Tag Archiv: Klaus Holetschek

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Bayern: Ab Freitag keine Priorisierung in Impfzentren

Ab dem Freitag (02. Juli) wird die Priorisierung in den bayerischen Impfzentren aufgehoben. Bedeutet, dass jeder Mensch unabhängig von Vorerkrankungen und Alter einen Termin für eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen wird. Für eine Terminvergabe ist der Zeitpunkt der Anmeldung entscheidend. Weiterlesen

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Unter dem Motto „Mehr Normalität“: Ab Montag weitere Corona-Lockerungen in Bayern

Unter dem Motto "Mehr Normalität" verkündete unter anderem Ministerpräsident Markus Söder am Freitag (04. Juni) das Öffnungs- und Normalisierungskonzept für Bayern, das ab dem kommenden Montag (07. Juni) gilt. Mit diesem Schritt beginnt der Freistaat eine neue Phase in der Bekämpfung der Pandemie. Zurückzuführen ist die Entscheidung auf den aktuellen Stand und die Wirkungen der Corona-Impfungen. Letzteres führe laut Söder zu weniger Ansteckungen und einem milderen Krankheitsverlauf. Solange die Impfungen die Mutationen bekämpfen, wird Bayern "den Weg der Normalität" gehen, so Söder weiter. Die Lockerungen der folgenden Bereiche im Überblick.

Katastrophenfall wird aufgehoben

Ab dem kommenden Montag (07. Juni) gilt im Freistaat die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmeverordnung, die für Gebiete mit einer Inzidenz unter 100 greift. Der Katastrophenfall in Bayern wird ab dem 07. Juni aufgehoben.

Nur noch zwei Inzidenzschwellen

Es gibt nur noch zwei Inzidenzkategorien: Gebiete mit einer Inzidenz unter 50 und Gebiete mit Inzidenz zwischen 50 und 100. Der bisherige Inzidenzbereich unter 35 entfällt. So sollen sich Bürgerinnen und Bürger vor Ort leichter auf klare Regelungen einstellen können. Bei Regionen mit einer Inzidenz über 100 greift die Bundesnotbremse. Hier gibt es keine ergänzenden bayerischen Regelungen mehr. Für die Ausgangssperre heißt das, dass körperliche Bewegung zwischen 22:00 Uhr bis 24:00 Uhr erlaubt ist.

Private Treffen

Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 bis 100 dürfen sich drei Haushalte mit maximal 10 Personen treffen. Liegt die Inzidenz unter 50, so dürfen maximal 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten zusammenkommen. Vollständig Geimpfte und Genese werden nicht mitgezählt.

Öffentliche und private Veranstaltungen

Veranstaltungen wie Geburtstage, Hochzeiten, Beerdigungen und mehr sind wieder möglich. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, so sind im Außenbereich bis zu 50 und im Innenbereich maximal 25 Personen zugelassen. Bein einem Inzidenzwert unter 50 sind im Außenbereich maximal 100 und im Innenbereich bis zu 50 Personen erlaubt. Zuzüglich Geimpfte und vollständig Geimpfte nach Vorgabe des Bundesrechts. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist ein negativer Coronavirus-Test bei nicht Geimpften oder Genesenen notwendig.

Schulen

Für Gebiete mit einer Inzidenz unter 50 ist wieder einschränkungsloser Präsenzunterricht für alle Schulen möglich. Ab dem 21. Juni gilt das auch für alle Gebiete mit Inzidenz unter 100. Hierbei gilt die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler im Unterricht. Zweimal wöchentlich müssen weiterhin Testungen durchgeführt werden. Das Testergebnis kann auf Antrag für die Schülerinnen und Schüler ausgestellt werden und somit außerschulisch in Einsatz kommen. Praktische Ausbildungsabschnitte sind generell inzidenzunabhängig in Präsenz möglich. Im Sportunterricht kann auf die Maskenpflicht verzichtet werden.

Kitas

Ab dem 21. Juni kehren die Kitas unter einer Inzidenz von 100 zum Normalbetrieb zurück. Liegt die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage über 100, so greift der eingeschränkte Regelbetrieb.

Hochschule

Die Hochschulen dürfen wieder Präsenzveranstaltungen anbieten. Die Höchstzahl der möglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer richtet sich nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raums. Der Mindestabstand von 1,5 Meter ist zu berücksichtigen. Zugelassen werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich zweimal wöchentlich testen lassen. Wie an den Schulen besteht auf dem Hochschulgelände Maskenpflicht.

Alten- und Pflegeheime

Die Testpflicht für Besucher entfällt in Gebieten mit Inzidenz unter 50. Die Gemeinschaftsveranstaltungen in den Heimen sind indoor mit 25 Personen, outdoor mit 50 Personen zulässig.

Handel

Bei einer Inzidenz unter 100 wird der Handel geöffnet. Die für alle Geschäfte bestehenden Auflagen (Hygienekonzept, Kundenbegrenzung, etc.) bleiben bestehen. Eine Terminvereinbarungen ist nicht mehr nötig. Märkte dürfen im Freien sämtliche Waren wieder verkaufen.

Gastronomie

Ab einer Inzidenz unter 100 darf die Innengastronomie öffnen. Die Öffnungszeiten gelten im Innen- sowie in Außenbereich bis 24:00 Uhr. Ein negativer Test ist nur bei Inzidenz zwischen 50 und 100 erforderlich. Am Tisch gilt die allgemeine Kontaktbeschränkung. Die Maskenpflicht bleibt bestehen. Reine Schankwirtschaften bleiben indoor geschlossen.

Hotels und Beherbergung

Zimmer können künftig an alle Personen vergeben werden, die sich nach den neuen allgemeinen Kontaktbeschränkungen zusammen aufhalten dürfen. Bedeutet: 10 Personen bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 aus maximal drei Haushalten. In Gebieten mit einer Inzidenz unter 50 muss jeder Gast künftig nur noch bei der Ankunft einen negativen Test vorweisen. In Regionen mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bleibt es bei Tests alle 48 Stunden.

Freizeiteinrichtungen

Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen, Schauhöhlen, Besucherbergwerke, Stadt- und Gästeführungen, Spielbanken/Spielhallen und Wettannahmestellen können mit Infektionsschutzkonzept wieder öffnen. In Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist ein negativer Test erforderlich. Prostitutionsstätten, Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen.

Kulturelle Veranstaltungen

Kulturelle Veranstaltungen unter freiem Himmel sind ab dem 7. Juni bei fester Bestuhlung mit bis zu 500 Personen zulässig. Bisher zulässig waren 250 Personen. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bedarf es eines Tests. Sofern genügend Platz vorhanden ist und der Mindestabstand eingehalten werden kann, dürfen kulturelle Veranstaltungen drinnen wie draußen wieder alle geeigneten Stätten nutzen. Dazu zählen unter anderem zum Beispiel Hallen oder Stadion. Wirtschaftsnahe Veranstaltungen wie Kongresse/Tagungen werden unter den gleichen Voraussetzungen wie kulturelle Veranstaltungen zugelassen.

Gottesdienste

In Gebieten mit einer Inzidenz unter 100 ist das Singen während eines Gottesdienstes wieder erlaubt. Im Innenbereich gilt dabei die Maskenpflicht (FFP2-Maske). Bei Freiluftgottesdiensten entfällt die Maskenpflicht am Platz. Auf die Anzeige- und Anmeldepflicht wird verzichtet.

Proben von Laienensembles

Im Musik- und Theaterbereich sind künftig indoor und outdoor ohne feste Personenobergrenzung möglich. Die Höchstzahl der möglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer richtet sich nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raums. Außerschulischer Musikunterricht wird ohne Personenobergrenze (mit Abstand) zulässig.

Sport

Für alle wird Sport (kontaktfreier ebenso wie Kontaktsport) indoor wie outdoor in allen Gebieten mit einer Inzidenz unter 100 ohne feste Gruppenobergrenzen möglich. In Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 allerdings nur für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die einen aktuellen negativen Test vorweisen können. Es ist die gleiche Anzahl an Zuschauern möglich wie bei kulturellen Veranstaltungen, unter freiem Himmel also 500 Personen (bei fester Bestuhlung). Auf Sportanlagen wird die Zahl der Teilnehmer im Rahmenkonzept nach der Größe der Sportanlage sachgerecht begrenzt.

Bayern unterstützt Pilotprojekt bei Fußball-Europameisterschaft

Die Stadt München wird der einzige deutsche Austragungsort im Rahmen der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft sein. Die Staatsregierung unterstützt ausdrücklich Überlegungen, als Testlauf und Pilotprojekt für den Sport die Spiele der Fußball-Europameisterschaft unter strengen Hygienevorgaben und mit einer erweiterten Zuschauerzahl zuzulassen. Es ist jetzt zu entscheiden, inwieweit unter den Voraussetzungen vorbildlicher Infektionsschutzkonzepte der Spielveranstalter, eines negativen aktuellen PCR-Tests jedes einzelnen Zuschauers und  einer gesicherten Zerstreuung der Zuschauer vor und nach dem Spiel ausnahmsweise erhöhte Zuschauerzahlen von bis zu 20 Prozent der Kapazität (das sind circa 14.000) zugelassen werden können.

Aktuell-Bericht vom Freitag (04. Juni)
Corona-Pandemie: Weitreichende Lockerungen ab Montag!
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Forchheim: Spatenstich für den Erweiterungsbau des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz

Am heutigen Donnerstag (27. Mai) fand der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz statt. Mit vor Ort war der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Bis Ende 2023 soll die Baumaßnahme umgesetzt werden. Investiert werden rund 28 Millionen Euro.

30 Millionen Euro soll der Bau kosten

Der erste Spatenstich bildete den Auftakt für die strategische Neuausrichtung der Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gGmbH, die aus dem Zusammenschluss der beiden Häuser hervorgegangen ist. Mit der Erweiterung der Intensivstation und Notaufnahme sowie der Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Kardiologie werden die Leistungen der beiden Häuser fokussiert und spezialisiert. Die Notfall- und Intensivfälle werden in Forchheim gebündelt. Baukosten von rund 28 Millionen Euro sind veranschlagt. Davon sind rund 21,6 Millionen Euro förderfähig.

 

Mit dem Erweiterungsbau setzen wir das medizinische Konzept der Fusion um. ... Durch immer neue Vorgaben, die berücksichtigt werden müssen, entwickeln wir entsprechend die medizinischen Strukturen weiter. ... Unser Ziel ist die bestmögliche Gesundheitsversorgung unserer Bevölkerung im Landkreis mit den Standorten in Forchheim und Ebermannstadt zu ermöglichen.

(Sven Oelkers, Geschäftsführer der Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gGmbH)

 

Medizinisches Konzept für die beiden Standorte

Das medizinische Konzept des Klinikums sieht vor, dass die interventionelle Kardiologie von Ebermannstadt nach Forchheim verlagert wird, wo auch die Schlaganfallversorgung und komplexe Gastroenterologie zentralisiert werden. Fälle der Intensivbeatmung werden nach der Erweiterung in Forchheim behandelt. In Ebermannstadt wird das gesamte Spektrum der akuten und rehabilitativen Geriatrie und die Psychosomatik den Schwerpunkt bilden. Ergänzt wird das Spektrum durch das Pflegezentrum mit seinem stationären und ambulanten Leistungsangebot.

 

Wir machen unsere Kliniken fit für die Zukunft. Das erfordert kontinuierlich Investitionen in Gebäude und Ausstattung. Wir haben die Maßnahme schon im ersten Jahr der Antragstellung direkt im Jahreskrankenhausbauprogramm 2020 eingeplant und fördern den Ausbau mit rund 22 Millionen Euro. ... Das ist gut investiertes Geld, das unmittelbar der Versorgung der Menschen zugutekommt.

(Klaus Holetschek, Bayerischer Gesundheitsminister)

 

Zeitplan mit drei Bauabschnitten

Der Erweiterungsbau wird in drei Bauabschnitte eingeteilt. Seit März 2021 laufen bauvorbereitenden Maßnahmen, wie eine Baustellenzufahrt und die Verlegung der Krankenzufahrt uns eines Sauerstofftanks. Am 02. Juni beginnen die Tiefbau- und Rohbauarbeiten, der Abbruch vorhandener Betonkonstruktionen, das Herstellen der notwendigen Anschlussflächen sowie die Sicherung der Bestandsflächen. Dann folgen die Gründungsarbeiten, die Rohbauarbeiten, Fassaden- und Dachkonstruktionen sowie die Ausbauarbeiten. Im letzten Bauabschnitt werden Endoskopie und Kardiologie nach Bezug der neuen, umgebauten Flächen angepasst. Die Gesamtfertigstellung ist für Ende 2023 vorgesehen.

News-Flash vom Freitag (28. Mai)
Forchheim: Spatenstich für den Erweiterungsbau des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz

Modernste medizinische Behandlung

Durch die bauliche Vergrößerung wird in Zukunft die Möglichkeit bestehen, die neuesten und modernsten Behandlungsmethoden für die Patienten und Patientinnen zur Verfügung zu stellen.

 

Mit rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spielt das Klinikum auch als einer der größten Arbeitgeber für die Stadt Forchheim eine gewichtige Rolle.

(Uwe Kirschstein, Oberbürgermeister von Forchheim und Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gGmbH)

 

Zukunftsfähige Notfallversorgung

Der Erweiterungsbau am Standort Forchheim sichert in Zukunft auch die Notfallversorgung für den gesamten Landkreis Forchheim.

 

Kreistag und Stadtrat haben mit dem Beschluss zur Fusion die Zeichen der Zeit erkannt,... ... Im Zusammenspiel von Notärzten, Rettungsdiensten und Klinik wird dadurch eine hochmoderne, zukunftsfähige Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger entstehen.

(Hermann Ulm, Landrat und Aufsichtsratsmitglied der Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gGmbH)

Die gelben Elemente bilden die Erweiterung
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Corona-Pandemie: Coburg wird vorerst keine Modellregion

Die Stadt Coburg wird vorerst keine Modellregion „Öffnungskonzepte“. Begründet wird die Entscheidung vom bayerischen Gesundheitsminister, Klaus Holetschek, mit dem aktuellen Pandemiegeschehen, so die Vestestadt am Dienstag (27. April). Wegen der Entwicklung der Infektionszahlen seien grundsätzlich Öffnungen nicht zu verantworten. Der Beginn des Modellprojektes wird somit verschoben. Aktuell sei nicht absehbar, wann die Entscheidung über die Auswahl der Kommunen für die Modellprojekte fortgeführt werden kann, heißt es weiter im Schreiben der Stadt. Weiterlesen
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TVO LIVE: Pressekonferenz mit Markus Söder um 13:30 Uhr

Am Dienstagmittag (27. April) fand unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder eine erneute Sitzung des Bayerischen Ministerrates statt. Das Kabinett befasste sich erneut mit der Corona-Pandemie und den Folgen sowie mit dem gestrigen Impfgipfel. Über die wesentlichen Ergebnisse der Beratung informieren Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsminister Klaus Holetschek um 13:30 Uhr auf eine Pressekonferenz. TVO überträgt LIVE im TV, im Livestream unter tvo.de und auf unserer Facebookseite.

Der TVO-Livestream
Der TVO-Livestream
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Bayern: Obdachlose bekommen ab Mai ein Impfangebot

Ab dem kommenden Mai bekommen in Bayern auch Obdachlose ein Impfangebot. Das bestätigte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek in München. Dafür stellt der Freistaat ab nächster Woche 6.000 Impfdosen in Aussicht, die an Impfzentren verteilt werden. Mit Hilfe von mobilen Teams werden die Impfstoffe an die Obdachlosen verabreicht. Weiterlesen
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Deutschland: AstraZeneca-Impfstoff nur noch für über 60-Jährige

Der AstraZeneca-Impstoff wird bundesweit ab Mittwoch (31. März) nur noch für Menschen ab 60 Jahren verabreicht, dies beschloss einstimmig am gestrigen Dienstagabend die Gesundheitsministerkonferenz (GMK). Hiermit orientieren sich die GMK-Mitglieder an die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), nachdem inzwischen 31 registrierte Fälle von seltenen Hirnvenenthrombosen überwiegend bei Frauen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren festgestellt wurden. In neun Fällen war der Ausgang tödlich.

Priogruppen 1 und 2 unter 60 Jahren dürfen AstraZeneca auf freiwilliger Basis nehmen

Ganz ausgeschlossen sei das Vakzin für Personen unter 60 Jahren nicht. Gemäß nach Empfehlung der STIKO wurde nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministers, Klaus Holetschek, entschieden, dass Menschen der Priogruppen 1 und 2 sich weiterhin mit AstraZeneca impfen lassen dürfen, wenn dies nach "ärztlichem Ermessen und individueller Einschätzung entschieden wird". So sollen die Impfungen in den Arztpraxen verabreicht werden. "Wer AstraZeneca haben will, sollte es auch bekommen,“ so Holetschek im offiziellen Statement.

STIKO möchte bis Ende April Empfehlung für das weitere Verfahren abgeben

Noch ist offen, was mit den Menschen passiert, die die Erstimpfung mit AstraZeneca bereits erhalten haben. Hierzu wird die Ständige Impfkommission bis Ende April eine Empfehlung abgeben. Geprüft werden soll auch, ob eine Impfung mit einem anderen Impfstoff eine Option ist. Die Gesundheitsministerkonferenz ruft in diesem Zusammenhang dazu auf, dies so schnell wie möglich zu tun. „Wir können die Menschen nicht so lange im Ungewissen lassen. Daher brauchen wir bei Zweitimpfungen schnellstmöglich Klarheit", so Holetschek und fügte hinzu:

 

„Vorsicht ist das Gebot der Stunde. (...) Wir rufen alle Menschen auf, die schon mit Astrazeneca geimpft worden sind, auf Symptome wie anhaltende Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Beinschwellungen zu achten. Sollte es dazu kommen, wenden Sie sich vorsichtshalber an Ihren Arzt. Sicherheit geht vor!“

(Klaus Holetschek, Bayerischer Gesundheitsminister)

Aktuell-Beitrag vom Mittwoch (31. März)
Hin & Her beim Impfstoff: Quo vadis, AstraZeneca..?

So heißt es weiter im offiziellen Statement des bayerischen Gesundheitsministeriums, dass empfohlen wird, den Ländern die Entscheidung selbst zu überlassen, die Impf-Priorisierung bei Menschen über 60 Jahren aufzuheben. So könne für diese Altersgruppe ein schnelleres Impfangebot mit AstraZeneca gemacht werden, die dringend notwendig wäre. Bundesweit bekamen inzwischen 2,7 Millionen Menschen die Erstimpfung mit AstraZeneca. Davon 767 Personen die Zweitimpfung.

Bereits die zweite Bremse für AstraZeneca

Nach Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) setzte Mitte März unter anderem der Bund die Impfungen mit AstraZeneca vorsorglich aus. Wir berichteten. Die Sorge war auch hier die aufgetretenen, seltenen Thrombosen in den Hirnvenen. In einer Sondersitzung gab die Europäische Arzneimittelagentur EMA grünes Licht für das Vakzin und bekräftigte die Sicherheit des Impfstoffes. Hier gelangen Sie zur Nachricht.

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Corona-Pandemie in Bayern: Marke von zwei Millionen Impfungen überschritten

Die Impfungen gegen das Coronavirus haben in Bayern die Marke von zwei Millionen überschritten. Die gab am Freitag (26. März) Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek in München bekannt. Laut seinem zuständigen Ministerium wurden seit Beginn der Impfungen vor knapp drei Monaten 2.024.084 Impfdosen im Freistaat verabreicht. Weiterlesen
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Paukenschlag in Bayern: Melanie Huml als Gesundheitsministerin abgelöst!

Auf der Pressekonferenz nach der Sitzung des Ministerrates am Mittwochmittag (06. Januar) teilte Ministerpräsident Markus Söder eine wichtige Personalentscheidung mit. Die bisherige Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) wird durch den Memminger Landtagsabgeordneten und bisherigen Baustaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) abgelöst und ersetzt. Huml hingegen wechselt in die Staatskanzlei. Söder teilte beiden Politikern die Personal-Rochade am Vormittag mit. Weiterlesen
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Keine Impfstoff-Lieferung für Bayern in der ersten Januar-Woche: Trotz Zusage vom Bund

Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch (30. Dezember) in einem Schreiben bekannt gab, wird es in der ersten Januar-Woche voraussichtlich für den Freistaat keine Impfstoff-Lieferung vom Bund geben, und das trotz Zusage. Das habe der Freistaat kurzfristig am heutigen Mittwoch erfahren. Die nächste Lieferung soll am 11. Januar erfolgen. In diesem Zusammenhang kritisieren Gesundheitsministerin Melanie Huml und Staatssekretär Klaus Holetschek die Informationspolitik des Bundes, die ihren Aussagen nach stark verbesserungswürdig sei.

Trotz hohen Infektionszahlen entfällt komplette Lieferung

"Wie wir heute vom Bund erfahren haben, wird Bayern in der ersten Januar-Woche - entgegen der bisherigen Zusage - voraussichtlich keine Impfstofflieferung erhalten. Es ist für mich unverständlich, wie gerade bei derartig hohen Infektionszahlen eine komplette Lieferung einfach entfallen kann. Die eigentlich zugesagten Impfdosen waren in unseren Impfzentren bereits fest eingeplant."

(Melanie Huml, Gesundheitsministerin von Bayern)

Erst ab dem 11. Januar soll Bayern wieder wöchentliche Lieferungen über jeweils 107.250 Impfdosen vom Bund erhalten.

Scharfe Kritik von Staatssekretär Holetschek an den Bund

Wie es weiter in dem Schreiben heißt, wird gefordert, dass der Bund die Länder besser in die Planungen einbinden muss. Die bayerischen Impfzentren benötigen Planungssicherheit, so Holetschek. Dabei mache eine Terminvergabe nur Sinn, wenn alle Voraussetzungen für eine Impfung erfüllt wären. Holetschek fügt weiter hinzu:

(...) Der Bund muss endlich für eine angemessene Versorgung mit Impfstoff sorgen. Es ist unseren bayerischen Bürgerinnen und Bürger nicht vermittelbar, dass sie trotz hoher Impfbereitschaft auf ihren Schutz gegen diese heimtückische Krankheit warten sollen!"

107.500 Impfdosen für Bayern am Mittwoch eingetroffen

Wie Huml in München verkündete, wurden bisher 17.000 Corona-Impfungen im Freistaat durchgeführt. Davon erfolgten die meisten Impfungen in Pflege- und Seniorenheimen. Eine neue Lieferung von 107.500 Dosen kam heute neu hinzu.

Weiterführende Informationen:
Entfallene Impfstoff-Lieferung in Bayern: Ein Statement von Hans-Peter Friedrich (CSU)