Tag Archiv: Asylunterkunft

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Nach Wohnungsbrand mit zwei Toten in Kronach: Haftbefehl gegen 34-Jährigen beantragt

Nach dem Brand in einer Asylbewerberunterkunft in Kronach ermitteln Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Coburg gegen einen 34-jährigen Bewohner wegen eines zweifachen Tötungsdeliktes. Eine 31-jährige Frau und ihr zweijähriges Kind starben am Sonntagabend (23 Mai) in der Unterkunft. Wir berichteten! Gegen den 34-Jährigen erging ein Untersuchungshaftbefehl.

Mutmaßlicher Täter verschafft sich gewaltsam den Zutritt zur Wohnung

Nach den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei Coburg und der örtlichen Coburg ging dem Feuer eine Beziehungstat voraus. Danach besteht derzeit der dringende Verdacht, dass der 34-Jährige gegen 17:45 Uhr am Sonntagnachmittag das Gebäude der in der Ludwigsstädter Straße in Kronach aufsuchte und sich über den Balkon den gewaltsan Zutritt in die Wohnung der 31-Jährigen verschaffte.

34-Jähriger attackiert Mutter und Kind mit einem Messer

Anschließend soll er die 31-Jährige und ihre zweijährige Tochter mit einem Messer attackiert haben. Drei weitere Frauen, die sich ebenfalls in der Wohnung aufhielten, konnten aus der Wohnung flüchten und die Polizei verständigen.

Wohnung vorsätzlich in Brand gesetzt

Währenddessen brach in der Wohnung der 31-Jährigen ein Feuer aus. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der 34-Jährige die Räume, in denen sich die 31-Jährige mit ihrem Kleinkind aufhielt, vorsätzlich in Brand setzte. Dabei erlitt der Mann selbst lebensgefährliche Verletzungen. Er versuchte im Anschluss über den Balkon zu flüchten.

Bilder vom Tatort
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Mutter und Tochter sterben in der Wohnung

Ersthelfer retteten den Mann aus dem Gebäude und leiteten mit Hilfe der inzwischen eingetroffenen Rettungskräfte medizinische Maßnahmen ein. Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerstverletzten anschließend in eine Spezialklinik. Für die Mutter und ihr Kind kam allerdings jede Hilfe zu spät. Sie starben in den Wohnräumen. Feuerwehrkräfte entdeckten die beiden Leichen in den Räumlichkeiten. An dem Gebäude entstand ein Sachschaden von mindestens 50.000 Euro.

Obduktion bestätigt Tötungsdelikt

Nach dem Feuer sicherten Brandfahnder Spuren in der ausgebrannten Wohnung. Sie erhielten dabei die Unterstützung von Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA). Eine durch die Staatsanwaltschaft Coburg angeordnete rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass das zweijährige Kind durch Messerstiche tödliche Verletzungen erlitt. Die 31-Jährige erlitt ebenfalls eine tödliche Stichverletzung und starb nach Ausbruch des Brandes.

Untersuchungshaftbefehl gegen 34-Jährigen

Aufgrund dieser Erkenntnisse beantragte die Staatsanwaltschaft Coburg gegen den 34-Jährigen, der sich nach wie vor in einem kritischen Gesundheitszustand befindet, einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags und besonders schwerer Brandstiftung.

Aktuell Bericht vom Dienstag (25. Mai)
Totschlag & Brandstiftung in einer Asylunterkunft in Kronach: Mutter und Kind sterben am Pfingstsonntag
Offizielles Statement der Polizei
Mutter & Tochter sterben bei Beziehungstat in Kronach: 34-Jähriger attackiert beide mit einem Messer
Statement von Alexander Czech, Polizeipräsidium Oberfranken
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Bamberger Ankerzentrum: Keine Schließung nach Ende 2025?

Wie geht es nach 2025 mit dem Bamberger Ankerzentrum weiter? In vier Jahren ist die Schließung der Einrichtung geplant und vereinbart. Dies scheint aber laut aktuellen Aussagen aus dem Innenministerium in München vom Tisch zu ein. Der Bayerische Flüchtlingsrat protestiert. Melanie Huml, die Bamberger Landtagsabgeordnete, plädiert für die Einhaltung der Vereinbarung und eine vorherige Herauslösung einzelner Bereiche für die kommunalen Nutzung.

Schließung nicht in "Stein gemeißelt"

Zuletzt wurde öffentlich, dass das bayerische Innenministerium das Bamberger Ankerzentrum wohl auch über 2025 hinau betreiben will. Dies wurde nach einem Treffen von Innenminister Joachim Herrmann mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktion Grünes Bamberg in der Staatskanzlei bekannt. Der "Fränkische Tag" berichtete darüber. Demnach sei die Schließung laut Herrmann nicht in "Stein gemeißelt". Begründet wurde dies damit, dass man nicht wissen könne, wie sich die Flüchtlingsströme in Zukunft entwickeln.

Verlängerung für den Flüchtlingsrat nicht hinnehmbar

Für den Bayerischen Flüchtlingsrat wäre die Verlängerung der Bamberger Einrichtung nicht hinnehmbar. Der Rat sieht die Stadt Bamberg in der Pflicht, beim Innenministerium auf die Einhaltung des Vertrages und die Schließung zum Ende 2025 zu pochen.

 

Gerade das hiesige Sammellager hat eindringlich gezeigt, was es mit Geflüchteten anrichtet, die dort längere Zeit untergebracht sind. Die Stadt muss auf die Schließung dieses Lagers drängen und sich für eine dezentrale Unterbringung einsetzen. Das wäre ein großer Fortschritt für die betroffenen Geflüchteten und die einzige Chance, das Gelände als städtisches Entwicklungsgebiet nutzen zu können!

(Thomas Bollwein vom Bayerischen Flüchtlingsrat)

 

Innenministerium: "Kapazitätsanforderungen sind sehr volatil"

TVO fragte diesbezüglich beim Innenministerium in München an. Hier teilte man mit, dass sich an der Aussage des Freistaats zur Frage, ob Gebäude oder Teilflächen aus dem Anker-Zentrum herausgelöst werden können nichts geändert hat. Auch nicht bei den verbindlichen Zusagen zur Zukunft der Einrichtung. Aber: Derzeit kann kapazitäts- oder raumreduzierenden Maßnahmen nicht zugestimmt werden, so ein Ministeriumssprecher schriftlich gegenüber TVO. Dasselbe gilt auch für Aussagen für die Zeit nach 2025. Begründet wird dies von Seiten des Innenministeriums wegen der insgesamt volatilen Situation. Schriftlich teilte man TVO mit:

 

Der Zugang von Asylbewerbern in die Bundesrepublik und nach Bayern und damit verbunden die Kapazitätsanforderungen der bayerischen Asylunterkünfte sind sehr volatil. Niemand kann eine seriöse Aussage darüber treffen, in welchem Umfang in vier Jahren Kapazitäten benötigt werden. Wegfallende Anker-Kapazitäten müssten an anderen Standortkommunen dann kompensiert werden. Dies führt zu einer Mehrbelastung andernorts. ... Zudem werden die ehemaligen Liegenschaften der US-Army und der Bundeswehr in Bamberg ... vom Bund für die Flüchtlingsunterbringung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ein Umzug in andere Liegenschaften würde erhebliche Mehrausgaben für die Steuerzahler bedeuten.

Aktuell-Bericht vom 12. März 2021
Bamberg: Streit um Schließung der Aufnahmeeinrichtung

Huml plädiert für vorherige Herauslösung einzelner Bereiche

Die Bamberger Landtagsabgeordnete und Herrmanns CSU-Parteikollegin Melanie Huml plädierte in einer eigenen Stellungnahme für die Einhaltung der Vereinbarung, die Einrichtung Ende 2025 zu schließen. Zudem will sich Huml für eine vorherige Herauslösung einzelner Bereiche zwecks einer kommunalen Nutzung einsetzen.

 

Hierbei geht es mir insbesondere um die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum. Auch für die Realisierung eines Bolzplatzes für die Kinder und Jugendlichen der sogenannten NATO-Siedlung habe ich mich eingesetzt und kann sagen, dass die dafür notwendige Fläche seitens des Freistaats Bayern bereits freigegeben wurde.

(Melanie Huml, MdL, CSU)

 

Huml warb abschließend dafür, parteiübergreifend gemeinschaftlich auftreten, da beispielsweise die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben im SPD-geführten Bundesfinanzministerium gebraucht wird, damit Bamberg das AEO-Gelände käuflich erwerben kann.

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Hof: Zimmerbrand in Asylunterkunft am Donnerstagabend

UPDATE (13:58 Uhr):

Ein Sachschaden in Höhe von 5.000 Euro verursachte ein Zimmerbrand am Donnerstagabend in der Asylunterkunft. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei handelte es sich bei der Brandursache um einen technischen Defekt eines Küchengerätes.

Bewohner werden nicht verletzt

Um 20:00 Uhr teilte ein Bewohner der Unterkunft den Zimmerbrand mit. Der Mann befand sich zur Zeit des Ausbruches zum Glück nicht im Haus. Beim Eintreffen der Rettungskräfte konnte der Brandherd schnell gelöscht werden. Personen wurden nicht verletzt. Auch wurden keine weiteren Zimmer der Unterkunft in Mitleidenschaft gezogen.

Bilder vom Brandort
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ERSTMELDUNG (09:00 Uhr):

Am Donnerstagabend (28. Januar) kam es in der Hofer Asylbewerberunterkunft in der Straße "Am Schollenteich" zu einem Zimmerbrand. Nach ersten Informationen von News5 geriet ein Elektrogerät in Brand. Es kam hierbei zu einer massiven Rauchentwicklung. Etwa 80 Personen mussten aus dem Gebäude evakuiert werden. Verletzt wurde nach aktuellen Erkenntnissen niemand. Nach einer Belüftung durch die Feuerwehr konnten fast alle Bewohner wieder in ihre Wohneinheiten zurückkehren. Einzig die Bewohner der ausgebrannten Wohneinheit wurden vom BRK anderweitig untergebracht.

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Streit in Bamberg eskaliert: 35-Jähriger attackiert Bewohner mit Bügeleisen

Ein Streit zwischen zwei Bewohnern einer Asylunterkunft eskalierte am Montagabend (05. Oktober) im Bamberger Osten. Im Verlauf der Auseinandersetzung attackierte ein 35 Jahre alter Mann mit einem Bügeleisen einen Mitbewohner. Dies teilte am Dienstag (06. Oktober) die Polizei mit. Weiterlesen
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Versuchter Totschlag in Bamberg: Mutmaßliche Täter in Haft

Bei einer Auseinandersetzung am Sonntagnachmittag (05. Juli) schlugen zwei Männer in Bamberg auf ihrem Kontrahenten ein und traten ihm gegen den Kopf. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Weiterlesen
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Erster Coronavirus-Fall in der Anker-Einrichtung in Bamberg

Alle Neuzugänge der ANKER-Einrichtung Oberfranken (AEO) in Bamberg werden rückwirkend bis Ende Januar systematisch und verdachtsunabhängig auf das Corona-Virus getestet. Wie die Regierung von Oberfranken am Dienstag (31. März) mitteilte, wurde im Rahmen dieser Überprüfungen in der letzten Woche ein positiver Coronafall festgestellt.

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Körperverletzung in Bayreuth: Schlägerei in einer Asylunterkunft

Am frühen Montagmorgen (02. Dezember) kam es in einer Asylbewerberunterkunft in Bayreuth zu einer Schlägerei zwischen drei Männern aus Eritrea. Hierbei wurden zwei Personen verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen diverser Körperverletzungen. Weiterlesen
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Arzberg: Gefährliche Körperverletzung trotz 2,8 Promille!

Am frühen Dienstagmorgen (12. November) wurde die Polizei zu einer Asylunterkunft in die Bahnhofstraße nach Arzberg (Landkreis Wunsiedel) gerufen. Dort gerieten zwei Bewohner des Hauses im Alter von 35 und 51 Jahren in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll laut Polizeibericht auch ein Messer im Spiel gewesen sein. Weiterlesen
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Diebstahlserie von Zigarettenautomaten im Landkreis Bamberg beendet: Sieben Georgier festgenommen

Mit den Festnahmen von sieben Männern aus Georgien gelang es der Polizeiinspektion Bamberg-Land und der Staatsanwaltschaft Bamberg nun, eine Serie von mehr als einem Dutzend Diebstählen von Zigarettenautomaten im Landkreis Bamberg zu beenden. Wir berichteten mehrmals darüber. Weiterlesen

Weismain: Polizei findet 260 Gramm Marihuana in Asylunterkunft

Über 260 Gramm Marihuana entdeckten Lichtenfelser Polizeibeamte am Dienstagmorgen (28. Mai) in einer Gemeinschaftsunterkunft in Weismain. Die Kripo Coburg hat die Ermittlungen übernommen. Polizeikontrolle in der Geutenreuther Straße Die Polizisten führten zusammen mit Vertretern des Landratsamtes eine präventiv-polizeiliche Begehung der Unterkunft für Asylbewerber in der Geutenreuther Straße durch. In den Wohnräumen eines 23-jährigen Mannes aus Westafrika entdeckten die Beamten, in einem Rucksack versteckt, die größere Menge Marihuana und stellten das Rauschmittel sicher. Zweiter Drogenfund bei 29-Jährigem Westafrikaner Auch bei einem weiteren, 29-jährigen Landsmann des Tatverdächtigen, wurden die Polizeibeamten fündig, er hatte lediglich eine Kleinstmenge der Droge in einem Rucksack versteckt. Beide Männer müssen sich nun wegen der Betäubungsmittelverstöße strafrechtlich verantworten.
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Streit in Asylunterkunft in Forchheim: Polizistin wird verletzt

Am Sonntagabend (28. April) kam es in einer Asylbewerberunterkunft in der Serlbacher Straße von Forchheim zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 36-Jährigen Heimbewohner und seinem irakischen Landsmann (25). Nachdem die eingesetzten Beamten die Personalien aufnahmen, ging der 25-Jährige unmittelbar auf seinen Kontrahenten los und schlug auf diesen ein. Weiterlesen
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Arzberg: Auf Auto eingeschlagen und blank gezogen!

Eine Auseinandersetzung in einer Asylunterkunft in Arzberg (Landkreis Wunsiedel) artete am Montagabend (20. August) aus und verlagerte sich später in das Innenstadtgebiet. Den Anfang machte ein Streit mehrerer Personen in der Einrichtung, bei dem laut der Polizei auch ein Messer im Spiel gewesen sein soll.

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Weismain: Handfeste Auseinandersetzung in Asylunterkunft

Am Sonntagabend (12. März) kam es in der Asylbewerberunterkunft in der Geutenreuther Straße von Weismain (Landkreis Lichtenfels) zu einem Streit zwischen drei Asylbewerbern. Ersten Ermittlungen zufolge hielt sich eine 33-Jährige in einer Küche der Unterkunft auf, als es zum Streit mit einem 22-Jährigen kam.

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Bamberg: Plädoyers im Prozess wegen Mordes in Zapfendorfer Asylbewerberunterkunft

Vor dem Landgericht Bamberg sind zwei 22- und 19-jährige Männer unter anderem wegen Mordes angeklagt. Die Verfahrensbeteiligten haben heute ihre Plädoyers gehalten. Die Staatsanwaltschaft fordert für beide Angeklagte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Für den 22-Jährigen soll außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt und eine Anordnung der Sicherungsverwahrung vorbehalten bleiben.

Verteidigung fordert Verurteilung wegen Beihilfe

Die Verteidigung fordert für den 22 Jahre alten Mann eine Freiheitsstrafe von 9 Jahren wegen Beihilfe zum Mord. Die Verteidigung des Jüngeren fordert ebenfalls eine Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord unter Andwendung des Jugendstrafrechtes.

Ein Urteil wird für den 22. Februar erwartet.

Männer sollen 26-jährigen getötet haben

Die beiden Angeklagten sollen im Januar 2017 in einer Asylunterkunft in Zapfendorf im Landkreis Bamberg einen 26-jährigen Mann mit mehreren Messerstichen und durch Ersticken getötet und ausgeraubt haben. Angeklagt sind die Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes, gemeinschaftlich begangenen Raubes mit Todesfolge sowie wegen Verabredung zu einem Verbrechen.

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