Fr., 02.01.2026 , 11:33 Uhr

Oberfranken

Auch in Oberfranken spürbar: Stärkstes Erdbeben im Vogtland seit 2021

„Dachten noch, ein schwerer Zug fährt am Gleis“

Am 1. Januar ereignete sich nahe Luby in Tschechien ein Erdbeben der Magnitude 2,9 in acht Kilometern Tiefe. Dies zeigen die Auswertungen des Thüringer Seismologischen Netzes (TSN) in Luby. Die Erschütterungen wurden sowohl auf sächsischer als auch auf bayerischer Seite wahrgenommen. Auch in Oberfranken war das Beben mit einem lauten Grollen spürbar. Viele Bürgerinnen und Bürger berichten im Netz von ihren Erfahrungen. Damit war es das stärkste Erdbeben im Vogtland seit 2021.

„Dachten noch, ein schwerer Zug fährt am Gleis“ – User aus Oberfranken berichten von ihren Erlebnissen

Auch in Teilen Oberfrankens wurde das Erdbeben wahrgenommen. Laut einer Karte von „Erdbebennews“ war das Beben im Raum Wunsiedel und Hof spürbar. Anwohner berichten im Netz, dass sie das Beben als ein lautes Grollen wahrgenommen hätten: „Dachten noch, ein schwerer Zug fährt am Gleis“, schreibt ein User aus Marktleuthen. Ein weiterer User aus Marktredwitz berichtet, dass seine Tiere im Stall unruhig wurden. Die Pferde und Hunde hätten sich lange nicht beruhigen lassen. Leichtes Wackeln des Bodens, sodass die Lampen schaukelten, berichtet eine Userin aus Rehau.

Weitere Nachbeben sind nicht ausgeschlossen

Spürbar war das Beben vermutlich für bis zu 260.000 Menschen. Mehrere kleinere Erdbeben folgten in den ersten Minuten. In den letzten Wochen haben viele kleine Beben zwar einen Teil der Spannung in der Erde abgebaut, an manchen Stellen aber auch neue Spannung aufgebaut. Nach längeren Erdbebenschwärmen kommt es häufig vor, dass Wochen oder Monate später an denselben Stellen stärkere Beben auftreten. Diese gehören nicht mehr zum eigentlichen Schwarm, sondern sind eher wie „Nachbeben“, die ihrerseits kleine Nachbeben auslösen können. Trotzdem kann es nach solchen stärkeren Beben immer noch passieren, dass der ursprüngliche Schwarm wieder aktiv wird – besonders, wenn in der betroffenen Störungszone weiterhin Fluide im Spiel sind.

 

Programmtipp: TV Oberfranken berichtet zum Erdbeben an diesem Freitag (2. Januar) in Oberfranken Aktuell. Die Sendezeiten sind 18 Uhr im Kabel und 19 Uhr via SAT auf Franken Plus sowie online auf tvo.de in der Mediathek

Erdbeben Luby Oberfranken Tschechien

Das könnte Dich auch interessieren

16.09.2026 Oberfranken schrumpft: Immer weniger Menschen in der Region In Bayern ist die Zahl der Einwohner im ersten Halbjahr 2026 laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik zurückgegangen. Am 30. Juni 2026 lebten rund 13,23 Millionen Menschen im Freistaat. Ende des Jahres 2025 waren es noch 13.245.503 Personen. 16.09.2026 Herbst auf den oberfränkischen Straßen: Sicher durch Wind und Wetter! Dunst oder Nebel über der Fahrbahn, nasses Laub, tief stehende Sonne am Morgen und früher einsetzende Dunkelheit am Abend: Im September und Oktober verändern sich die Bedingungen für Autofahrer spürbar. 16.09.2026 Schutz für Igel & Co.: Wenn der Garten zum Winterquartier wird Wenn im Herbst die Blätter zu Boden fallen und sich der Garten langsam auf den Winter vorbereitet, greifen viele Gartenbesitzer zu Besen und Rechen. Doch für die heimische Tierwelt ist ein aufgeräumter Garten nicht unbedingt die beste Lösung. Wer an einigen Stellen bewusst etwas Natur und Unordnung zulässt, kann damit zahlreichen Tieren einen wichtigen Zufluchtsort schaffen. 09.09.2026 Oberfranken / Deutschland: Sechster bundesweiter Warntag am 10. September 2026 Am Donnerstag (10. September) findet der diesjährige bundesweite Warntag statt. An diesem Aktionstag erproben Bund und Länder sowie die auf freiwilliger Basis teilnehmenden Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Übung ab etwa 11:00 Uhr ihre Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung.