Tag Archiv: Gewerkschaft

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„Zunehmende aggressive Gesamtstimmung“: GdP Bayern fordert Versammlungs-Lockdown!

Nach den Corona-Demonstrationen und Gegenprotesten der letzten Zeit, wie unter anderem am letzten Wochenende im hessischen Kassel, befürchtet der bayerische Landesbezirk der Gewerkschaft der Polizei ähnliche Szenarien für das kommende und das Osterwochenende auch in Bayern. Um verletzte Polizisten und Demonstranten, Festnahmen und Platzverweise sowie Verstöße gegen Infektionsschutzregeln zu verhindern, fordert die Gewerkschaft jetzt unter anderem einen zeitlich begrenzten „Versammlungs-Lockdown“.

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© IG Metall Bamberg

Oberfranken: Warnstreiks der IG Metall werden fortgesetzt

UPDATE (Donnerstag, 15:58 Uhr):

Im Rahmen der aktuellen Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie fand am Donnerstag eine Kundgebung der IG Metall auf dem Bamberger Maxplatz statt. Aufgrund der mit der Corona-Pandemie verbundenen Beschränkungen durften nur 200 Personen (mit Maske und Abstand) daran teilnehmen. Die IG Metall fordert im Rahmen der Tarifrunde unter anderem verbindliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung sowie eine Steigerung der Entgelte von 4 Prozent.

 

Es gab seit 2018 keine Erhöhung der Entgelte mehr. Wir haben in der Tarifrunde letztes Jahr einen großen Schritt auf die Arbeitgeber zugemacht und eine Null-Runde vereinbart. Das werden wir dieses Jahr sicherlich nicht tun!

(Mario Gutmann, Betriebsratsvorsitzende von Bosch in Bamberg)

 

In den verschiedenen Redebeiträgen machten sich die Gewerkschaftler für die Themen Beschäftigungssicherung und Gestaltung der Transformation stark. Die neue 2. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg, Andrea Sicker, sagte hierzu:

 

In unserer Region sind knapp 20.000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt, unsere Industrie ist Grundlage für Wohlstand und Kaufkraft. Die Arbeitgeber müssen hier ihrer Verantwortung gerecht werden. Wir brauchen auch in Zukunft gute und sichere Arbeitsplätze in der Region!

(Andrea Sicker, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg)

 

Die Tarifverhandlungen laufen seit November 2020. Bislang gab es vier Verhandlungsrunden. Nach der letzten Verhandlung am 26. Februar gingen Arbeitgeber und IG Metall ergebnislos und ohne neuen Verhandlungstermin auseinander. Martin Feder, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg sagte hierzu:

 

Die Arbeitgeber bieten nichts an, sie bewegen sich null. ... Die Arbeitgeber behaupten wir seien hilflos. Wir zeigen jetzt in den Warnstreikwellen bis Ende März wie ´hilflos´ wir sind.

(Martin Feder, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg)

 

Bilder von der Kundgebung in Bamberg
© IG Metall Bamberg© IG Metall Bamberg© IG Metall Bamberg

UPDATE (Donnerstag, 09:01 Uhr):

Laut der bayerischen IG Metall beteiligen sich am Donnerstag (04. März) bayernweit 38 Betriebe an den Warnstreik-Aktionen der Gewerkschaft in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Kundgebungen unter Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen finden in Schweinfurt, Bamberg, Alzenau und Weilheim statt. Unter anderem treffen sich um 11:00 Uhr auf dem Maxplatz in Bamberg die Metaller aus elf Betrieben zu einer gemeinsamen Kundgebung.

Aktionen in Oberfranken

  • Bosch, FTE Valeo Ebern, Schaeffler Hirschaid und Höchstadt und sieben weitere Betriebe auf einer gemeinsamen Kundgebung um 11:00 Uhr auf dem Maxplatz in Bamberg
  • GDD (alle Schichten) in Kulmbach

UPDATE (Mittwoch, 15:45 Uhr):

Die die bayerische IG Metall am Nachmittag mitteilte, beteiligten sich bis zum Mittag 4.120 Beschäftigte aus 15 Betrieben an den bayerischen Warnstreiks in der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie. Bei Schaeffler in Schweinfurt fand am Morgen eine Kundgebung mit 1.000 Teilnehmern statt. Auch in Oberfranken kam es zu Warnstreiks. Bei KSB im oberfränkischen Pegnitz hatten bis zum Mittag 530 Beschäftigte früher ihre Arbeit beendet, bei Waldrich in Coburg waren es 230 Beschäftigte.

 

Die Beschäftigten kämpfen für sichere Arbeitsplätze, für ihre Zukunft und für stabile Einkommen. Wie ernst sie es meinen, beweisen sie mit den Warnstreiks.

(Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern)


UPDATE (Mittwoch, 08:30 Uhr):

Mit Schwerpunkten in Oberfranken und Niederbayern gehen am heutigen Mittwoch in insgesamt 16 Betrieben die Warnstreiks in Bayern in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie weiter. In den betroffenen Betrieben beenden laut Gewerkschaft sämtliche Schichten ihre Arbeit früher. Im BMW-Werk 2.1 in Dingolfing gab es eine 00:00-Uhr-Aktion. Bei Schaeffler in Schweinfurt und Eltmann gibt es Kundgebungen. Auch in Schwaben, Oberbayern und der Oberpfalz finden Warnstreiks statt.

 

Nach vier Verhandlungsrunden beharren die Arbeitgeber immer noch auf einer Nullrunde für 2021 und greifen die Tarifstandards an. Die Antwort der Beschäftigten heißt: Warnstreiks.

(Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern)

 

Warrnstreiks in Oberfranken am Mittwoch bei folgenden Unternehmen:

  • KSB (alle Schichten) – in Pegnitz
  • Waldrich (alle Schichten) – in Coburg
  • Kennametal (drei Schichten) – in Mistelgau
  • SDW/RW (alle Schichten) – in Röslau

ERSTMELDUNG (Dienstag, 20:03 Uhr):

Über 160 Beschäftigte nahmen am Dienstag (02. März) in Oberfranken am Warnstreikauftakt der IG Metall teil. Betroffen waren die Firma FTE in Ebern (Landkreis Bamberg) und Klubert und Schmidt in Pottenstein (Landkreis Bayreuth). Laut Gewerkschaft wurden die Schichtarbeiter aufgerufen, bei der Aktion „Frühschluss“, eine Stunde früher den Arbeitsplatz zu verlassen.

Gewerkschaft fordert 4 Prozent mehr Lohn

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten 4 Prozent mehr Lohn, zudem eine Beschäftigungssicherung. Die Arbeitgeber wollen auch nach 2020 eine Nullrunde. Die Gewerkschaft hat bayernweit weitere Streikaktionen angekündigt, auch in Oberfranken!

Weiterführende Informationen
Coburg: Ende der Friedenspflicht in der Metall- und Elektro-Industrie
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ver.di – Warnstreiks am Montag: Stadtverwaltungen Bamberg, Bayreuth & Forchheim reagieren

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kündigte am gestrigen Donnerstag (15. Oktober) flächendeckende Warnstreiks in ganz Bayern für den Montag (19. Oktober) an. Wir berichteten! Damit will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und sie zu „konstruktiven Verhandlungen“ zwingen. Weiterlesen
© ver.di

Öffentlicher Dienst: ver.di kündigt bayernweite Warnstreiks für Montag an!

Am heutigen Donnerstag (15. Oktober) kam es in Oberfranken erneut zu Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. Hierzu rief wiederum die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf. Am Morgen gingen Arbeitnehmer unter anderem in Bamberg, Bayreuth und Kulmbach auf die Straße. Weiterlesen
© ver.di

Bamberg: Stadtbusverkehr steht am Freitag komplett still!

Wie die Stadtwerke Bamberg (STWB) mitteilen, hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für den Freitag (9. Oktober) erneut zu Warnstreiks aufgerufen. An diesem Tag steht damit der Stadtbusverkehr in der Domstadt wieder komplett still. Weiterlesen
© ver.di

Tarifrunde im Öffentlichen Dienst: Streiks in Oberfranken-West werden fortgesetzt

Nach den Warnstreiks im Nahverkehr in Bamberg und Coburg in der letzten Woche, wird es in dieser Woche im Öffentlichen Dienst zu Arbeitsniederlegungen kommen. Dies vermeldete am Montag (05. Oktober) die Dienstleitungsgesellschaft ver.di. Weiterlesen
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Bayreuth: Warnstreik im öffentlichen Dienst am Donnerstag

Vor dem Hintergrund der aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und kommunalen Arbeitgebern hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Donnerstag (17. September) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Hiervon ist auch die Stadtverwaltung Bayreuth betroffen. Weiterlesen
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Arbeitskampf bei der Deutsche Post: Warnstreik in Coburg

Es ist der dritte Tag in Folge, an dem die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zu Warnstreiks bei der Deutschen Post aufrief. Wir berichteten. In Bayern wird an sieben Standorten gestreikt. In Oberfranken ist am heutigen Freitag (11. September) der Zustellstützpunkt in Coburg betroffen. Weiterlesen
© ver.di

Warnstreik bei der Post: Auch Oberfranken ist von dem Arbeitskampf betroffen

Wer in diesen Tagen in Oberfranken auf wichtige Briefe wartet, der könnte auf die Zustellung länger warten. Der Grund: Im Moment laufen Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Post und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Die Verhandlungen vollziehen sich allerdings eher zäh, denn die Gewerkschaft fordert ein Lohnplus von 5,5 Prozent. 1,5 Prozent bot die Post in der ersten Runde der Verhandlungen an.

Streik mit Auswirkungen auf die Brief- und Paketzustellung

Eine Einigung scheint derzeit noch in den Sternen zu stehen. Die Folge sind Warnstreiks, so in der Nacht zum Donnerstag (10. September) und am Morgen an den Briefzentren Bamberg und Hof / Oberkotzau. Dies kann zu Auswirkungen auf die Briefzustellung in den Postleitzahlenbereichen 96 (westliches Oberfranken) und 95 (östliches Oberfranken) führen. In Forchheim wird zudem der Zustellstützpunkt bestreikt. Für die Stadt und den Landkreis Bamberg bedeutet dies, dass neben einer stockenden Zustellung von Briefen auch der Paket-Bereich betroffen ist. Ein Ende des Arbeitskampfes, der am gestrigen Mittwoch (09. September) im Briefzentrum München seinen Auftakt fand, ist momentan nicht in Sicht. In den nächsten Tagen werden wohl weitere Aktionen in dieser Causa erfolgen.


Talk mit Matthias Than, ver.di Oberfranken Ost
Post-Tarifverhandlungen: Weitere Warnstreiks in Oberfranken möglich

Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst: Zahlreiche Warnstreiks am Mittwoch in Oberfranken

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern dehnt die Gewerkschaft ver.di ihre Warnstreiks im Tarifpoker im Öffentlichen Dienst aus. Betroffen sind am morgigen Mittwoch (11. April) auch zahlreiche Städte in Oberfranken. Ver.di ruft in der Auseinandersetzung in Bayreuth, Kulmbach, Marktredwitz, Arzberg, Wunsiedel, Bischofsgrün, Pegnitz und Pottenstein zu ganztägigen Warnstreiks auf.

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© Pixabay / CC0 Public Domain / Symbolbild

Coburg: Am Freitag streiken die Busfahrer

Die Gewerkschaft ver.di ruft am morgigen Freitag (28. Juli) die Busfahrer in Coburg und Würzburg zu einem zeitlich befristeten Streik auf. Der bayerische Landesverband der Arbeitnehmervertretung reagiert damit auf den Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmer (LBO). Dieser lehnt die geforderten deutlichen Lohnerhöhungen in der aktuellen Tarifrunde ab.

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Bayreuth: BAT verabschiedet einen Sozialplan

Am heutigen Donnerstagmittag (1. September) wurden die Verhandlungen über einen Sozialplan zum Stellenabbau bei British American Tobacco (BAT) in Bayreuth abgeschlossen. In den kommenden zwei Jahren sollen hier 950 der 1.400 Stellen wegfallen.

BAT-Geschäftsleitung, Betriebsrat und die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) berieten in den letzten Tagen stundenlang, um zu einer Einigung zu gelangen. Der Durchbruch wurde dann am heutigen Tag erzielt. Nun fehlt nur noch die Unterschrift unter diesen ausgehandelten Sozialplan. Die Mitarbeiter selbst wissen noch nichts zu den Einzelheiten, sollen aber schnellstmöglich informiert werden. Als Termin für eine Betriebsversammlung steht der 8. September in Aussicht.

Eine erste Einschätzung dazu von TVO-Reporter Christoph Röder, vor Ort in Bayreuth.

Bayreuth: Einigung auf einen Sozialplan bei BAT

Aktuell-Bericht vom Donnerstag (1. September):

Knapp 1.000 Stellen streicht die British American Tobacco Company in Bayreuth. Daran ist wohl nichts mehr zu rütteln – bis Mitte 2018 werden die Arbeitsplätze nach Osteuropa verlagert. Aber wie genau soll diese Verlagerung von Statten gehen? Wie sieht der Sozialplan für die Bayreuther Mitarbeiter aus? Das waren die großen Fragen, die Betriebsrat, Gewerkschaft und Konzernleitung in den letzten Wochen verhandelt haben. Heute Mittag dann hat die Arbeitnehmerseite verkündet: Es gibt eine Einigung.

Bayreuth: Einigung auf Sozialplan für BAT-Beschäftigte
Weiterführende Informationen aus den letzten Wochen
Bayreuth: Mahnwache vor dem BAT - Werksgebäude
Bayreuth: Suche nach Perspektiven für BAT-Mitarbeiter
Bayreuth: 5.000 Menschen bei BAT-Kundgebung
Bayreuth: Wirtschaftsministerin Aigner besucht BAT-Konzernspitze
Bayreuth: BAT-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Bayreuth: Tabakkonzern BAT vor dem Aus?
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Bayreuth: Mahnwache von BAT – Mitarbeitern

Am Werkstor Nord von British American Tobacco (BAT) in Bayreuth begann am Mittwochmittag (24. August) um 12:00 Uhr eine Mahnwache der Beschäftigten des Zigarettenherstellers. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen mit dem neuerlichen Protest verdeutlichen, dass sie und die ganze Region eine Zukunft brauchen. 950 Stellen will der Konzern in Bayreuth streichen. Ein Sozialplan wird derzeit ausgearbeitet.

Gewerkschaft sieht den Gesetzgeber gefordert

Initiiert ist die Mahnwache unter anderem von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Michael Grundl (NGG-Geschäftsführer für die Region Oberfranken) ist in Bayreuth mit vor Ort und sagt: „Der stille Protest richtet sich gegen die Konzernpolitik der BAT, sowie deren Auswirkungen für die Beschäftigten und die Region. ... Hier ist auch der Gesetzgeber gefordert. Es darf nicht sein, dass gesunde Unternehmen ohne Not 950 Arbeitsplätze abbauen."

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Bayreuth: Mahnwache vor der BAT
(Aktuell-Bericht vom 24.08.)

Kampf für einen guten Sozialplan

Paul Walberer, Betriebsratsvorsitzender BAT Bayreuth, ergänzte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Verlust ihres Arbeitsplatzes nicht so einfach hinnehmen. Walberer machte nochmals deutlich, dass man für gute Sozialplan-Regelungen gemeinsam kämpfen will. Hierbei, so der Betriebsratsvorsitzende, ist man auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel.

Weiterführende Informationen
Bayreuth: Suche nach Perspektiven für BAT-Mitarbeiter
Bayreuth: 5.000 Menschen bei BAT-Kundgebung
Bayreuth: Solidaritätskundgebung bei BAT
Bayreuth: Wirtschaftsministerin Aigner besucht BAT-Konzernspitze
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Bayreuth: Tabakkonzern BAT vor dem Aus?
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