Tag Archiv: Starkstrom

Marktredwitz (Lkr. Wunsiedel): Einbrecher durchtrennt 20.000 Volt-Leitung!

 

 Am frühen Mittwochmorgen, gegen 04.20 Uhr, drangen unbekannte Täter in die Trafostation des UNNA-Heims im Marktredwitzer Stadtwald ein. Durch einen Lichtschacht und ein durchtrenntes Gitter gelangten sie in das erste Zimmer des Innenraums. Dort entwendeten sie Kupfer- und Aluschienen.

 

Drei Meter hohe Stichflamme ausgelöst

Auf der Suche nach weiterer Beute kamen die Einbrecher jetzt zu den früheren Umspannern des Heimes, die allerdings stromlos sind. Eine Verbindungsleitung der Energieversorgung Selb-Marktredwitz ist aber dort noch mit 20000 Volt unter Strom. Ein unbekannter Täter wollte genau dieses Stromkabel durchtrennen. Dabei kam es zuerst zu einem Netzerdschluß, ca. 5 Minuten später verschmorten die anderen Leitungen. Dies geht mit einer Verpuffung und einer 3-Meter hohen Stichflamme einher.

 

Täter vermutlich schwerst verletzt

Laut Angaben der ESM-Mitarbeiter müßte der Täter schwerste Verletzungen davon getragen haben. Ein total verschmorter Bolzenschneider lag noch in der Trafostation. Im Umspanner war alles verschmort und verrust. Die unbekannten Einbrecher verließen die Trafostation über einen weiteren Lichtschacht an der Rückseite.

 

Suche mittels Polizeihubschrauber

Da davon auszugehen war, dass der verletzte Täter evtl. im angrenzenden Wald liegt, wurde der Wald mittels eines Polizeihubschraubers abgesucht. Es konnte niemand gefunden werden. Der Sachschaden beträgt 2000 Euro. Ein paar Kupferdrähte und Aluschienen, die die Einbrecher noch abtransportieren konnten, schlagen mit 400 Euro zu buchen

 


 

Landwirtschaftsminister Friedrich äußert sich zu Stromtrassendebatte

In die Diskussion um mögliche Verläufe einer Starkstromtrasse durch Oberfranken hat sich nun auch Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich zu Wort gemeldet. Wörtlich ließ der Hofer verlauten:

„Die Energiewende verlangt neue Wege. Die damit verbundenen Maßnahmen können vielfach auch als Belastung empfunden werden. Aus diesem Grund ist es dringend notwendig, die Bevölkerung und die vor Ort zuständigen Politiker mit einzubeziehen. Bürger und Kommunalpolitiker dürfen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Diese müssen bei Entscheidungen frühzeitig eingebunden werden. Dies ist ein Grundsatz, den auch das Unternehmen Amprion beherzigen muss.“

 


 

 

Weißenbrunn (Lkr. CO): Bürger unter Strom – Kampf gegen Starkstromleitung

Eine Starkstromleitung vor der Haustür. Dieses bedeutet bis zu 80 Meter hohe Masten in der unmittelbaren Nähe. Das droht im nördlichen Landkreis Coburg aber bald Realität zu werden. Die Bewohner in Weißenbrunn vorm Wald wollen das mit allen Mitteln verhindern. Sie wehren sich gegen den Bau der 380 kiloVolt-Leitung und tun ihre Meinung auch lautstark kund. Insgesamt zehn Demonstrationen veranstalten sie in den letzten Wochen. Sie schließen sich an den Verbund „Achtung Hochspannung“ an, und wollen so gemeinsam den Bau der sogenannten Stromautobahn verhindern. Mehr ab 18.00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.

 

(Foto: 50Hertz)