen sein.

Weiter ging es gegen 12 Uhr bei Hormersdorf, als ein 31jähriger Soldat aus Hamburg in Richtung Berlin fuhr und ebenfalls in die Leitplanke krachte. Ebenso erging es eine halbe Stunde später einer 50jährigen aus Eislingen kurz vor der AS Plech in Richtung Süden.

Eine weitere Stunde später erwischte es einen 31jährigen Pegnitzer an der Ausfahrt Weidensees in Richtung Berlin. Einen vorläufigen Abschluss fand die Unfallserie um kurz vor 16 Uhr auf Höhe Spänfleck mit einem 25jährigen Oberpfälzer, der mit seinem BMW in die Leitplanke schleuderte.

Insgesamt dürfte bei allen acht Unfällen Sachschaden in Höhe von ca. 45000 Euro entstanden sein. Zu nennenswerten Stauungen kam es nicht. Unterstützt wurden die Polizisten von den Helfern des THW Pegnitz. Alle Unfallverursacher müssen mit einer Anzeige und Punkten in Flensburg rechnen. 

 



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