Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Staatssekretärin Petra Bahr aus dem Bundesbildungsministerium: die Liste an hochkarätigen politischen Gästen war am Montag (28. September) in der Bamberger Südlfur extrem hoch. Die Handwerkskammer für Oberfranken lud zur Baustartfeier für ihr neues Berufsbildungszentrum.
Viel Lob fürs Handwerk
„Ohne Handwerk kommt in Deutschland nichts auf die Beine“, begann Ministerpräsident Markus Söder seine Lobhymne. Doch nicht nur die Betriebe würden Leistung erbingen, auch der Freistaat Bayern: „Bei uns sind Master und Meister gleich.“ Eine Anspielung auf das Master-Bafög in Bayern. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger schloss sich an, die „Akropolis des Handwerks“ entstünde in Bamberg, „froh und stolz“ sei er, dabei sein zu dürfen. 70 Millionen Euro fließen in das neue Berufsbildungszentrum, 20 Millionen kommen als Fördermittel vom Freistaat.
Bund beteiligt sich
Auch aus dem Bundeshaushalt kommen Mittel. Staatssekretärin Petra Bahr hatte die Förderzusage über insgesamt 30 Millionen Euro im Gepäck. In einer Zeit der vielen schlechten Nachrichten sei das eine überaus gute, „für die Betriebe und die jungen Menschen.“ Dennoch bleiben 20 Millionen Euro als Eigenanteil für die Handwerkskammer. Präsident Matthias Graßmann versicherte: „Wir sind gut aufgestellt und haben das gut durchgerechnet.“
Erst Schrittempo, jetzt Full Speed
Bis 2029 soll das neue Gebäude stehen, in dem sieben Lehrwerkstätten unterkommen werden. Das Architekturbüro Schwinde aus München zeichnet verantwortlich. Nachhaltigkeit und Transparenz seien Schlüsselworte erklärte Architekt Michael Marx: „Über das Gebäude selbst soll Handwerk sichtbar werden.“ Für die HWK für Oberfranken geht es nun die heiße Phase. Über zehn Jahre liefen die Vorbereitungen, ein Umstand, der HWK-Präsident Matthias Graßmann zu einer kleinen Spitze hinriss: „Ich habe dem Ministerpräsident gesagt, dass es beim nächsten Mal gerne fünf Jahre sein dürfen.“
Redaktion: Andreas Heuberger
Kamera: Denis Kort