Großer sportlicher Erfolg für die SpVgg Bayern Hof: Hannah Langheinrich hat sich in Warnemünde bei Rostock den Titel der Deutschen Meisterin im Olympischen Boxen in der Altersklasse U19 bis 70 Kilogramm gesichert. Im Finale traf die Hoferin auf die Nationalmannschaftskämpferin und zweifache Deutsche U17-Meisterin Leni May Kannewurf aus Mecklenburg-Vorpommern. Gegen die Lokalmatadorin gelang Langheinrich damit gleichzeitig die Revanche für eine knappe Niederlage vor drei Wochen beim Greifenpokal.
Taktischer Offensivgeist bringt frühen Vorsprung
Die Hofer Athletin setzte die taktische Marschroute von Landeskadertrainer Kai Melder von Beginn an konsequent um. Anders als beim ersten Aufeinandertreffen agierte sie sofort offensiv, marschierte drei Minuten lang nach vorne und setzte ihre Kontrahentin mit einer starken Führhand unter Druck. Die Belohnung war der Gewinn der ersten Runde mit 4:1 Richterstimmen.
Starke Leistung trotz Sehbeeinträchtigung im Ring
Obwohl Langheinrich im ersten Durchgang eine Kontaktlinse verlor und fortan mit eingeschränkter Sicht kämpfen musste, ließ sie sich nicht beirren. Auch in den Runden zwei und drei bestimmte sie das Geschehen im Ring. Ihre Gegnerin hatte der dominanten Kampfführung nichts mehr entgegenzusetzen und flüchtete sich wiederholt in Klammergriffe, was schließlich zu einer Verwarnung und einem Punktabzug für Kannewurf führte. Folgerichtig gingen beide Schlussrunden mit jeweils 5:0 Richterstimmen klar an die Hoferin. Nach drei Runden stand Hannah Langheinrich als verdiente Siegerin fest und brachte damit den deutschen Meistertitel nach Hof.