Mi., 05.11.2025 , 18:10 Uhr

STadt Bayreuth

Bayreuther Amigo-Affäre: Ex-Stadtrat Hofmann offiziell als befangen eingestuft

Regierung von Oberfranken bestätigt Ergebnis

Der als Konsequenz aus der Amigo-Affäre zurückgetretene Bayreuther Stadtrat Frank Hofmann ist hinsichtlich der skandalträchtigen Sitzung des Stadtratsgremiums vom 29. Januar dieses Jahres in Sachen Bebauungsplanverfahren "Universitätsstraße Teilbereich Nord" offiziell als befangen eingestuft worden. Das hat die Stadt Bayreuth am Mittwoch (05. November) bekannt gegeben.

Rechtsreferat stuft Ex-Stadtrat Hofmann als befangen ein

Das Rechtsreferat der Stadt Bayreuth hatte demnach in den vergangenen Tagen eine mögliche Befangenheit des Stadtratsmitglieds Frank Hofmann intensiv geprüft. Hofmann hatte selber um diese Überprüfung gebeten und war im Vorfeld der jüngsten Stadtratssitzung von seinem Stadtratsmandat zurückgetreten.

"Das Rechtsreferat hat den Fall eingehend geprüft und dabei auch eine rechtsaufsichtliche Beratung der Regierung von Oberfranken eingeholt. Die Regierung von Oberfranken bestätigt das Prüfungsergebnis des Rechtsreferats der Stadt, dass Frank Hofmann aufgrund seiner Maklertätigkeit ein individuelles Interesse an der Änderung des Bebauungsplanes hatte und somit von der Beratung und Beschlussfassung gemäß Bayerischer Gemeindeordnung auszuschließen gewesen wäre", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

 

Amigo-Affäre sorgt für Wirbel

Eine Ungültigkeit des Stadtratsbeschlusses vom 29. Januar sei damit jedoch nicht gegeben, da das Gremium die Änderung des Bebauungsplans seinerzeit einstimmig beschlossen hatte. Hofmanns Stimme sei daher nicht entscheidend für das Abstimmungsergebnis. Aufgrund der Affäre sahen sich bereits die beiden langjährigen Bayreuther CSU-Stadträte Hohl und Wedlich zum Rücktritt gezwungen.

Skandal um Bayreuther Stadträte

Beide hatten über das Bauprojekt abgestimmt, in das sie selbst involviert waren und aus dem sie wahrscheinlich, wenn auch in ferner Zukunft, einen finanziellen Vorteil ziehen werden. Hohl und Wedlich waren somit befangen, setzten im Vorfeld der Abstimmung aber niemanden darüber in Kenntnis – ähnlich wie der Immobilienmakler Hofmann.

Ausgabe von "Nachgefragt" zur Bayreuther Amigo-Affäre

Nachgefragt: Die Amigo-Affäre in Bayreuth und die Folgen
Amigo-Affäre Bayreuth Frank Hofmann Stadtrat Wolfsbach

Das könnte Dich auch interessieren

20.01.2026 Amigo-Affäre in Bayreuth: Stadträte müssen Ordnungsgeld zahlen Wochenlang hatte die sogenannte Amigo-Affäre im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt – jetzt ist sie, zumindest was ihre Konsequenzen im Bayreuther Stadtrat angeht, ad acta gelegt. Das Gremium hat sich dazu entschlossen, gegen Michael Hohl, Christian Wedlich und Frank Hofmann ein Ordnungsgeld zu verhängen. In welcher Höhe ist allerdings unbekannt. 06.10.2025 Amigo-Affäre in Bayreuth: Michael Hohl wird nicht mehr für Stadtrat kandidieren Die sogenannte "Amigo-Affäre" in Bayreuth zeiht weitere Kreise. Nun hat Altoberbürgermeister Michael Hohl angekündigt bei der nachästen Kommunalwahl 2026 nicht mehr für die CSU-Stadtratsliste zu kandidieren. Vorangegangen waren Diskussionen um eine Abstimmung im Stadtrat zum  Bebauungsplanverfahren im Stadtteil Wolfsbach. 06.01.2026 Einbruch in Firmengebäude: Polizei in Bayreuth sucht Zeugen Unbekannte Täter sind am Sonntag (4. Januar) in ein Firmengebäude in der Gottlieb-Keim-Straße im Bayreuther Ortsteil Wolfsbach eingebrochen. 12.11.2025 Ewige Baustelle Friedrichsforum in Bayreuth: Auftaktveranstaltung wird abgesagt Die für Mitte Februar kommenden Jahres geplante Auftaktveranstaltung im Friedrichsforum Bayreuth zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele wird nicht stattfinden. Damit verzögert sich der Eröffnungstermin erneut.