Bei der SpVgg Bayreuth mehren sich die Anzeichen für einen personellen Umbruch. Der finanziell angeschlagene Fußball-Regionalligist hat seinen Spielern der ersten Mannschaft die Möglichkeit eingeräumt, den Verein im laufenden Wintertransferfenster zu verlassen.
„Akt der Fairness“ gegenüber der Mannschaft
Geschäftsführerin Nicole Kalemba bestätigte gegenüber der TVO-Redaktion, dass alle Spieler bis Ende Januar die Option haben, sich nach einem neuen Verein umzusehen, sollte der Druck der aktuellen Situation für sie nicht mehr tragbar sein. Kalemba bezeichnet diesen Schritt als „Akt der Fairness“ gegenüber der Mannschaft. Gleichzeitig stellte sie aber klar, dass es sich dabei nicht um einen Freifahrtschein handle: Jeder mögliche Wechsel müsse individuell geprüft und verhandelt werden.
Sportliche Leistungen und Zuschauerzahlen hinter den Erwartungen
Hintergrund der Maßnahme ist die weiterhin angespannte finanzielle Lage der Altstädter. Bereits im vergangenen Jahr war ein Haushaltsloch in Höhe von rund 500.000 Euro öffentlich bekannt geworden, das bislang trotz intensiver Bemühungen nicht vollständig geschlossen werden konnte. Zudem blieben sowohl die sportlichen Leistungen als auch die Zuschauerzahlen in der laufenden Saison hinter den Erwartungen zurück.
Ob und in welchem Umfang Spieler bereits von der eingeräumten Wechselmöglichkeit Gebrauch gemacht haben, ist derzeit nicht bekannt. Der Verein selbst äußerte sich bislang nicht zu konkreten Personalentscheidungen.