Tag Archiv: Staatsanwaltschaft

Nötigung in Marktredwitz: 20-Jähriger wird bedroht und beleidigt

Ein 20-Jähriger wurde am vergangenen Montagabend (26. Juli) von einem 42 Jahre alten Mann in Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) bedroht und genötigt, so die Polizei am Dienstag (27. Juli). Derzeit laufen die Ermittlungen der Polizei. Nach derzeitigem Stand muss sich der 42-Jährige wegen Nötigung und Beleidigung strafrechtlich verantworten. Weiterlesen

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Busfahrer will in Hof Streit schlichten: 63-Jähriger stirbt bei Messerangriff

UPDATE (15:15 Uhr)

Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen Busfahrer am frühen Dienstagmorgen (06. Juli) in Hof erging gegen den 43 Jahre alten Tatverdächtigen aus Sachsen am Dienstagmittag ein Untersuchungshaftbefehl durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Hof. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Hof zu den Hintergründen der Tat laufen unter Hochdruck.

Reisegruppe mit Hilfe von Dolmetschern als Zeugen vernommen

Im Verlauf des Vormittages konnten die Kriminalbeamten einen Teil der polnischen Reisegruppe mit Hilfe von Dolmetschern als Zeugen vernehmen. Demnach waren die Reisenden mit zwei vollbesetzten Reisebussen unabhängig voneinander unterwegs und trafen sich am Bahnhofsvorplatz in Hof zum Passagierwechsel. Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittler davon aus, dass der 43-jährige Verdächtige aus dem Vogtlandkreis zunächst unvermittelt auf einen 52-jährigen Fahrgast zu ging und ihm einen Faustschlag verpasste. Der 52-Jährige stand mit weiteren Fahrgästen auf dem Gehweg in unmittelbarer Nähe des Reisebusses. Durch den Schlag stürzte der Mann zu Boden und erlitt leichte Verletzungen. Unmittelbar darauf attackierte der 43-Jährige mit einem Messer den 63 Jahre alten polnischen Busfahrer, der in nächster Nähe stand und dazwischen gehen wollte. Dadurch erlitt der 63-Jährige tödliche Stichverletzungen am Oberkörper. Einzelheiten soll eine rechtsmedizinische Untersuchung klären. Die Tatwaffe, ein klappbares Taschenmesser mit einer etwa acht Zentimeter langen Klinge, stellten die Beamten noch am Tatort sicher.

Untersuchungshaftbefehl erlassen

Den 43-Jährigen konnten Polizeibeamte unmittelbar nach der Attacke vorläufig festnehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof wurde er noch am gleichen Tag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Mann machte Angaben und räumte ein, den Busfahrer mit einem Messer verletzt zu haben. Er bestreitet allerdings, dass er den Fahrer habe töten wollen. Polizeibeamte lieferten den Tatverdächtigen anschließend in eine Justizvollzugsanstalt ein. Da der Beschuldigte psychische Auffälligkeiten zeigt, wird hierzu eine Begutachtung erfolgen. Nach derzeitigem Stand hat die Tat keinerlei fremdenfeindlichen oder politisch motivierten Hintergrund.

Reisegruppe konnte Fahrt fortsetzen 

Die Reisegruppen aus Polen konnten im Anschluss ihre Fahrten mit den Bussen fortsetzen. Zeugen unter den Fahrgästen, die Angaben machen konnten, wurden im Anschluss an die Ermittlungen mit einem separaten Bus nach Polen gebracht. Ebenso die am Tatort anwesende Lebensgefährtin des getöteten Busfahrers, die in der Nacht von einem Kriseninterventionsteam betreut worden war.

Bericht aus Oberfranken Aktuell:
Hof: Polnischer Busfahrer am Hauptbahnhof mit Messer getötet

Erstmeldung (08:30 Uhr)

Ein 63 Jahre alter Busfahrer wurde in der Nacht zum Dienstag (06. Juli) in Hof von einem 43-Jährigen erstochen, nachdem dieser einen Streit zwischen einem Reisegast und dem Tatverdächtigen (43) schlichten wollte. Die Polizei nahm inzwischen den 43-Jährigen fest. Die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln derzeit wegen einem Tötungsdelikt.

43-Jähriger attackiert Fahrgast - Busfahrer geht dazwischen

Nach bisherigen Erkenntnissen wartete gegen 0:30 Uhr eine Gruppe Reisender am Hofer Bahnhofsvorplatz, die mit zwei Omnibussen aus Polen unterwegs waren. Neben den Reisebussen legten einige Fahrgäste am Gehsteig eine Raucherpause ein. Aus bislang unklarer Ursache kam es dabei zu einem Streit mit dem 43 Jahre alten Mann aus Sachsen, der sich in unmittelbarer Nähe aufhielt. Nachdem dieser zunächst einen Fahrgast attackierte und diesen leicht verletzte, ging der 63-jährige Busfahrer dazwischen.

43-Jähriger ersticht Busfahrer mit einem Taschenmesser

Dabei fügte der 43-Jährige dem Fahrer aus Polen mit einem Taschenmesser tödliche Verletzungen zu. Anschließend flüchtete er zu Fuß und konnte noch in der Nähe des Tatortes von der Polizei festgenommen werden. Der Mann leistete keinen Widerstand.

63-Jähriger stirbt noch am Tatort

Die Reisenden setzten währenddessen den Notruf ab und leisteten dem Busfahrer Erste Hilfe. Ein Notarztteam konnte dem 63-Jährigen nicht mehr helfen, er erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen.

Ermittler führen mit Hilfe von Dolmetschern Vernehmungen durch

Die Polizei sperrte den Bahnhofsvorplatz weiträumig ab und Kriminalbeamte führten eine umfangreiche Spurensicherung durch. Das Fachkommissariat für Tötungsdelikte bei der Kripo Hof nahm in enger Zusammenarbeit mit einem Staatsanwalt aus Hof die Ermittlungen auf. Mit Hilfe von Dolmetschern führen die Kriminalbeamten umfangreiche Vernehmungen der polnischen Reisegäste durch. Der 43-jährige Tatverdächtige wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hof dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

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Misshandlung in Hof: Kinder kommen mit lebensgefährlicher Unterkühlung ins Krankenhaus

Mit lebensgefährlicher Unterkühlung kamen ein einjähriges Mädchen und ein knapp zweijähriger Junge am vergangenen Sonntagabend in Hof in eine Klinik, so die Polizei am Dienstag (04. Mai). Die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Hof ermitteln gegen die Mutter (26) und den Vater (30) derzeit wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen. Weiterlesen
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Bamberg: 22-Jähriger mit Falschgeld während der Ausgangssperre erwischt

Wie die Polizei am Mittwoch (28. April) mitteilt, wurde ein 22 Jahre alter Mann mit Falschgeld während der Ausgangssperre am vergangenen Montag im Bamberger Stadtteil Gaustadt erwischt. Der junge Mann war dabei, eine Essensbestellung abzuholen. Während einer Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Beamten beim 22-Jährigen noch eine Drogenaufzuchtanlage. Dieser muss sich strafrechtlich verantworten. Weiterlesen
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Vater tötet Sohn (9) in Kleinsendelbach: Mordmotiv der Heimtücke steht im Raum

Das Gewaltverbrechen am 21. März in einem Anwesen im Kleinsendelbacher Ortsteil Steinbach (Landkreis Forchheim) beschäftigt weiterhin die Ermittler. Wie berichtet, tötete vor Ort ein Vater seinen neunjährigen Sohn. Polizeieinsatzkräfte konnten den Mann fest. Er befindet sich seit nunmehr rund einem Monat in Untersuchungshaft. Eine Anklage gegen ihn liegt bisher nicht vor. Auf TVO-Anfrage teilte die Staatsanwaltschaft Bamberg am Mittwoch den aktuellen Sachstand mit.

Mögliches Mordmotiv: Heimtücke

Laut den bisherigen Ermittlungen gab es für die Tat an dem Sonntagnachmittag keinen konkreten Anlass. Es kann derzeit auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Gesundheitszustand des Vaters ursächlich oder mitursächlich hierfür war. Zur Schuldfähigkeit des Vaters wurde ein Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben. Das Gutachten liegt bislang noch nicht vor. Als Mordmotiv steht die Heimtücke im Raum. Einen Mord aus Heimtücke begeht, wer die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers zur Tat ausnutzt, so die Staatsanwaltschaft.

Was war die Tatwaffe?

Das Küchenmesser war nach nunmehr vorliegenden Erkenntnissen nicht die Tatwaffe. Weitere Informationen hierzu gab die Staatsanwaltschaft aufgrund "schutzwürdiger Interessen der Tatbeteiligten" nicht bekannt.

Kind wurde nicht missbraucht

Aktuell liegen den Behörden keine Anhaltspunkte für einen sexuellen Missbrauch des Jungen durch den Vater vor. Ebenso gibt es keine Anhaltspunkte, dass der Beschuldigte eine Zeugenaussage seines Sohnes verschleiern wollte.

Weiterführende Informationen
Kleinsendelbach: Neunjähriger Junge tot - Vater unter Mordverdacht
Vater tötet seinen Sohn (9) in Kleinsendelbach: "Der Tatbestand des Mordes steht im Raum."

Oberfranken: Kripo durchsucht Praxisräume einer Ärztin und spricht Verbot für Behandlungen aus

Wie das Polizeipräsidium Oberfranken am Freitag (09. April) bekannt gab, durchsuchte die Kripo zusammen mit dem örtlichen Gesundheitsamt und der Staatsanwaltschaft Bamberg Ende März dieses Jahres die Praxisräume einer Ärztin. Sie ist auf die Behandlung von Drogenabhängigen spezialisiert und soll dabei erneut die sogenannten Substitutionsbestimmungen nicht eingehalten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz sowie Erpressung. Weiterlesen
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Mutmaßliche Verletzung von Dienstgeheimnissen: Strafbefehl gegen Bambergs Oberbürgermeister Starke!

Durch die Staatsanwaltschaft Coburg wurden im Zusammenhang mit der Kommunalwahl 2020 Ermittlungen gegen den Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Andreas Starke, den Leiter der Wahlgeschäftsstelle sowie die Leiterin des Sachgebietes Pass- und Meldewesen geführt. Hintergrund war die Herausgabe von Wählerdaten inklusive der Staatsangehörigkeit an die Geschäftsstelle des SPD-Kreisverbandes Bamberg Stadt. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitagmittag (08. Januar) mitteilte, wurden die Ermittlungen zwischenzeitlich abgeschlossen. Gegen Starke besteht ein Strafbefehl des Amtsgerichtes Bamberg. Gegen diesen legte der Oberbürgermeister Einspruch ein. Weiterlesen
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A93 / Selb: Paar schmuggelt Drogen – Festnahme!

Wegen des Verdachts des Drogenschmuggels sitzt seit Dienstag (08. Dezember) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof ein Paar in Untersuchungshaft. In der Nacht entdeckte die Bundespolizei bei dem Duo (29 und 30 Jahre) in Selb (Landkreis Wunsiedel) mehrere Gramm der Droge Crystal. Zudem saß die Fahrerin (30) unter Drogeneinfluss hinter dem Steuer. Weiterlesen

Unfallflucht auf der A9 bei Haag?: 40-Jähriger verliert nach Kollision Bewusstsein

Ein 40 Jahre alter Autofahrer verlor am Montagvormittag (02. November) auf der A9 bei Haag (Landkreis Bayreuth) die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr frontal in das Heck eines Lkw. Wie die Polizei am Dienstag (03. November) bekannt gab, muss offensichtlich zuvor den 40-Jährigen ein unbekannter Fahrer berührt haben, weshalb dieser ins Schleudern geriet. Der Unbekannte beging Unfallflucht in Richtung München. Der 40-Jährige wurde verletzt ins Krankenhaus geflogen. Weiterlesen
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Behörden stellen Ermittlungen ein: Fall Peggy wird zum „Cold Case“!

Im Mordfall Peggy hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth jetzt - rund 19 Jahre nach dem damaligen Verschwinden des Mädchens - die Ermittlungen eingestellt. Dies gaben jetzt die Behörden, die sich umfassend mit dem Fall auseinandersetzten, am Donnerstag (22. Oktober) bekannt. Der Fall um das ermordete neunjährige Mädchen aus Lichtenberg (HO) wird damit zu einem sogenannten "Cold Case".

 

  • Mehr dazu am Donnerstagabend ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!

 

Keine hinreichenden Beweise gegen Manuel S.

Laut den ermittelnden Behörden liegen keine hinreichenden Beweise dafür vor, dass Manuel S. allein oder zusammen mit einer anderen Personen Peggy Knobloch sexuell missbraucht und anschließend getötet hat, um die Sexualstraftat zu verdecken. Bestehen bleibt lediglich der dringende Tatverdacht gegen den Beschuldigten hinsichtlich des Verbringens der Leiche. Würde isoliert betrachtet der Tatbestand der Strafvereitelung in Betracht kommen, wäre dieser aber bereits verjährt. Das Verfahren wurde daher mit Verfügung vom 16. Oktober 2020 eingestellt.

Der Ermittlungskomplex „Peggy“ vollständig beendet

Damit endet nach nunmehr über 19 Jahren ein komplexes Ermittlungsverfahren, das überregional hohe Aufmerksamkeit erfuhr und wiederholt im Blick der Öffentlichkeit stand.

450 gefüllte Aktenordner

Die zahlreichen Beamten der Sonderkommissionen und die Staatsanwaltschaften Hof und Bayreuth haben über Jahre unermüdlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, das Verbrechen aufzuklären. Sie arbeiteten an rund 6.400 Ermittlungsspuren, gingen hunderten Hinweisen nach und führten insgesamt zirka 3.600 Vernehmungen durch. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen wurden zudem etwa 250 Gutachten durch unterschiedlichste Spezialisten erstellt. Letztendlich umfassen die gesamten Ermittlungen rund  450 Aktenordner. Der Ermittlungskomplex „Peggy“ mit allen Verfahren ist nun vollständig beendet - so das Polizeipräsidium Oberfranken am Donnerstag (22. Oktober 2020).

Der Aktuell-Beitrag zum "Fall Peggy" vom 22. Oktober 2020
Bayreuth: Staatsanwaltschaft erklärt "Fall Peggy" für beendet

Gemeinsames Statement von Polizei und Staatsanwaltschaft
Bayreuth: Ermittlungen im Mordfall Peggy offiziell eingestellt

Die Historie zum Fall Peggy

Neunjährige verschwindet im Mai 2001

Am 7. Mai 2001 verschwand die Peggy Knobloch spurlos. Zuletzt wurde das Mädchen am Henri-Marteau-Platz in Lichtenberg von mehreren Zeugen gegen 13:24 Uhr lebend gesehen, von da an verlor sich ihre Spur. Es bestand der Verdacht eines Sexual- und Tötungsdelikts.

Ulvi K. in einem Indizienprozess freigesprochen

Die Ermittlungen führten zunächst zur Beschuldigung des zur Tatzeit 24-jährigen Ulvi K.. Er wurde im April 2004 am Landgericht Hof in einem Indizienprozess wegen Mordes an Peggy Knobloch zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verurteilt.

Wiederaufnahme des Verfahrens und Freispruch für K.

Im April 2013 beantragte der Verteidiger von K. die Wiederaufnahme des Verfahrens. Er beschränkte den Antrag auf die Verurteilung wegen des Mordes an Peggy Knobloch. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus war allerdings nicht der Gegenstand des Wiederaufnahmeantrags. Im Mai 2014 wurde K. am Landgericht Bayreuth vom Mordvorwurf freigesprochen.

Sterbliche Überreste von Peggy gefunden

Im Sommer 2016 wurden in einem Waldstück in der Nähe von Rodacherbrunn (Thüringen), etwa 16 Kilometer von Lichtenberg entfernt, die sterblichen Überreste des Mädchens gefunden. Der Fund führte zur Wiederaufnahme der Ermittlungen.

Sonderkommission eingerichtet

Der Umfang des Falls erforderte die Einrichtung einer Sonderkommission mit einem außergewöhnlich hohen personellen, materiellen und finanziellen Aufwand. Zudem bezogen die Beamten auch wissenschaftliche Disziplinen ein, die außerhalb üblicher Ermittlungsroutine stehen, wie beispielsweise Gutachten zur Auswertung von Torf-, Pollen- und Farbpartikelspuren.

Manuel S. gerät in den Fokus der Ermittlungen

Die Summe der Erkenntnisse aus den Untersuchungen der am Fundort gesicherten Spuren sowie die Neubewertung bereits bestehender polizeilicher Feststellungen rückten den im Tatzusammenhang bereits früher einmal beschuldigten Manuel S. in den Fokus. Dieser war zur Tatzeit - im Alter von 24 Jahren - in Lichtenberg wohnhaft. Ermittlungen ergaben, dass sich der Beschuldigte im Tatzeitraum ohne ein gesichertes Alibi in Lichtenberg aufhielt und Arbeiten durchführte, die mit den am Leichenablageort gefundenen Spuren in Beziehung standen. Peggy Knobloch befand sich zum Zeitpunkt ihrer letzten Sichtung in unmittelbarer Nähe des Hauses des Beschuldigten.

Geständnis und Widerruf von S.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungsmaßnahmen führten die Beamten im September 2018 die Vernehmung von S. durch. Hierbei gab er zu, am Tag des Verschwindens von Peggy mit seinem Pkw in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein, als ihn ein ihm namentlich bekannter Mann angehalten habe. In einem Bushäuschen in der Poststraße, so gab der Beschuldigte an, will er das leblose Mädchen von dem Mann übernommen haben. Er habe noch versucht, es zu beatmen. Weiter gab er an, dass er das Opfer in eine rote Decke gewickelt, in den Kofferraum seines Fahrzeugs gelegt und dann in einem Waldstück in Thüringen - dem späteren Fundort - abgelegt habe. Er ergänzte, dass er wenige Tage später den Schulranzen des Mädchens und deren Jacke bei sich zu Hause verbrannt habe. Er bestritt jedoch, Peggy Knobloch getötet zu haben. Später widerrief er das Geständnis über den Transport der Leiche. Sein Rechtsanwalt erhob zudem schwerwiegende Vorwürfe gegen die Ermittler. Gegen den Beschuldigten erließ das Amtsgericht Bayreuth Mitte Dezember 2018 einen Untersuchungshaftbefehl, den es am 24.12.2018 jedoch wieder aufhob.

Beschluss der 3. Strafkammer am Landgericht Bayreuth

Die 3. Strafkammer des Landgerichts Bayreuth stellte mit Beschluss aus dem Februar 2019, mit dem die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Bayreuth gegen die Aufhebung des Haftbefehls verworfen wurde, fest, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen von verbotenen Vernehmungsmethoden oder eines Verwertungsverbotes hinsichtlich der Aussagen des Beschuldigten festzustellen seien. Das Geständnis über den Transport und Ablage von Peggy Knobloch im Wald bei Rodacherbrunn durfte somit verwertet werden. Die Kammer bejahte gleichzeitig den dringenden Tatverdacht, dass Manuel S. zumindest an dem Transport der Leiche von Peggy Knobloch beteiligt gewesen war. Einen dringenden Tatverdacht der Beteiligung an der Tötung von Peggy Knobloch verneinte die Kammer jedoch.

S.  kann Täterschaft oder Beteiligung in dem Fall nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden

Anschließend tätigte die Sonderkommission nochmals intensive Ermittlungen, die Ende 2019 abgeschlossen und der Staatsanwaltschaft zur weiteren Entscheidung vorgelegt wurden. Die abschließende Bewertung durch die Staatsanwaltschaft Bayreuth führte zu dem Ergebnis, dass dem Beschuldigten Manuel S. eine Täterschaft oder Beteiligung an der Herbeiführung des Todes der Peggy Knobloch nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden kann. Voraussetzung für die Erhebung der Anklage ist ein hinreichender Tatverdacht, auf dessen Grundlage die Verurteilung des Beschuldigten mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten sein muss.

Nur Indizien ermittelt

Es wurden zwar zahlreiche Indizien ermittelt, die auf eine Tatbeteiligung von Manuel S. hindeuten, weder die objektive Spurenlage noch die verwertbaren Angaben des Beschuldigten oder sonstige Beweismittel gestatten allerdings einen hinreichend sicheren Nachweis der Beteiligung an der Tötung von Peggy Knobloch.

Todesursache von Peggy kann nicht mehr ermittelt werden

Aufgrund des Zustandes der sterblichen Überreste des Mädchens nach einer Liegezeit 15 Jahren, in dessen Folge bereits viele Spuren unwiederbringlich verloren gegangen waren, ließ sich die Todesursache nicht mehr feststellen. Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben, konnten nicht ermittelt werden.

Gutachten über Ulvi K.

Allein die Angaben des Beschuldigten Manuel S. und des freigesprochenen Ulvi K. stehen zur Verfügung. Manuel S. bestreitet, Peggy Knobloch getötet zu haben. Ulvi K. gab in seinen zahlreichen Vernehmungen unterschiedlichste Einlassungen und Tatversionen an, die er jeweils dem Verfahrensstand anpasste. Ein bezüglich der Aussagen eingeholtes Gutachten eines Fachpsychologen für Rechtspsychologie zu deren Wahrheitsgehalt kommt zu dem Ergebnis, dass es auszuschließen ist, dass seinen Schilderungen auch nur annähernd eine hinreichende Zuverlässigkeit und Glaubhaftigkeit attestiert werden kann. Dafür wären die Widersprüchlichkeiten in seinen Aussagen und die Fluktuationen seiner Angaben zu hoch.

„Peggy“ wird zu einem Cold Case

Somit liegen keine hinreichenden Beweise gegen Manuel S. oder etwaige Komplizen vor. In Sachen Transport der Leiche ist der Tatbestand der Strafvereitelung bereits verjährt. Das Verfahren wurde daher mit Verfügung vom 16. Oktober 2020 eingestellt.

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Drogen-Ring in Kronach zerschlagen: Mehrere Dealer in Haft!

Nach monatelangen Ermittlungen deckte die Kriminalpolizei Coburg im Sommer diesen Jahres einen Drogen-Ring im Kreis Kronach auf. Mehrere Tatverdächtige sitzen inzwischen in Haft. Das teilte am Mittwoch (14. Oktober) das Polizeipräsidium Oberfranken mit.

Kripo stoppt "Drogenbeschaffungsfahrt" und stellt mehrere Gramm Marihuana sicher

Seit Mitte des Jahres waren die Drogenhändler im Visier der Kripo Coburg. Während einer sogenannten "Drogenbeschaffungsfahrt" von Berlin in Richtung Oberfranken schlugen die Fahnder Mitte August zu. Sie stellten Marihuana im mittleren dreistelligen Grammbereich sicher. Während der Fahrt führten die Drogendealer zudem im Auto ein Messer mit.

39-Jähriger und 28 Jahre alte Frau werden festgenommen

Bei einer weiteren Beschaffungsfahrt Ende September, diesmal von Niedersachsen in Richtung Oberfranken, nahmen die Coburger Polizisten gemeinsam mit niedersächsischen Polizeikräften, einen 39-Jährigen und eine 28-Jährige fest. Bei dieser Fahrt stellte die Polizei ein halbes Kilogramm Marihuana sicher. Zudem wurde ein geringe Menge Amphetamin gefunden.

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Fünf Drogendealer sitzen in Haft

In beiden Fällen sollten die Drogen im nördlichen oberfränkischen Raum verkauft werden. Wie die Polizei mitteilte, sitzen nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg fünf Drogendealer in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten in Haft. Neben dem sichergestellten Rauschgift im hohen dreistelligen Grammbereich, lasten Polizei und Staatsanwaltschaft den Drogenhändlern weiterhin einen Handel mit Betäubungsmitteln im mittleren einstelligen Kilogrammbereich an.

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Todesraser von Selb: Staatsanwaltschaft legt Revision gegen das Urteil ein

Der Fall um den Todesraser von Selb (WUN) ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Hof legte gegen das Urteil vom Mittwoch (30. September) Revision ein. Wie berichtet, erhielt der 21-jährige Angeklagte eine Jugendstrafe von einem 1 Jahr und neun Monaten auf Bewährung. Zudem muss er 250 Sozialstunden ableisten und bekam eine Führerscheinsperre von vier Jahren auferlegt. Am letzten Prozesstag am Landgericht Hof plädierte die Staatsanwaltschaft auf eine vierjährige Jugendstrafe für den Raser. Weiterlesen
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Todesraser von Selb: Urteil am Landgericht Hof gefallen

UPDATE (01. Oktober, 17:00 Uhr):

Staatsanwaltschaft Hof legt Revision gegen Urteil ein

Der Fall um den Todesraser von Selb (WUN) ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Hof legte gegen das Urteil vom Mittwoch (30. September) Revision ein.


UPDATE (17:45 Uhr):

Er wollte am letzten Blockschultag mit seinen Klassenkameraden in einer Selber Kneipe feiern. Doch jener Abend im Februar 2020 endete mit dem tragischen Tod des 19-jährigen Maximilian aus dem Landkreis Kulmbach. Er starb beim Überqueren der Straße, weil ein damals 20-Jähriger durch die Stadt raste. Angeklagt wurde der heute 21-Jährige zunächst wegen Mordes. Weil er aber keinen Tötungsvorsatz hatte, wies das Landgericht Hof schon letzte Woche darauf hin, dass ein Urteil wegen Mordes nicht in Frage kommt.

Am heutigen Mittwoch (30. September) verkündete das Gericht das Urteil. Am Ende erhielt der Todesraser von Selb eine Bewährungsstrafe nach Jugendrecht.

Todesraser von Selb: Bewährungsstrafe für 21-jährigen Angeklagten

UPDATE (13:50 Uhr):

Im Prozess um den Todesraser von Selb im Landkreis Wunsiedel (Wir berichteten!) fiel am Mittwoch (30. September) das Urteil am Landgericht Hof. Der Angeklagte (21) erhielt ein Jahr und neun Monate Jugendstrafe zur Bewährung wegen einer Straßenverkehrsgefährdung in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung. Zudem erhält der 21 Jahre alten Angeklagte eine Führerscheinsperre für vier Jahre. Weiterhin muss er 250 Sozialstunden ableisten.

Der heute 21-Jährige stand vor Gericht, da er Anfang Februar 2020 mit überhöhter Geschwindigkeit durch Selb gerast war und hierbei einen Berufsschüler (19), der zu Fuß unterwegs war, mit seinem Wagen erfasste und tödlich verletzte. Wir berichteten.

Todesraser-Prozess von Selb: 21-Jähriger erhält Jugendstrafe auf Bewährung

UPDATE 12:15 Uhr

Verteidigung sieht keinen Beweis für ein Straßenrennen vorliegen

Nach Informationen von TVO, sah die Staatsanwaltschaft im Fall des Rasers aus Selb ein Straßenrennen nicht als bewiesen und forderte vier Jahre Jugendstrafe für den Angeklagten. Die Nebenklage hingegen forderte vier Jahre nach dem Erwachsenenstrafrecht. Aus Sicht der Verteidigung war ein Straßenrennen nicht nachzuweisen. Daher plädierte die Verteidigung auf eine Geldauflage oder geringe Jugendstrafe bis zu sieben Monaten.

  • TVO-Reporter Christoph Röder mit einem Zwischen-Bericht (Stand: 12:15 Uhr) zum Prozess am Mittwoch am Landgericht Hof (sehen Sie rechts)
21-Jähriger steht vor Gericht: Urteil im Raser-Prozess von Selb wird erwartet

Mordanklage wurde im Verlauf des Prozesses nicht bestätigt

Zum Prozessauftakt lautete die Anklage noch auf Mord. Diese wurde im Laufe des Prozesses aber zurückgenommen. Nach dem Gutachten eines Sachverständigen, der den Tathergang vor Ort rekonstruierte, gäbe es, nach Ansicht des Gerichts zwar die objektive Gefährdung durch das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit, jedoch keinen Anhaltspunkt für einen Tötungsvorsatz. Insofern komme vielmehr fahrlässige Tötung und Straßenverkehrsgefährdung durch den 21-jährigen Angeklagten in Betracht. Aufgrund der Wende des Prozesses wurde der Haftbefehl gegen den Angeklagten aufgehoben. Wir berichteten!


Weitere Informationen zum Prozess um den Todesraser von Hof
Raser-Prozess von Selb: Haftbefehl gegen Angeklagten (21) aufgehoben
Landgericht Hof: Auftakt im Mordprozess um den Todesraser von Selb
Selb: Mordanklage nach tödlichem illegalen Autorennen
Illegales Autorennen in Selb: Fußgänger (19) kommt ums Leben!
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Fall Peggy: Kommt es zur Anklage gegen Manuel S.?

In den Mordfall Peggy kommt erneut Bewegung. Wie die Staatsanwaltschaft in Bayreuth auf Anfrage von TVO mitteilte, will die Behörde in den kommenden Wochen bekanntgeben, ob sie gegen zuletzt in den Fokus geratenen Manuel S. aus Marktleuthen (WUN) eine Anklage erheben wird oder nicht.     Peggy 2001 gewaltsam getötet Über 19 Jahre nach dem Verschwinden und dem gewaltsamen Tod der damals Neunjährigen aus Lichtenberg (HO) ist der Täter immer noch nicht gefunden. Der damals verdächtigte und verurteilte Ulvi K. wurde 2014 in einem spektakulären Wiederaufnahmeprozess am Landgericht Bayreuth freigesprochen. Zuvor wurde er im April 2004 wegen Mordes an dem Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Sterblichen Überreste 2016 gefunden Rund zwei Jahre nach seinem Freispruch wurden in Thüringen, unweit der Grenze zu Oberfranken, die sterblichen Überreste des Mädchens von einem Pilzsammler gefunden. Bei der Untersuchung des Fundortes und der Überreste erhofften sich die Ermittler neue Details zu dem möglichen Täter. Einen wirklichen Durchbruch in diesem Fall gab es aber auch danach nicht. Manuel S. gerät 2018 in den Fokus der Ermittler Wiederum rund zwei Jahre gab es die nächsten brisanten Bekanntmachungen der Ermittler. 2018 geriet schließlich Manuel S. in den Fokus. S. wurde verhaftet, nachdem die Staatsanwaltschaft Bayreuth ihn unter einen dringenden Tatverdacht als Täter oder Mittäter in dem Fall stellte. TVO berichtete umfassend. Weihnachten 2018 kam die erneute Wende: An Heiligabend wurde S. entlassen. Doch kein dringender Tatverdacht – so die Aussagen der Strafermittlungsbehörden in Bayreuth. Dennoch: Gegen den 43-Jährigen liefen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Bis heute! Kommt es zur Anklage gegen S.? Bleibt derzeit somit die Frage: Kommt es nun zu einer Anklage gegen S. – der derzeit als einziger Verdächtiger im Fall Peggy gilt – oder stellen die Ankläger die Ermittlungen gegen S. ein? Bleibt abzuwarten, wann genau die Staatsanwaltschaft sich jetzt äußern will.
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Leichenfund in Bayreuth: Kripo geht von einem Tötungsdelikt aus

UPDATE (28. August, 11:45 Uhr):

Nachdem ein 24 Jahre alter Mann am Mittwoch (19. August) tot auf dem Rad- und Fußweg im Bayreuther Ortsteil Oberkonnersreuth gefunden wurde, ermittelt die Soko Radweg weiterhin mit Hochdruck und bittet die Bevölkerung um Hinweise zum Gewaltverbrechen. Interessiert ist die Soko auch an Personen, die zum Tatzeitpunkt auf möglichen Strecken zwischen Start und Auffindeort des 24-jährigen Opfers unterwegs waren. Auffällige Ereignisse aus der Vergangenheit im gesamten Stadtgebiet Bayreuth können ebenso relevante Hinweise für die Ermittler sein.

UPDATE (21. August, 14:50 Uhr):

Mit Hochdruck arbeiten derzeit die Soko Radweg und die Staatsanwaltschaft Bayreuth an der Aufklärung des Gewaltverbrechens, bei dem in der Nacht zum Mittwoch (19. August) ein 24 Jahre alter Mann in Bayreuth getötet wurde. Ermittler führen umfangreiche Befragungen von Anwohnern und täglich Spurensicherungsmaßnahmen auf dem weitläufigen Tatgelände durch. Die umfangreichen Suchmaßnahmen wurden am Freitag (21. August) fortgesetzt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

30-köpfige Sonderkommission wertet gesicherte Spuren aus

Die derzeit über 30-köpfige Sonderkommission, die sich aus Beamten verschiedener oberfränkischer Polizeidienststellen zusammensetzt, wertet derzeit die gesicherten Spuren auch in Zusammenarbeit mit der Rechtsmedizin aus und geht den Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Auch Beamte der Operativen Fallanalyse (OFA) aus München sind in die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei Bayreuth eingebunden. m Rahmen der akribischen Suche pumpten die Beamten am Donnerstag (20. August) mit Hilfe der Feuerwehr auch ein größeres Wasserauffangbecken ab.

UPDATE (18:40 Uhr):

Wie das Polizeipräsidium Oberfranken am späten Mittwochnachmittag mitteilte, konnten die Ermittler nach dem Fund der Leiche eines 24-jährigen Bayreuthers (laut BILD-Zeitung: Fachinformatiker und PC-Experte Daniel W.) über den Tag neue Erkenntnisse gewinnen. Zur Aufklärung des Gewaltverbrechens wurde jetzt die Sonderkommission „Radweg“ eingerichtet.

Bayreuther gegen Mitternacht mit dem Rad unterwegs

Der 24-jährige Bayreuther war nach aktuellem Stand der Ermittlungen im Zeitraum zwischen Dienstag (23:00 Uhr) und Mittwoch (0:45 Uhr) mit dem Fahrrad auf dem Fuß- und Radweg zwischen der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Fraunhoferstraße im Bayreuther Stadtteil Oberkonnersreuth unterwegs. Dabei fuhr das Opfer mit einem schwarz-blauen Fahrrad der Marke Cube und trug eine schwarze, lange Hose sowie ein schwarzes T-Shirt und einen schwarzen Rucksack.

Polizei spricht von einer massiven Gewalteinwirkung

Zur Aufklärung des Sachverhalts waren Beamte der Spurensicherung und mehrere Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei für umfangreiche Suchmaßnahmen im Einsatz. Die weiteren Ermittlungen dauern derzeit an. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth gehen aufgrund der Erkenntnisse aus der Obduktion wegen der massiven Gewalteinwirkung gegen den 24-Jährigen von einem Tötungsdelikt aus. Laut BILD-Informationen wies das Opfer zahlreiche Schnittwunden auf. Wie die Zeitung weiter schreibt, fand die Spurensicherung am Fundort der Leiche einen Hammer. Wertsachen sollen dem Opfer allerdings nicht gefehlt haben!

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Ermittler suchen Zeugen

Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Hinweise unter dem eigens für den Fall eingerichteten Hinweistelefon. Dabei bittet die Soko neben den Auffälligkeiten aus der Tatnacht auch verdächtige Beobachtungen rund um den Bereich Oberkonnersreuth und Storchennest zu melden, die bereits in den Stunden und Tagen vor der Tat gemacht wurden. Zeugen, die entsprechende Hinweise geben können, zum Beispiel zu verdächtigen Personen, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Bayreuth unter der Tel.-Nr. 0921/506-2444 zu melden.


UPDATE (14:30 Uhr):

An der Leiche des 24-jährigen Mannes aus Bayreuth entdeckten die Ermittler laut eigenen Aussagen "diverse Anzeichen von Gewalteinwirkung". Dazu ein Statement von Fabian Metzler, Pressesprecher beim Polizeipärsidium Oberfranken. Somit ermitteln Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth derzeit hinsichtlich eines Gewaltverbrechens. Der Leichnam befindet sich derzeit bei der Rechtsmedizin für eine Obduktion. Nähere Informationen hiervon gibt es noch nicht.

Leiche in Bayreuth gefunden: Kripo geht von einem Gewaltverbrechen aus

UPDATE (13:14 Uhr):

Wie die Bayreuther Polizei auf Nachfrage von TVO mitteilte, gehen die Ermittler aktuell von einem Tötungsverbrechen aus. Weitere Einzelheiten konnte die Kriminalpolizei mit dem Verweis auf die aktuellen Ermittlungen und Untersuchungen nicht mitteilen.


ERSTMELDUNG (09:02 Uhr):

In der Nacht zum Mittwoch (19. August) entdeckten zwei Passanten im Bayreuther Stadtteil Oberkonnersreuth auf dem Fuß- und Radweg zwischen Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Frauenhoferstraße eine Leiche. Die Todesursache ist bislang noch unklar. Die Kripo Bayreuth nahm hierzu die Ermittlungen auf. 

Staatsanwaltschaft ordnet Obduktion an

Gegen 0:45 Uhr entdeckten die beiden Passanten den leblosen Bayreuther (24). Nachdem sie den Rettungdienst verständigt hatten, stellte ein Notarzt nur noch den Tod des 24-Jährigen fest. Die Polizei sperrte die Örtlichkeit anschließend weiträumig ab. Ein Polizeihubschrauber war ebenso im Einsatz. Die Kripo nahm unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bayreuth noch in der Nacht vor Ort die Ermittlungen, unter anderem zur Todesursache, auf. Die Staatsanwaltschaft ordnete zudem die Obduktion des jungen Mannes an.

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Aufnahmen vom Fundort der Leiche aus der Nacht
Bayreuth: 24-Jähriger in der Nacht tot auf Fußweg gefunden!
(Unkommentierte Aufnahmen / Bq.: News5)
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