Tag Archiv: Aussichten

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Glutofen Oberfranken: Temperaturen von knapp 40 Grad werden erwartet

Deutschland könnte am kommenden Mittwoch (26. Juni) den heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit Temperaturen von 40 Grad und darüber hinaus erleben. Auch für Oberfranken wird eine brütende Hitze mit bis zu 38 Grad vorhergesagt. Der oberfränkische Hitzepol wird aller Voraussicht nach im Westen von Oberfranken liegen. Es gelten aktive Hitzewarnungen der Wetterdienste!

Sahara-Hitze wird nach West- und Mitteleuropa geschaufelt

Verantwortlich für die wohl kommenden Rekordwerte ist laut DWD das Zusammenspiel von Tief "Nasir" mit dem Kern über dem Ostatlantik, welches heiße afrikanische Luft anzapft und nach West- und Mitteleuropa transportiert, wo die Luftmassen von Hoch "Ulla" über Mittel- und Nordeuropa und Schwerpunkt über Dänemark nochmals erhitzt werden. Die Folge werden wohl heißere Temperaturen sein, als wie sie aktuell in Südeuropa herrschen - so die derzeitigen Wettermodelle.

Wird der Allzeit-Rekord am Mittwoch geknackt

Aktuell liegt die Rekordtemperatur für einen Juni-Tag bei 38,2 Grad, gemessen 1947 in Frankfurt. Den Allzeit-Hitzerekord für Deutschland und gleichzeitig für Bayern hält Kitzingen (Unterfranken) mit 40,3 Grad. Hier wurden am 5. Juli 2015 und am 7. August 2015 vom Deutschen Wetterdienst Temperaturen von jeweils 40,3 Grad gemessen.

09.06.2014: Heißester Juni-Tag in Oberfranken bisher

Der heißeste Juni-Tag in Oberfranken war vielerorts der 09. Juni 2014. So wurden laut dem Wetterexperten Christian König an diesem Tag in Bamberg 35,5 Grad gemessen, in Coburg 34,0 Grad sowie in Hof 32,0 Grad.

Aktive Wetterwarnungen Oberfranken

Für Oberfranken besteht eine aktive Hitzewarnung (Quelle: unwetterzentrale.de). Diese ist für den Osten bis Donnerstag (27. Juni) 00:00 Uhr, für die Mitte und den Westen bis Freitag (28. Juni) 00:00 Uhr gültig.

Osten von Oberfranken:

  • Temperaturen am Dienstag von 31 bis 34 Grad
  • Temperaturen am Mittwoch von 33 bis 36 Grad

Mitte und Westen von Oberfranken:

  • Temperaturen am Montag bis zu 30 Grad
  • Temperaturen am Dienstag bis zu 35 Grad
  • Temperaturen am Mittwoch von 35 bis 38 Grad
  • Temperaturen am Donnerstag von 32 bis 35 Grad
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Talk mit dem Weterexperten Christian König

Aktuelle Wetteraussichten

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Oberfranken: Unwettervorwarnung vor Gewitter

Für Oberfranken besteht für den Mittwochabend (15. Juni) eine Unwetter-Vorwarnung* vor Gewitter. Diese Vorwarnung ist aktiv bis Mitternacht. Hierbei ist die Warnstufe ORANGE, örtlich die Stufe ROT möglich.

Lokale Gewitter möglich

Örtlich sind lokale Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich. Bei der Gefahr von Platzregen kann es Überflutungen geben. Weiterhin können zudem starke Sturmböen hinzukommen. Die Vorwarnung gilt für alle Höhenstufen. (Quelle: unwetterzentrale.de)

Update 20:16 Uhr: Aktive Unwetterwarnungen

  • Der nördliche Landkreis Kronach (ORANGE)
  • Der nördliche Landkreis Hof (ORANGE)

 

Die aktuellen Wetteraussichten: Nicht ohne meinen Regenschirm – so lautet auch beim Public Viewing am Donnerstagabend (16. Juni) zum EM-Spiel Deutschland gegen Polen das Motto. Hier die Aussichten:

 

 

*Vorwarnungen / Warnungen sind keine Garantie für ein tatsächlich auftretendes Wetterereignis. Diese Meldungen dienen lediglich als ein Hinweis auf mögliche Gefahren bei einem „Kann-Szenario“.

 

 

 

Konjuktur: Oberfränkisches Handwerk weiter auf Kurs

Die breite Mehrheit der Betriebe ist mit der Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2015 sehr zufrieden. Das ist das Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrageder HWK. 90 % der Befragten beurteilen die Geschäftslage derzeit als gut oder befriedigend. Steigende Realeinkommen und eine unverändert hohe Konsumnachfrage sind Gründe für die Entwicklung, von der vor allem die Bauhandwerker und das Kfz-Gewerbe profitierten. Insgesamt hat die HWK 407 oberfränkischen Handwerksbetrieben mit 7.051 Beschäftigten befragt.

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Kulmbach: Konjunkturerwartungen deutlich besser als in Bayern

Die Kulmbacher Wirtschaft überrascht mit einer deutlich besseren Konjunkturerwartung als zuletzt. 40 Prozent der Unternehmen rechnen laut Konjunkturbefragung der IHK für Oberfranken für die kommenden Monate mit einem Aufwärtstrend, nur 11 Prozent mit einer Verschlechterung. Damit haben sich die Erwartungen gegenüber der IHK-Konjunkturumfrage im Januar deutlich aufgehellt.„Die Kulmbacher Wirtschaft ist stark aufgestellt“, so IHK-Vizepräsident Michael Möschel. „Verschiedene Indikatoren sprechen dafür, dass sich die Kulmbacher Konjunktur wieder klar im Aufwärtstrend befindet.“ Die aktuelle Geschäftslage wird weiterhin überwiegend positiv beurteilt, wenngleich die Ergebnisse etwas schwächer ausfallen als zuletzt. 46 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage als gut, nur 17 als schlecht. Getragen wird dieser Trend vor allem durch die Entwicklung des Auftragsvolumens im Ausland. Dass die aktuelle Geschäftslage nicht noch besser beurteilt wird, ist auf die gestiegenen Kosten, vor allem bei Gehältern, und die Ertragslage zurückzuführen, auch wenn sich letztere etwas verbessert hat.

Aussichten: Steigende Nachfrage

Für die kommenden Monate rechnen die Kulmbacher Unternehmer mit einer deutlichen Verbesserung. Dies ist vor allem auf die erwartete Nachfrageentwicklung im In- und Ausland zurückzuführen. „Die Unternehmen rechnen gerade in Nordamerika, Russland und der EU mit einer steigenden Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen aus der Region“, so Möschel. So ist es nicht überraschend, dass etliche Unternehmen mit einer erweiterten Kapazitätsauslastung rechnen. Die große Mehrheit der Unternehmen, 76 Prozent, rechnen mit steigenden Preisen, aber nur 35 Prozent rechnet damit, die steigenden Kosten auch an die Kunden weitergeben zu können.

Hohe Investitionsquote im Inland

Die Zahl der Unternehmen, die ihre Investitionen erhöhen will, ist in etwa so hoch wie die Zahl, die ihre Investitionen zurückfahren will. Gerade im Inland wird mit einer hohen Investitionsquote gerechnet. Im Mittelpunkt der geplanten Investitionen stehen Ersatzbeschaffungen sowie Produktinnovationen und Rationalisierungen. Die Investitionen im Ausland bleiben auf gleichem Niveau. „Vor allem in Asien, aber auch in Nordamerika und in Russland wollen die Unternehmen ihr Investitionsvolumen erhöhen, während in der EU weniger investiert werden soll“, so Möschel. „Im Ausland stehen Kapazitätserweiterungen und Produktinnovationen im Mittelpunkt der Planungen.“ 

Fachkräftemangel in Oberfranken

Geht es nach den Unternehmen, wird die Beschäftigtenzahl weiter leicht ansteigen. Dies setzt aber voraus, dass die Unternehmen auch die benötigten Fachkräfte finden. Aktuell fehlen im Einzugsgebiet der IHK für Oberfranken rund 17.000 Fachkräfte. „Aufgrund des demografischen Wandels handelt es sich hier immer weniger um einen konjunkturellen Einflussfaktor, sondern immer mehr um ein strukturelles Problem“, so IHK-Konjunkturexperte Peter Belina. In den kommenden 10 Jahren wird der Fachkräftemangel nach IHK-Prognosen bis auf 26.500 ansteigen. Belina: „Umso wichtiger werden deshalb Maßnahmen zur Abfederung des Fachkräftemangels – erste Unternehmen sind hier bereits auf einem guten Weg.“ Die IHK habe das Thema Fachkräftesicherung deshalb als Arbeitsschwerpunkt der kommenden Jahre definiert.  Mit Blick auf die aktuelle Diskussion über Steuererhöhungen appelliert Vize-Präsident Möschel an die Politik. „Steigende Steuern würden die oberfränkische Wirtschaft jetzt zusätzlich belasten und damit den Aufwärtstrend jäh stoppen. Für den Wirtschaftsraum Kulmbach wäre dies ein fatales Signal.“