Wohnungsbrand in Selb: Zigarettenstummel löst Großeinsatz aus

Ein kleiner Zigarettenstummel sorgte am Montag (18. Januar) für einen Polizei- und Feuerwehreinsatz in Selb (Landkreis Wunsiedel). Der Zigarettenstummel wurde nicht ordnungsgemäß entsorgt und entfachte so ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus.

Bewohner bemerkt starke Rauchentwicklung 

Gegen 09:50 Uhr stellte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Rudolf-Harbig-Straße in Selb eine starke Rauchentwicklung in dessen Treppenhaus fest. Als Ursprung konnte von einer eintreffenden Streife der Polizei Marktredwitz die Wohnung eines 32-Jährigen Hausbewohners lokalisiert werden. Da sich der Wohnungsinhaber augenscheinlich nicht in der Wohnung befand, traten die Polizisten die Wohnungstüre kurzerhand ein.

Wohnhaus evakuiert

Ein Betreten der Wohnung des 32-Jährige war aber zunächst, aufgrund der starken Rauchentwicklung, nicht möglich. Alle restlichen Bewohner des Hauses wurden daraufhin sicherheitshalber alarmiert und ins Freie gebracht. Die vor Ort anwesenden Kräfte der Feuerwehr lüfteten die betroffene Wohnung und das Treppenhaus.

Zigarettenstummel setzt Müll in Brand 

In der Küche des 32-Jährigen wurde dann ein verkohlter Müllsack als Ausgangspunkt der Rauchentwicklung festgestellt. In diesem habe der 32-Jahre alte Wohnungsinhaber, etwa zwanzig Minuten zuvor, einen frischen Zigarettenstummel entsorgt und kurz darauf seine Wohnung verlassen. Ein Atemalkoholtest vor Ort ergab bei dem 32-Jährigen einen Wert von einem Promille. Der 32-Jährige war während des laufenden Einsatzes wieder nach Hause gekommen.

Ermittlungen wegen eines Brandstiftungsdelikts 

Glücklicherweise wurde durch das unbedachte Handeln des 32-Jährigen keine Person verletzt. Der entstandene Sachsachaden, eine leicht verkohlte und ruß-geschwärzte Wand in der Küche des 32-Jährigen, wird auf rund 300 Euro geschätzt. Gegen den 32-Jährigen wird seitens der Polizei Marktredwitz nun wegen eines Brandstiftungsdelikts ermittelt.



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