Wegen jahrelangen, schweren sexuellen Missbrauchs seiner Stieftochter ist ein 57-jähriger Mann aus Eckersdorf (Landkreis Bayreuth) am Mittwoch (27. Mai) vom Landgericht Bayreuth zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Zudem ordnete das Gericht eine anschließende Sicherungsverwahrung an, wie eine Gerichtssprecherin gegenüber TVO bestätigte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die heute 17-jährige Jugendliche seit ihrem achten Lebensjahr in mindestens 300 Fällen schwer missbraucht oder vergewaltigt hat. Infolge des anhaltenden Missbrauchs brachte das Opfer ein Kind von ihrem eigenen Stiefvater zur Welt, welches inzwischen in einer Pflegefamilie lebt. Die Mutter sowie der Stiefvater hatten der Jugendlichen zuvor eingetrichtert, die Vaterschaft zu verschweigen.
Mutter auf der Flucht – Angeklagter ist einschlägig vorbestraft
Die Mutter der 17-Jährigen soll nicht nur von den Taten gewusst, sondern sich in mindestens zwei Fällen aktiv am Missbrauch ihrer eigenen Tochter beteiligt haben. Nach ihr wird derzeit polizeilich gesucht. Bei dem verurteilten 57-Jährigen handelt es sich um einen Rückfalltäter. Er ist bereits einschlägig vorbestraft, da er sich ab dem Jahr 2004 schon an seiner leiblichen Tochter vergangen hatte. Aufgrund der anhaltenden Gefährlichkeit des Mannes soll er nach Verbüßung seiner zehnjährigen Haftstrafe nicht freikommen, sondern in der Sicherungsverwahrung bleiben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.