So., 19.10.2025 , 11:48 Uhr

Bayern / Oberfranken

Gesundheitsreport 2025: Menschen in Bayern haben eine hohe Lebenserwartung

Frauen und Männer bundesweit in der Spitzengruppe

In Bayern werden die Menschen älter als in anderen Bundesländern. Im Bundesvergleich gehören sowohl die Frauen als auch die Männer zur Spitzengruppe. Das ist das Ergebnis des neuen Gesundheitsreports des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), welches Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Sonntag (19. Oktober) in München vorgestellt hat.

Bayern werden immer älter

In Bayern ist die Lebenserwartung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mädchen, die jetzt geboren werden, werden im Durchschnitt 83,5 Jahre alt. Bei den Jungs liegt die Lebenserwartung bei 78,9 Jahren. Die geht aus dem Gesundheitsreport 2025 des LGL hervor.

„Die unterschiedlich hohe Lebenserwartung bei Frauen und Männern lässt sich sowohl auf biologische als auch verhaltensbedingte Faktoren zurückführen. Das individuelle Verhalten scheint hier aber einen größeren Anteil auszumachen. Vor allem für Männer, aber natürlich nicht nur, gilt daher: Wer sich ausgewogen ernährt und auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet, sich außerdem regelmäßig bewegt und auf ausreichend Schlaf achtet, kann seine Lebenszeit damit selbst verlängern.“

(Prof. Dr. Christian Weidner, Präsident LGL)

Sozioökonomische Faktoren beeinflussen Lebenserwartung

Im bundesweiten Vergleich liegt Bayern in Sachen Lebenserwartung bei den Frauen auf Platz drei hinter Baden-Württemberg und Sachsen. Bei den Männern schneidet nur Baden-Württemberg besser ab als Bayern. In den vergangenen rund 130 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Bayern mehr als verdoppelt: Um 1895 lag sie noch bei 37,9 Jahren für Männer und 41,1 Jahren für Frauen. Vor allem sozioökonomisch, verhaltensbezogene und umweltbedingte Faktoren sind laut Gesundheitsreport maßgeblich für die Lebenserwartung. Menschen mit niedrigem Einkommen oder geringerer Bildung haben im Durchschnitt eine deutlich geringere Lebenserwartung.

 „Gesundheit darf keine Frage der sozialen Lage sein. Prävention muss alle erreichen – vom Kindergarten bis ins Seniorenheim. Deshalb haben wir in unserem Masterplan Prävention, den ich am 1. Oktober vorgestellt habe, mehr als 250 konkrete Maßnahmen erarbeitet, mit denen wir aktiv die Gesundheit in unserem Land voranbringen wollen. Eine Maßnahme ist der neue Bayerische Präventionstag, mit dem wir die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Vorsorge noch sichtbarer machen.“

(Judith Gerlach, Gesundheitsministerin Bayern)

 

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