Tag Archiv: Stadtrat

Politisches Erdbeben in Hof: Reinhard Meringer verlässt die SPD!

Reinhard Meringer, Hofer Stadtrat seit 1984 und ehemaliger Fußballer für die SpVgg Bayern Hof verlässt nach mehr als 45 Jahren die SPD. Gründe für seinen Austritt seien vor allem die gegenwärtige SPD-Kommunalpolitik. Zudem wurde er auf der Kandidatenliste für die Kommunalwahlen 2020 ursprünglich nicht aufgeführt. Er sei wütend und enttäuscht, so Meringer in einer ersten Reaktion.

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Bayreuth: Wird Richard Wagner bald die Ampeln der Wagnerstadt zieren!?

Richard Wagner als Ampelmännchen könnte es bald in Bayreuth geben. Das haben nämlich vier Stadträte beantragt. Den Entwurf dazu haben Vertreter der SPD, der Grünen, der Bayreuther Gemeinschaft und eine Parteilose der Bayreuther Verwaltung vorgelegt.

 

Karikaturist Matthias Ose entwirft Motiv

Das neue Ampelmännchen zeigt den grünen, gehenden Richard Wagner mit Taktstock und die Silhouette des stehenden Wagners in rot. Entworfen ist das Männchen vom Karikaturisten Matthias Ose. Vorgesehen sind die neuen Ampelmännchen für vier Fußgängerüberwege um das Bayreuther Festspielhaus. Die Verwaltung muss jedoch zunächst den Antrag prüfen, ob durch die Wagner-Ampelmännchen eine Gefahr für den Verkehr besteht oder nicht.

© Stadt Bayreuth

Bayreuth: Ansiedlung von XXXLutz wird konkreter

Die Ansiedlung des Möbelriesen XXXLutz in Bayreuth wird konkreter. Der Grund: Das Streitthema des sogenannten „innenstadtrelevanten Angebots“ ist vom Tisch. Im Detail ging es hierbei um Waren, die es eben auch in der Innenstadt zu kaufen gibt, wie unter anderem Heimtextilien oder Haushaltswaren. Weiterlesen

Bayreuth: Benedikt Stegmayer wird neuer Kulturreferent

Der Bayreuther Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung (30. Januar) die Personalie für die künftige Leitung des städtischen Kultur- und Tourismusreferats gestellt. Das Gremium wählte Benedikt M. Stegmayer für die Dauer von sechs Jahren zum Berufsmäßigen Stadtratsmitglied und zum Referenten für die Bereiche Kultur und Tourismus der Wagnerstadt. Der gebürtige Rosenheimer arbeitet derzeit als Leiter des Kulturamts der Stadt Esslingen am Neckar. Weiterlesen
© Pixabay /  CC0 Public Domain / Symbolbild

Hof: Stadtrat macht Weg für Abschiebegefängnis frei

Hof ist dem vom Freistaat Bayern geplantem Abschiebegefängnis für abgelehnte Asylbewerber einen Schritt näher gekommen. Dass auf dem Gelände überhaupt gebaut werden kann, ist jetzt der Bebauungsplans geändert worden. Vier Stadträte stimmten dagegen Der Stadtrat hat nun den Bebauungsplan der ehemaligen Straßenmeisterei, mit vier Gegenstimmen, in ein „Sondergebiet Justiz“ geändert. Dadurch ist der Weg jetzt frei für die vom Freistaat geplante Abschiebe-Haftanstalt für Flüchtlinge mit abgelehntem Asylantrag. Hofer Gefängnis soll eigenständig werden Die bereits bestehende Justizvollzugsanstalt der Saalesadt soll mit dem angrenzenden Neubau zur eigenständigen Behörde werden. Bislang ist sie Bayreuth zugeordnet. Mit dem Abschiebegefängnis sollen 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Hof würde mit den rund 150 Haftplätzen zu Bayerns größter solcher Abschiebeeinrichtung.

Selb: Stadt will Kino kaufen

Nach langer Diskussion hat der Stadtrat in Selb (Landkreis Wunsiedel) am Mittwoch (17. Mai) mit 15 zu 8 Stimmen beschlossen, das Kino-Center Selb zu kaufen und somit zu retten. Das etwas in die Jahre gekommene Lichtspielhaus soll jetzt zum Kulturzentrum mit Kino umgebaut werden, die Stadt soll dabei selbst als Betreiber fungieren. Der Kaufpreis liegt bei 350.000 Euro, die Sanierung wird auf weitere 250.000 Euro geschätzt, die allerdings zum Großteil die Selber Wirtschaft zur Verfügung stellen will. Damit sind auch die Grenzlandfilmtage vorerst gerettet.

© Deutsche Bahn / Wolfgang Klee

LIVETICKER: Bamberg: Stadtrat entscheidet zum Bahnausbau

Der Bamberger Stadtrat kommt heute (6.März) zu einer Sondersitzung zusammen. Es geht um die Entscheidung zum Bahnausbau. TVO berichtet hier live aus dem Sitzungssaal.

14Uhr30 - Oberbürgermeister Andreas Starke eröffnet die Sitzung. Erster Hinweis: die Redezeit soll für die Fraktionschefs maximal10 Minuten, für die Redner danach maximal fünf Minuten betragen. Der OB will offenbar ein Mammutsitzung bis in die Nacht verhindern. Und er stimmt Berichten aus der überregionalen Presse zu: Ja, Bamberg habe sich lange Zeit gelassen, seit gut sechs Jahren läuft die Diskussion.

14Uhr41 - "Wir wollten die beste Variante für Bamberg finden." So fasst Andreas Starke den Prozess der letzten sechs Jahre zusammen. Es ging der Stadt laut Starke um das Thema Welterbe (hohe Lärmschutzwände hätten diesen Status gefährden können), es ging um den Lärmschutz (vor allem im Süden der Stadt), es ging auch um einen S-Bahn-Halt im Bamberger Süden. Andreas Starke wird für den ebenerdigen Ausbau stimmen.

14Uhr44 - Der OB wirft den Blick voraus. Mit der Entscheidung (die nur eine Empfehlung darstellt) beginnt der Dialog mit der Deutsche Bahn erst richtig. U.a. sollen die Lärmschutzwände an die Gegebenheiten in den Stadtteilen angepasst werden. Auch ist offen, wie die Baumaßnahmen an Unterführungen und Brücke angegangen werden. Die Stadt will natürlich einen Verkehrskollaps verhindern.

14Uhr49 - Stadtbaureferent Thomas Beese erläutert das Thema Lärmschutzwände. Einst war von bis zu acht Meter hohen Wänden die Rede. Die Höhe soll nun bei maximal 3 Meter 50 liegen.

14Uhr57 - Der Fachvortrag geht weiter. U.a. heißt es, dass der vermehrte Einsatz von Schallschutzfenstern in manchen Bereichen auch 2 Meter 50 hohe Wände möglich machen könnte.

14Uhr58 - Thomas Beese kommt nun zur Bewertung der Varianten nach bestimmten Kritierien. Er beginnt mit dem ICE-Halt. Vier Gleise würden ein attraktives Angebot auch für Umsteiger schaffen.

15Uhr00 - Wer mag: auf der Internetseite der Stadt Bamberg kann man sich die Sitzungsunterlagen anschauen. Und zwar hier.

15Uhr01 - Nun geht es um den Lärmschutz. Die Gleichung lautet "Ohne Ausbau kein Lärmschutz". Allerdings hätte ein Tunnel laut Thomas Beese Vorteile beim Lärmschutz und beim Stadtbild. 

15Uhr02 - Das Thema Welterbe hat der OB schon abgearbeitet. Das Thema Gartenbau steht nun an. "Alle Varianten greifen ins Gärtnerland ein", so Beese. Ein Hinweis vom Stadtbaureferenten: in der Vergangenheit hätten viele Gärtner gerne Flächen für Projekte abgegeben. 

15Uhr05 - Auch die Ostumfahrung wird von Thomas Beese behandelt. Dieser Variante stehe das Thema Grundwasserschutz im Weg. Massive Eingriffe in den Hauptsmoorwald wären die Folge. Vertreter der AG Bahnsinn sind im Saal. Das Bündnis setzt sich bis heute für die Ostumfahrung ein. Der Stadtrat hat diese Variante aber bereits 2016 abgelehnt.

15Uhr07 - Thema Verkehr: "Ohne vier Sperrungen geht es nicht", so Beese. U.a. wären wohl die Brücken an der Kronacher Straße und am Pfisterberg "fällig" für einen Abriss, wenn der ebenerdige Ausbau kommt. Auch die Unterführungen, zB in der Memmelsdorfer Straße, müssen neu gebaut werden. Der Kurztunnel würde vor allem im Süden im Bereich Forchheimer Straße/ Münchner Ring für Baumaßnahmen (und Verkehrssperrungen) sorgen.

15Uhr10 - "Der Ausbau wird nie schön", so Beese zum Thema Baustellenverkehr. Der wird laut dem Referenten vor allem über die Straße abgewickelt.

15Uhr11 - Last but not least: Es geht ums Geld. Beese stellt sich dem Argument, man müsse nur heftig genug die teuren Varianten fordern - der Bund würde schon zahlen. Daran mag die Verwaltung nicht glauben. "Der Freundeskreis könnte am Ende im Bundestag nicht so groß sein", so Beese. Der Bund zahlt ja den Ausbau, die Stadt muss aber Kosten z.B. beim Ausbau der Straßen tragen.

15Uhr14 - "Das nahe liegende ist manchmal das Beste." So schließt Thomas Beese seinen Vortrag, der am Ende ein Plädoyer für den ebenerdigen Ausbau war.

15Uhr18 - Jetzt sagt es einer: "Es ist ein historischer Tag für Bamberg." So eröffnet Helmut Müller von der CSU. Die Aussprache beginnt also.

15Uhr19 - Die CSU wird für den ebenerdigen Ausbau stimmen. Warum, legt Müller nun dar.

15Uhr20 - "Die Bahn wird bauen", so Müller. Der Stadtrat könne das nicht entscheiden, aber ein Angebot der Deutschen Bahn annehmen, die Stimme der Bamberger Bürgerinnen und Bürger zu sein. 

15Uhr21 - "Wir hoffen auf eine Entscheidung mit breiter Mehrheit", so Helmut Müller. Legt sich der Stadrat nicht fest, glaubt der CSU-Mann daran, dass die Bahn "für uns entscheiden wird."

15Uhr22 - Müller fordert einen S-Bahn-Halt im Süden, der in zwei Himmelsrichtungen erreichbar sein soll. Die Gärtner sollen Ausgleichsflächen bekommen.

15Uhr24 - Und jetzt der unvermeidliche Fußballvergleich: "Der Ball liegt auf dem Elfmeterpunkt. Wir müssen ihn nur verhandeln."

15Uhr25 - Die CSU sieht durch die lange Diskussion wertvolle Zeit als verloren an. Die vielen neuen Gutachten hätten letztlich die Haltung der Bahn bestätigt, ebenerdig ausbauen zu wollen, so Müller.

15Uhr26 - Müller: "Die CSU hat Forderungen." Und diese sind...

15Uhr27 - Vorher gilt der Dank der Verwaltung und den Bürgern, die sich in den Prozess eingebracht hätten.

15Uhr28 - ...ICE-Halt für "alle Zeiten" festschreiben.

15Uhr29 - S-Bahnhof im Süden und Lärmschutz, zu dem es einen Wettbewerb geben soll.

15Uhr30 - Das Welterbe will die CSU (natürlich) auch schützen.

15Uhr31 - Und die CSU fordert eine Aufwertung des Bahnhofsbereichs. Das "JA" der CSU sei eins mit Bauchschmerzen und Vorbehalten. Aber man müsse verantwortlich handeln, so Helmut Müller. "Wer nichtweiß wohin er will, darf sich nicht wundern, wenn er dort nicht ankommt."

15Uhr32 - Es geht mit der nächstgrößten Fraktion weiter... der SPD.

15Uhr33 - Die SPD plädierte zuletzt dafür, NICHT auszubauen. Objektiv kann man die SPD verstehen: die Neubaustrecke zwischen Erfurt und Nürnberg funktioniert auch ohne Ausbau insgesamt gut.

15Uhr34 - Klaus Stieringer, der Fraktionschef, deutet aber an, dass der Ausbauverzicht wohl fallen könnte. Ändert die SPD-Fraktion ihre Haltung, ist eine Mehrheit für einen ebenerdigen Ausbau möglich.

15Uhr36 - "Eine Diskussion ohne Sieger", so wertet Klaus Stieringer den Verlauf der letzten Wochen und Monate.

15Uhr38 - "Die Menschen erwarten eine Entscheidung!" 

15Uhr39 - Die Entscheidung muss laut Klaus Stieringer mit einem Forderungskatalog verbunden werden. Dann werde aus dem Monster Bahnausbau ein Scheinriese. "Schön ist er aber nicht", so der Fraktionschef der SPD.

15Uhr41 - Die Forderungen kämen z.B. der Wirtschaft und den Gärtnern zugute. 

15Uhr42 - "Wir hätten die Nulllösung angestrebt", so Stieringer. "Aber wir wollen den Ausbau wenigstens kritisch begleiten." Damit wird es er SPD-Fraktionschef gleich sagen: die SPD stimmt für den ebenerdigen Ausbau.

15Uhr43 - Klaus Stieringer kündigt ein einstimmiges Votum seiner Fraktion für den ebenerdigen Ausbau an. Er habe als Fraktionschef es jedem Mitglied freigestellt, wie er oder sie abstimmen will. Letztlich seien alle dafür.

15Uhr44 - Und nun Ursula Sowa von der GAL. Sie sieht den Ausbau kritisch und würde die Abstimmung an diesem Tag gerne aufschieben. "Es geht ja um ein Jahrhundertprojekt", so Sowa.

15Uhr45 - Ursula Sowa: "Ich sehe nur Fließtext und Skizzen... keine richtigen Pläne." Sowa ist Architektin, kennt sich mit Plänen also aus. 

15Uhr46 - Sowa will der Deutschen Bahn keinen "Blankoscheck" ausstellen.

15Uhr47 - "Wo ist die Verbindlichkeit?" -Diese Frage geht in Richtung der Deutschen Bahn, u.a. ist der Bevollmächtigte Klaus-Dieter Josel anwesend.

15Uhr48 - Das "Erschütterungsvolumen" sei laut Ursula Sowa nicht geklärt und mitunter mit mehr Auswirkungen verbunden als der Lärm. 

15Uhr49 - Auch die Höhe der Wände ist für die GAL entscheidend. Sie mahnt an, dass eine Erhöhung des Gleisbetts auch eine Erhöhung der Lärmschutzwände nach sich ziehe. Und neue Lärmschutzmethoden fänden keine Anwendung. Das sei fahrlässig.

15Uhr51 - Ursula Sowa würde gerne abwarten, bis auch eine Ostumfahrung geprüft ist, wie es mit dem Gutachten von VWI geschehen ist. "Das sind wird den Bürgern schuldig, die diese Variante wollen", so Sowa.

15Uhr52 - Ursula Sowa: "Wir als GAL können nicht entscheiden heute:" Eine "zweite Lesung" könnte aber zu einem Konsens führen.

15Uhr54 - Nun Dieter Weinsheimer von der Bamberger Allianz... der steigt ein mit: "Die Bürger sind es satt, das Thema Bahn durchzukauen."

15Uhr55 - Weinsheimer will keine Detaildiskussion. Und kürzer reden als die Vorredner. 

15Uhr56 - Weinsheimer: "Nicht alle Bürger wollen den Ausbau." Er erinnert an den Applaus für den Tunnel und die Ostumfahrung bei öffentlichen Veranstaltungen. 

15Uhr57 - Die Ostumfahrung hätte aus Sicht der Bamberger Allianz auch geprüft werden sollen. 

15Uhr58- "Im Finale stehen der ebenerdige Ausbau und eine Tunnellösung... kurz oder lang... da kann die Bahn noch viel machen."

15Uhr59 - Weinsheimer: "Entscheidung soll heute kommen... die Bürger wollen nicht mehr darüber diskutieren..."

16Uhr00 - Weinsheimer: "Neben dem Gutachten war die Meinung der Leute auch entscheidend. Und da wollen viele einen Tunnel auch auch die Ostumfahrung."

16Uhr02 - Laut Weinsheimer gibt es aber auch Befürworter des Ausbaus im Bestand unter den Bürgern. Er sieht da einen Patt zum Tunnel.

16Uhr03 - Weinsheimer: "Wir wollen eine Abstimmung zum Tunnel."

16Uhr04 - Die Bamberger Allianz will, dass die Abstimmung vor dem Entwurf der Verwaltung zur Abstimmung kommt.

16Uhr06 - Der Antrag soll in die Richtung gehen: der Tunnel bleibt als "Plan B" im Spiel, neben dem ebenerdigen Ausbau.

16Uhr07 - Norbert Tscherner vom Bamberger-Bürger-Block- er beginnt mit Vorwürfen an die CSU. Diese sei verantwortlich für ein "Chaos", das über Bamberg hereinbrechen wird.

16Uhr08 - Tscherner: "Die Bürger sind zu wenig gehört worden. Sie wollen einen Tunnel."

16Uhr09 - Den Tunnel will auch Norbert Tscherner selbst. Zwei Röhren, erschaffen in bergmännischer Bauweise. Deshalb sprach man in Bamberg auch vom Tscherner-Tunnel.

16Uhr10 - Jetzt greift Tscherner den Oberbürgermeister an, dessen Verhalten sei "enttäuschend". Er habe sich viel zuspät positioniert.

16Uhr11 - Und nun Daniela Reinfelder von den Unabhängigen Bürgern. 

16Uhr12 - "Die Ostumfahrung wurde geprüft." 

16Uhr13 - Sie weist auf die gewaltige Baustelle hin, die ein Tunnel nach sich ziehen würde. 

16Uhr13 - Und sie plädiert nun für den ebenerdigen Ausbau.

16Uhr15 -  Nun die FDP... Martin Pöhner bemüht Michail Gorbatchow... "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." Ein Raunen geht durch Publikum und die Fraktionen.

16Uhr16 - Der Satz ging u.a. in Richtung GAL und Norbert Tscherner. "Wir können heute entscheiden."

16Uhr18 - Auch die FDP will den ebenerdigen Ausbau. 

16Uhr24 - Jetzt hat sich auch die Bamberger Linke positioniert. Sie ist für den Langen Tunnel.

16Uhr26 - Der Ticker macht eine kurze Pause. Im Stadtrat geht es mit den Statements der Fraktionsmitglieder weiter.

16Uhr52 - Die Aussprache läuft noch. Im Moment sieht es danach aus, dass erst über Anträge der GAL und der Bamberger Allianz abgestimmt wird. Die GAL will die Trasse offen lassen, aber den Forderungskatalog "verbindlich" festlegen. Die Bamberger Allianz will -wie erwähnt - den Tunnel als "Plan B" behalten.

16Uhr59 - Stadtbaureferent Thomas Beese spricht den Ratsmitgliedern ins Gewissen: nur ein breites Mandat des Stadtrats stellt die Verwaltung in den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn auf.

17Uhr00 - Klaus-Dieter Josel von Deutschen Bahn äußert sich. Bamberg und das Umland seien der letzte Baustein auf der Schnellstrecke von Berlin nach München. Dort gäbe es eine breite Nachfrage. "Der Kunde nimmt das Angebot an."

17Uhr02 - "Bamberg ist ein Systemhalt."

17Uhr03 - Josel weist auf die Notwendigkeit des Ausbaus der Infrastruktur hin. Deswegen sei man für die ebenerdige Variante mit vier Gleisen. Vor allem im Personenverkehr zeichne sich eine bleibende hohe Nachfrage ab. Und auch die Güterzüge würden Stand heute nicht abnehmen. Außerdem sei es vernünftig, Verkehr auf die Schiene zu verlagern.

17Uhr06 - Mike Flügel ist Chefplaner für die Deutsche Bahn. Der Forderungskatalog der Stadt sei "knackig". Aber damit werde man sich im Dialog auseinandersetzen. Außerdem der Hinweis: die Deutsche Bahn könne sich nicht über Gesetze und Regelungen hinwegsetzen, sei es bei Eigentum oder Lärmschutz.

17Uhr07 - Ein Infocenter soll für die Bambergerinnen und Bamberger eingerichtet werden.

17Uhr08 - "Wir wollen eine verträgliche Lösung für alle" - so Mike Flügel von der Deutschen Bahn.

17Uhr09 - Jetzt wird es philosophisch: "Heute ist nicht das Ende. Heute ist der Anfang". Das sagt Bürgermeister Christian Lange und spricht auf den Dialog mit der Bahn und auf die Belastung für die Stadt Bamberg an.

17Uhr11 -Im Wesentlichen ist Langes Äußerung ein Plädoyer für eine breite Zustimmung. Er spielt auf Wolfgang Grader von der GAL an, der gegen seine Fraktionslinie stimmen will und die ebenerdige Variante bevorzugt.

17Uhr17 - Es geht in die Abstimmung..

17Uhr18 - OB Starke will erst den Weinsheimer-Antrag abstimmen lassen... und es wird namentlich sein.

17Uhr19 - Acht "Ja"-Stimmen vom Bürger-Block, der Allianz und der Linken

17Uhr19 - Jetzt der Verwaltungsvorschlag... 29 "Ja"-Stimmen. 13 "Nein"-Stimmen. Damit ist der ebenerdige Ausbau angenommen.

 

Die Entscheidung ist gefallen
Die Entscheidung ist gefallen: Die Bahntrecke in Bamberg wird ebenerdig ausgebaut

Nun also doch: Coburg bekommt ein Globe-Theater

Nach langem Hin und Her ist nun endlich eine Entscheidung in Coburg gefallen. Der Stadtrat hat am heutigen Donnerstag (15. Februar) einstimmig beschlossen, dass die Vestestadt als Übergangsspielstätte für das Landestheater ein Globe-Theater bekommt.

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© TVO

Coburg: Noch immer keine Entscheidung in Sachen Landestheater

Das Theater um das Landestheater in Coburg nimmt wohl kein Ende. Am heutigen Donnerstag (25. Januar) sollte im Stadtrat eigentlich über den Eilantrag, der ein rundes Globe-Theater als Ersatzspielstätte vorschlägt, entschieden werden. Doch die Entscheidung wurde erneut verschoben.

Globe oder nicht Globe

Das Globe, ein Theater in Rundbauweise nach englischem Vorbild, war eigentlich bereits als Ersatzspielstätte für das renovierungsbedürftige Landestheater abgelehnt worden. Doch ein Eilantrag der SBC-Fraktion mit Unterstützung der ortsansässigen Unternehmen Brose, HUK und Kaeser brachte den Vorschlag zweier Design-Studenten wieder ins Spiel. Am heutigen Donnerstag sollte der Stadtrat eigentlich eine finale Entscheidung treffen, Globe ja oder nein. Doch dazu kam es nicht. Die Stadtratssitzung wurde vertagt. Die Zeitspanne zwischen dem Eilantrag im Dezember 2017 und der heutigen Stadtratssitzung sei zu kurz gewesen um genaue Zahlen und Fakten zum Globe-Bau zusammenzutragen. Für den 15. Februar 2018 wurde eine Sondersitzung anberaumt. Dann soll eine Entscheidung in Sachen Interimsspielstätte fallen.

Die Uhr tickt

Und so langsam drängt die Zeit. Nach einem Wasserschaden 2013 wurde das Theater notdürftig saniert. In seinem aktuellen Zustand dürfen nur noch bis Ende 2018 Vorführungen im Großen Haus stattfinden, dann läuft die Betriebsgenehmigung aus und das Landestheater muss schließen. Eine Ersatzspielstätte muss also in nächster Zeit gefunden werden.

Statment von Intendant Bernhard Loges
Coburg: Globe oder nicht Globe - das ist hier die Frage!
© Deutsche Bahn / Wolfgang Klee

Bamberg: Stadtrat beschließt Alkoholverbot am Bahnhofsvorplatz

Ab dem 1. Januar 2018 gilt vor dem ehemaligen Postgebäude am Bamberger Bahnhof ein Alkoholverbot. Der Bamberger Stadtrat beschloss nach intensiven Beratungen die Satzungsänderung. Langfristig soll die Maßnahme dazu beitragen, das allgemeine Erscheinungsbild des Platzes zu verbessern. Weiterhin soll gemeinsam mit dem Landratsamt ein Konzept entwickelt werden, um Perspektiven für die betroffenen Personen zu schaffen und die Aufenthaltsqualität des Platzes aufzuwerten. 

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© TVO

Bayreuth: Ältestenausschuss berät über Namensgebung für Stadthalle

Der Ältestenausschuss des Bayreuther Stadtrats wird sich in seiner Sitzung am kommenden Montagnachmittag (27. November) mit der weiteren Vorgehensweise in der Causa um die Namensgebung für die Stadthalle der Wagnerstadt befassen. Hierzu liegen ein gemeinsamer Antrag der Stadtratsfraktionen von CSU und SPD sowie ein Antrag der Stadtfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Unabhängigen vor.

Wahl fiel auf den Namen "Forum am Hofgarten"

Die Stadt hatte von Ende September bis Mitte Oktober einen öffentlichen Namenswettbewerb ausgelobt. Bis zum Bewerbungsschluss waren 141 Vorschläge eingegangen. Eine Jury hatte sich daraufhin Anfang November auf den Namen „Forum am Hofgarten“ geeinigt. Die schnelle Prozedur der Namensverkündung sorgte für Irritationen. Wir berichteten!

Weiterführende Informationen
Bayreuth: Namensstreit um die Stadthalle
(Aktuell-Bericht vom 13.11.2017)
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