Fr., 23.10.2026 , 22:13 Uhr

Hof

60. Hofer Filmtage: Alisa Kolosova und Grigory Shklyar gewinnen den Granit – Hofer Dokumentarfilmpreis

Regisseurin Alisa Kolosova und Regisseur Grigory Shklyar erhalten den Preis für ihren Film WIE ERINNERN

Im Rahmen der 60. Internationalen Hofer Filmtage wurde am Freitag (23. Oktober) der Granit – Hofer Dokumentarfilmpreis verliehen. In diesem Jahr wurden Alisa Kolosova und Grigory Shklyar für ihren Film WIE ERINNERN mit dem Preis geehrt.

Alisa Kolosova gewann 2021 bereits den Hofer Goldpreis

Alisa Kolosova und Grigory Shklyar kamen aus unterschiedlichen künstlerischen Richtungen zur Filmregie. Alisa Kolosova, geboren in Sankt Petersburg und im Bergischen Land aufgewachsen, studierte zunächst Slawistik, bevor sie von 2017 bis 2021 Regie an der ifs Internationale Filmschule Köln studierte. Mit ihrem Abschlussfilm CHARLY feierte sie 2021 Premiere auf den Internationalen Hofer Filmtagen, wo sie den Hofer Goldpreis für die beste Nachwuchsregie erhielt.

Grigory Shklyar – vom Theater zum Film

Grigory Shklyar ist ebenfalls in Russland geboren und in Innsbruck aufgewachsen. Er studierte Literaturwissenschaft, bevor er sich der Theaterregie zuwandte. Nach seinem Regiestudium an der Otto-Falckenberg-Schule in München sammelte er Erfahrungen als Regieassistent und Theaterregisseur. Neben seiner Arbeit am Theater entwickelte er sich zum Videokünstler und Filmschaffenden.

Ein Film über das Erinnern an die Leningrader Blockade und das Bewahren der Geschichte

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Leonid Berezin, der als Zwölfjähriger die Leningrader Blockade im Zweiten Weltkrieg überlebte. Im Alter von 95 Jahren setzt er sich in Berlin gemeinsam mit anderen Überlebenden und Zeitzeugen dafür ein, die Erinnerung an dieses weitgehend vergessene NS-Kriegsverbrechen wachzuhalten. Doch im Angesicht des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine spürt Leonid selbst, wie seine und die Stimmen seiner Mitstreiter zunehmend überhört und unbedeutend werden.

Granit zeichnet den besten langen deutschsprachigen Dokumentarfilm aus

Der mit 7.500 Euro dotierte Preis würdigt die Vielfalt und Qualität des Dokumentarfilmschaffens im deutschsprachigen Raum. Die in Hof ansässige Hermann und Bertl Müller Stiftung zeichnet dabei seit 2015 den besten langen Dokumentarfilm aus deutscher, österreichischer oder schweizerischer Produktion aus. Bildhauer und Dozent Mohamed Naguib setzte in Zusammenarbeit mit dem Fortbildungszentrum den aus Granit bestehenden Filmpreis um.

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