Di., 16.07.2024 , 15:37 Uhr

Oberfranken

Oberfranken: Zensus 2022 veröffentlicht - So steht es um die Region

Umfangreiche Daten über Regierungsbezirk verfügbar

In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben das Bayerische Landesamt für Statistik und die Regierung von Oberfranken am Donnerstag (16. Juli) den offiziellen Zensus 2022 veröffentlicht. Am 15. Mai 2022 waren umfangreiche Daten zur Bevölkerung sowie zu Gebäuden und Wohnungen in Deutschland und im Freistaat Bayern erhoben worden.

Über eine Million Einwohner im Regierungsbezirk

Die Ergebnisse für den Regierungsbezirk Oberfranken wurden am 16. Juli dieses Jahres in der Pressekonferenz mit dem Regierungspräsidenten von Oberfranken, Florian Luderschmid, dem Präsidenten des Bayerischen Landesamts für Statistik, Dr. Thomas Gößl, und dem Abteilungsleiter Zensus und Bevölkerung, Prof. Dr. Michael Fürnrohr, präsentiert. Der Zensus ist die größte Erhebung der amtlichen Statistik und gibt Auskunft darüber, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Ein Blick auf die regionalen Verhältnisse und deren Entwicklung für den Regierungsbezirk Oberfranken zeigt eine weithin stabile Bevölkerungsentwicklung seit dem letzten Zensus im Jahr 2011. Zum Stichtag am 15. Mai 2022 lebten 1.047.443 Menschen in Oberfranken.

Oberfranken älter als andere Bayern

Oberfranken hat damit rund 22.500 Einwohner oder 2,1 Prozent weniger als in der Bevölkerungsfortschreibung auf der Grundlage des Zensus 2011 angenommen. Der Korrekturbedarf entspricht dem bayernweiten Durchschnitt. Seit dem Zensus 2011 ist die Bevölkerungszahl bis zum Zensusstichtag 2022 um 16.011 Personen (-1,5 Prozent) gesunken. Zwischen Mai 2022 und dem Jahresende 2023 ist die Bevölkerung Oberfrankens allerdings bereits wieder um 7.438 Personen (0,7 Prozent) gewachsen, sodass von einer weithin stabilen Bevölkerungsentwicklung zu sprechen ist. Weiterhin ist die oberfränkische Bevölkerung Oberfranken insgesamt etwas älter als das bayerische Mittel. So sind die Frauen im Schnitt mit 46,7 Jahren etwa zwei Jahre älter und die Männer mit 43,9 Jahren rund anderthalb Jahre älter.

Differenziertes Bild im Bereich Bildung

Geschlechterunterschiede sind bei den höchsten Schulabschlüssen sichtbar. In Oberfranken leben insgesamt 533.403 Frauen und 514.018 Männer. Die Frauen haben im Durchschnitt öfter eine Realschule besucht, während Männer öfter einen Haupt- oder Volksschulabschluss vorweisen. Insgesamt hat nahezu jede vierte Person Abitur oder die Fachhochschulreife (24,7 Prozent). Damit entspricht Oberfranken dem allgemeinen Bildungsniveau in Bayern. Bei den Bevölkerungsgruppen ohne deutsche Staatsbürgerschaft verteilt sich das Bildungsniveau in zwei Extreme. Die Zahl der Personen ohne anerkannten Bildungsabschluss liegt über dem Durchschnitt. Gleichzeitig hat ein Drittel die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife, was fast zwölf Prozentpunkte über dem Vergleichswert der deutschen Bevölkerung liegt.

Zweithöchste Eigentumsquote in Bayern

In Oberfranken beträgt die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung 104,2 m² und liegt damit knapp vier Quadratmeter über dem bayerischen Durchschnitt. Am meisten Wohnfläche je Wohnung bietet der Landkreis Bamberg. Hier liegt die durchschnittliche bewohnte Fläche bei 114,6 m². In der kreisfreien Stadt Bamberg sind es hingegen 82,0 m². Je höher die Eigentumsquote ist, desto mehr Wohnfläche steht in Oberfranken zur Verfügung. Der Regierungsbezirk hat die zweithöchste Eigentumsquote in Bayern nach Niederbayern. Das Bild divergiert zwischen den Kreisen. In der Stadt Bamberg werden 28,7 Prozent der Wohnungen von Eigentümerinnen und Eigentümern bewohnt, demgegenüber steht der Landkreis Kronach, bei dem der Anteil bei 70,2 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch liegt.

Nettokaltmiete mit höchster Bandbreite in Oberfranken

Die Mietpreise in Oberfranken liegen im Durchschnitt bei 5,99 Euro pro m² und sind damit die günstigsten in Bayern. Die Bandbreite reicht von 3,57 Euro pro m² in der Gemeinde Marktleuthen bis zur Stadt Bamberg mit 7,66 Euro pro m². Generell weist der Süden des Regierungsbezirks höhere Durchschnittsmieten auf, genauso wie die Städte Bayreuth und Coburg. Das Bayerische Landesamt für Statistik stellt für jede regionale Einheit ein Zensus-Dossier mit den wichtigsten Zahlen und Eckdaten aus dem Zensus 2022 kostenfrei zum Download zur Verfügung. Währenddessen steigt in ganz Bayern die Zahl der Einkommensmillionäre.

TVO-Bericht zum Zensus 2022

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