Bei den 60. Hofer Filmtagen wurde am Freitag (23. Oktober) der Friedrich-Baur-Goldpreis verliehen. Als Gewinnerin wurde in diesem Jahr Regisseurin Marleen Valien ausgewählt.
Frühe Erfolge: Marleen Valien überzeugte schon mit ihrem ersten Kurzfilm
Marleen Valien wurde 1995 in Berlin geboren und fand ihren Weg zum Film über das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin. Anschließend studierte sie Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Bereits ihr erster Kurzfilm HOT DOG wurde auf zahlreichen nationalen und internationalen Filmfestivals präsentiert.
Was passiert, wenn Kinder die Verantwortung der Eltern tragen müssen?
Paradeisa erzählt von einer Familie, in der die Rollen zwischen Eltern und Kindern aus dem Gleichgewicht geraten. Als der Vater Edgar beschließt, seinen Tod vorzutäuschen, um den Wert seiner Kunstwerke zu steigern, lässt sich seine Tochter Lou auf den makabren Plan ein. Dabei wird deutlich, wie sehr sie unter der schwierigen Beziehung zu ihrem Vater leidet und wie sie allmählich versucht, sich von ihm zu lösen. Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn Kinder früh Verantwortung übernehmen müssen und die Erwachsenen ihrer eigenen nicht gerecht werden.
Mit einem Wert von rund 35.000 Euro höchst dotierter Regie-Nachwuchspreis Deutschlands
Der Goldpreis besteht aus zertifiziertem Gold und hat einen aktuellen Wert von rund 35.000 Euro. Damit ist er der höchst dotierte Nachwuchs-Regiepreis an eine Einzelperson in Deutschland. Über die Vergabe entscheidet jährlich wechselnde Einzelperson aus den Reihen der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Diese wählt den Preisträger aus und begleitet ihn anschließend ein Jahr lang als Mentor.