Tag Archiv: SOKO

Fall Peggy: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen die Soko ein

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Bayreuth, Ermittler der Soko Peggy und einen Journalisten wegen Geheimnisverrats eingestellt. Angezeigt wurden sie von der Anwältin von Ulvi Kulac, der zunächst wegen Mordes an Peggy Knobloch verurteilt und später in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde.

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Bayreuth: Pressekonferenz im Fall Peggy am Freitagvormittag

Aufgrund des großen Medieninteresses an den Ermittlungsmaßnahmen der SOKO Peggy haben sich die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken entschlossen, am Freitagvormittag (21. September) in Bayreuth eine Pressekonferenz abzuhalten. Die Ermittler wollen zudem unzutreffende Spekulationen entgegenwirken.

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Getötete 19-Jährige in Hof: 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt!

Anfang Januar wurde in einer Wohnung in Hof eine 19 Jahre alte Irakerin tot aufgefunden. Die junge Frau wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. (Wie berichteten.) Seitdem laufen die intensiven Ermittlungen der SOKO „Alsenberg“ und der Staatsanwaltschaft Hof auf Hochtouren. Die Ermittler suchen jetzt mit einem Flugblatt nach möglichen Zeugen. Weiterhin wurde eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

Grausames Verbrechen

Angehörige fanden am Sonntagnachmittag, 07. Januar 2018, die 19-Jährige tot in ihrer Wohnung in dem markanten Backsteinhaus in der Alsenberger Straße 76 im Hofer Stadtgebiet. Die Gesamtumstände sprachen schnell für ein gewaltsames Tötungsdelikt, weshalb die Kripo Hof die mehr als 30-köpfige Sonderkommission „Alsenberg“ gründete.

Mithilfe aus der Bevölkerung erbeten

Seit dem Auffinden der Frau führten die Beamten umfangreiche Ermittlungen im Bereich des Tatortes und Umfeldes des Opfers durch. Derzeit laufen noch eine Vielzahl von Untersuchungen und Überprüfungen. Trotz dieser Anstrengungen benötigen die Ermittler weiterhin die Mithilfe der Bevölkerung.

Verteilung von Flugblättern

Aus diesem Grund verteilt die SOKO „Alsenberg“ Flugblätter im Stadtgebiet Hof. Auf den Flyern versuchen die Kriminalbeamten mögliche Zeugen sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch anzusprechen, um dadurch neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Sonderkommission stellt weiterhin folgende Fragen:

  • Wer hat am Sonntag, 7. Januar 2018, zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr, Personen und/oder Fahrzeuge im Bereich des Tatortes, Alsenberger Straße 76 in Hof, gesehen?
  • Wer kann sonst sachdienliche Angaben machen, die im Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen stehen könnten?

Belohnung ausgesetzt

Auf Anregung der Kriminalpolizei Hof hat das Bayerische Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt. Diese ist für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen.

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hof unter der Telefonnummer 09281/704-0 in Verbindung zu setzen.


Flugblätter der SOKO Alsenberg
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Getötete 19-Jährige in Hof: Polizei richtet SOKO „Alsenberg“ ein

Nachdem am Sonntagnachmittag (07. Januar) eine 19-jährige Frau tot in einer Wohnung in der Alsenberger Straße in Hof aufgefunden wurde (Wir berichteten!), laufen die Ermittlungen von Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Hof auf Hochtouren. Um den Fall aufzuklären, wurde jetzt die SOKO „Alsenberg“ eingerichtet.

Obduktion am Montag durchgeführt

Wie berichtet, fanden Angehörige die leblose 19-Jährige in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Alsenberger Straße. Eine am gestrigen Montag (08. Januar) durchgeführte Obduktion bestätigte den ersten Verdacht, dass die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.

30 Mann umfassende SOKO eingerichtet

Zur Aufklärung des Verbrechens rief die Kriminalpolizei Hof nun die rund 30-köpfige Sonderkommission „Alsenberg“ ins Leben. Neben umfangreichen Spurensicherungsmaßnahmen am und rund um den Tatort erfolgten auch bereits zahlreiche Vernehmungen. Von der Auswertung der Spuren erhoffen sich die Ermittler nähere Erkenntnisse über den Täter und zum möglichen Tatablauf.

Opfer ist eine Asylbewerberin aus dem Irak

Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der getöteten Frau um eine 19-Jährige Asylbewerberin aus dem Irak, die sich seit etwa zwei Jahren in Deutschland aufhielt. Das einjährige Kind der Getöteten entdeckten die Angehörigen in der Wohnung, jedoch nicht in der unmittelbaren Nähe zur getöteten Mutter.

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Kripo bittet um Zeugenhinweise

Zeugen, die am vergangenen Wochenende im Bereich der Tatort-Wohnung in der Alsenberger Straße von Hof verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder sonst Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09281 / 704-0 mit der Kriminalpolizei Hof in Verbindung zu setzen.

Aktuell-Bericht vom Montag (08. Januar 2018)
Gewaltverbrechen in Hof: 19-Jährige leblos aufgefunden

Gewaltverbrechen in Bayreuth: Polizei veröffentlicht Notruf!

Nach dem Gewaltverbrechen an einem 88-jährigen Hausbesitzer im Bayreuther Stadtteil Roter Hügel am 12. April (Wir berichteten!) erhoffen sich die Ermittler nun mit der Veröffentlichung des Notrufs weitere Zeugenhinweise.

 

 

Ermittlungskommission wird zur Sonderkommission

Nach dem anonymen Anruf am Abend des 12. April fanden Polizisten den 88-jährigen Hausbesitzer mit schwersten Verletzungen und nicht mehr ansprechbar in seinem Anwesen in der Innstraße in Bayreuth auf. Am darauffolgenden Freitag (14. April) starb der Mann in einem Krankenhaus. Wir berichteten. Aufgrund der Umstände des Vorfalles gingen die Ermittler schnell von einem Gewaltverbrechen aus und riefen die Ermittlungskommission (EKO) „Inn“ ins Leben. Aufgrund der umfangreichen Ermittlungen wurde die Ermittlungskommission in der letzten Woche unter anderem mit weiteren Kripobeamten und Ermittlern aus ganz Oberfranken zur SOKO „Inn“ erweitert.

Kripo sucht unbekannten Anrufer

An dem Tatabend ging kurz nach 23:00 Uhr der Notruf beim Lagezentrum des Polizeipräsidiums Aalen ein. Wie die Ermittlungen ergaben, wurde der Anruf von einem öffentlichen Münzfernsprecher am Bahnhof in Crailsheim, Baden-Württemberg, getätigt. Der gebrochen deutsch sprechende Anrufer gab dort unter anderem an, dass in Bayreuth (Innstraße) ein alter Mann überfallen und schwer verletzt worden sei. Daraufhin fuhren die oberfränkischen Polizisten zu dem Anwesen, wo sie den Senior mit erheblichen Verletzungen auffanden.

Wie die Kripobeamten ermittelten, war dieses Telefonat das einzige, das an dem Mittwoch (12. April), im Zeitraum von 16:00 Uhr bis Mitternacht, von dem Münzfernsprecher getätigt wurde. Im Rahmen der SOKO-Ermittlungen ist für die Beamten von großem Interesse, um wen es sich bei dem unbekannten Anrufer handelt, der möglicherweise ein wichtiger Zeuge sein könnte.

Gewaltverbrechen in Bayreuth: Polizei veröffentlicht Notruf!
(HIER ANHÖREN!)

Bevölkerung kann Notruf abhören und Hinweise geben

Die Ermittler bitten jetzt die Bevölkerung um Mithilfe. Die Beamten der SOKO „Inn“ erhoffen sich mit der Veröffentlichung des Notrufs, Hinweise auf die Identität des unbekannten Mannes zu erhalten. Über die kostenfreie Telefonnummer 0800 / 77 66 310 kann der Notruf ebenfalls angehört werden. Auf Wunsch ist anschließend eine Weiterleitung zu dem Hinweistelefon (0921 / 506 - 24 33) möglich, welches speziell für diesen Fall eingerichtet wurde. Dieses ist rund um die Uhr erreichbar.

Die Kripobeamten bitten um Unterstützung und fragen:

  • Wer hat am Mittwoch (12. April 2017) insbesondere um etwa 23:00 Uhr in Crailsheim (PLZ 74564) eine Person an dem Münzfernsprecher am Bahnhof, in der Nähe des Gleises 1, gesehen?
  • Wer glaubt, den Mitteiler des Notrufs zu kennen oder kann Hinweise auf seinen Aufenthaltsort geben?
  • Wer hat insbesondere an diesem Mittwoch, dem Tattag, in Bayreuth in der Innstraße oder den umliegenden Straße verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge bemerkt?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0921/506-2433 zu melden.

Weiterführende Informationen
Toter in Bayreuth: Polizei sucht nach zwei Männern
(Aktuell-Beitrag vom 18.04.17)
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Ermittlerpanne: Kein Zusammenhang zwischen Peggy und dem NSU!

Das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth hielten am Mittwochvormittag (8. März) eine Pressekonferenz ab und informierten über die Ermittlungsergebnisse der SOKO Peggy im Zusammenhang mit der gefundenen DNA-Spur an den sterblichen Überresten des Mädchens in Thüringen.

Fiasko im Fall Peggy: Böhnhardts DNA-Spur war Panne der Ermittler
(Aktuell-Bericht vom 8.3.17)

Zweifel über die Spur bereits im Oktober 2016

Am Fundort der Leiche des Mädchen bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis) wurde im Oktober 2016 eine DNA-Spur gefunden, die man dem mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt zuordnete. So die damaligen Erkenntnisse und Aussagen. Zweifel an einer Verbindung zwischen dem Fall Peggy und dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) tauchten kurze Zeit später auf. Wir berichteten! Die Ermittler beschlossen daraufhin, die SOKO Peggy personell aufzustocken, um alle Daten genau zu prüfen und zu untersuchen. Auch die Bayreuther Staatsanwaltschaft stockte noch einmal personell auf, um alle gewonnenen Ergebnisse nochmals zu bewerten.

Umfassende Ermittlungen über Monate

Umfassende und zeitaufwändige Ermittlungen wurden in Auftrag gegeben, um Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Die Abläufe der Spurensicherung und der Spurenauswertung nach dem Fund der sterblichen Überreste Peggy Knoblochs wurden eingehend und intensiv hinterfragt. Dabei ergaben sich Hinweise, dass der Spurenübertrag bei der Spurensicherung am Fundort stattgefunden haben muss. Nach diesen monatelangen Untersuchungen mussten die Ermittler nun einräumen, dass die gefundene DNA-Spur verunreinigt war. Das Ergebnis: Eine sogenannte "Trugspur".

Übertragung am Fundort

Die DNA stammt aus Hautpartikeln an einem 12 mal 4 Millimeter kleinen Textilstück, welches thüringische Spurensicherer mit weiteren kleineren Gegenständen am Fundort asserviert hatten. Dieses winzige Stoffteil konnte im Zuge der nun getätigten Untersuchungen eindeutig einem Kopfhörer zugeordnet werden, der 2011 in dem Wohnmobil in Eisenach sichergestellt worden war. Sowohl an dem Textilstück, als auch an dem Kopfhörer befand sich Böhnhardts DNA mit den gleichen Identifizierungsmerkmalen. Die nun vorliegenden Untersuchungsergebnisse zu dem Textilstück stellen klar, dass die Beschaffenheit der 2016 aufgefundenen Spur einen Bezug zum Tod Peggy Knoblochs im Jahr 2001 ausschließen lässt. Zudem schließt der gute Erhaltungszustand der DNA-Spur eine längere Liegezeit im Erdreich definitiv aus.

Nachgefragt vom 18.11.2016: Dr. Mark Benecke zum Fall Peggy
Ausführliches Interview mit dem deutschen Experten für Kriminalbiologie

Keine Erkenntnisse über Verbindungen zum NSU

Die über die DNA-Spur hinausgehenden Ermittlungen zu etwaigen Verbindungen des Falles Peggy mit Uwe Böhnhardt beziehungsweise mit dem NSU im Speziellen oder der rechten Szene ihaben nach dem heutigen Stand keinerlei stichhaltige Erkenntnisse erbracht, so die Schlusserkenntnis der Behörden.

Ermittlungen werden fortgeführt

Die seit dem Auffinden der sterblichen Überreste fortgeführten Ermittlungen zu den Umständen des Todes von Peggy Knobloch werden seitens der SOKO Peggy und der Staatsanwaltschaft Bayreuth weiter intensiv betrieben.

Weiterführende Informationen aus dem Oktober 2016
Bayreuth / Lichtenberg: Wohl doch keine Verbindung zwischen NSU und Fall Peggy
(Aktuell-Bericht vom 27.10.16)
Fall Peggy: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche gefunden
(Aktuell-Bericht vom 14.10.16)
Weiterführende Informationen aus dem Oktober 2016
Fall Peggy: Pressekonferenz zu DNA-Spuren (Teil 2) Aktuell-Version
(Aktuell-Bericht vom 13.10.16)
Fall Peggy: Mehr Fragen als Antworten in dieser Causa
(Aktuell-Bericht vom 18.10.16)
Weiterführende Berichte aus dem Juli / September 2016
Fall Peggy: Polizei sucht erneut am Fundort der Leiche bei Rodacherbrunn
(Aktuell-Bericht vom 26.9.16)
Gewissheit im Fall Peggy: Sterbliche Überreste stammen von der 9-Jährigen
(Aktuell-Bericht vom 5.7.16)
Fall Peggy: Unter der Lupe - Die Arbeit der Rechtsmediziner
(Aktuell-Bericht vom 5.7.16)

Toter Asylbewerber in Zapfendorf: Polizei geht von Gewaltverbrechen aus

Nach dem Fund einer männlichen Leiche am Freitag (20. Januar) in einer Asylunterkunft im Zapfendorfer Ortsteil Unterleiterbach (Landkreis Bamberg) haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg die Ermittlungen wegen eines Tötungsdeliktes aufgenommen. Inzwischen wurde die Identität des Mannes geklärt.

Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus

Wie bereits berichtet, wurde die Leiche des Mannes am Freitag in einem Zimmer der Unterkunft in der Schloßstraße von einem Verantwortlichen des Gebäudes entdeckt. Kriminalbeamte und ein Staatsanwalt aus Bamberg nahmen die Ermittlungen auf und sicherten Spuren. Aufgrund der Situation beim Auffinden und der Verletzungen an der Leiche, gehen die Ermittler von einem Gewaltverbrechen aus.

Leichnam wies mehrere Stichverletzungen auf

Eine staatsanwaltschaftlich angeordnete Obduktion bestätigte eine massive Gewalteinwirkung auf den Körper des Mannes. Der Leichnam des 26-Jährigen wies mehrere Stichverletzungen auf, die tödlich waren. Die Kripo Bamberg hat eine Sonderkommission (Soko) eingerichtet, um die näheren Umstände zu klären, die zum Tod des Mannes führten und um Hinweise auf einen möglichen Tatverdächtigen zu erlangen.

Toter ist ein Syrer

Mittlerweile wurde die Identität des Mannes ermittelt. Bei dem Toten handelt sich um einen 26 Jahre alten Mann mit syrischer Staatsangehörigkeit, der in der Asylbewerberunterkunft in Unterleiterbach wohnte. Die weiteren Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund ergaben sich laut Polizei bisher nicht.

Aktuell-Bericht vom Montag, 23. Januar 2017
Asylunterkunft Zapfendorf: Leiche wies mehrere Stichwunden auf
Aktuell-Bericht vom Samstag, 21. Januar 2017
Zapfendorf: Wer ist der Tote in der Asylunterkunft?

Fall Peggy: Neue Ermittlungsansätze nach Leichenfund

Die bei der Bayreuther Kripo nach dem Fund von Skelettknochen zur SOKO Peggy erweiterte Ermittlungsgruppe und die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermitteln weiter auf Hochtouren im Fall Peggy. Die Ermittler erhoffen sich auf Grund der neuen Erkenntnisse in dem Fall der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch weitere Hinweise, insbesondere im Zusammenhang mit dem Auffindeort nahe Nordhalben. In diesem Zusammenhang befasst sich am morgigen Mittwoch (13. Juli) auch die Sendung Aktenzeichen XY mit dem Fall.

Fall Peggy: Die heiße Spur fehlt bislang

Seit vor einer guten Woche ein Pilzsammler 15 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt Knochenreste von Peggy Knobloch gefunden hat, laufen die Ermittlungen wieder auf Hochtouren und seitdem ist auch die Hoffnung bei den Angehörigen und bei der Polizei wieder groß, dass der mysteriöse Fall nach all der Zeit doch noch vollständig aufgeklärt werden kann. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als die Polizei heute die Presse nach Bayreuth eingeladen hat.

Fund bietet neue Ermittlungsansätze

Die Leiche von Peggy Knobloch wurde in einem Waldgebiet an der Landstraße L1095 zwischen Nordhalben in Oberfranken und Bad Lobenstein in Thüringen, konkret zwischen Nordhalben und Rodacherbrunn, etwa 1,5 Kilometer nach der Landesgrenze auf thüringischem Gebiet, aufgefunden. Die vorgefundene Situation am Fundort, die gesicherten sterblichen Überreste und die dem verschwundenen Mädchen zuzuordnenden Gegenstände, bieten in den bisher von der Staatsanwaltschaft Bayreuth geführten Ermittlungen gegen Unbekannt jetzt trotz der langen Liegezeit neue Ermittlungsansätze, insbesondere die Möglichkeit kriminaltechnischer Untersuchungen. Die Tatsache, daß das aufgefundene Skelett nicht vollständig ist erklären sich die Spezialisten derzeit mit dem Lebensraum und den Gewohnheiten von Waldtieren. Zudem fehlen Teile der Peggy Knobloch zuzuordnenden Kleidungsstücke. Auch fehlt von dem Schulranzen des Mädchens bislang jede Spur.

Ermittlungsgruppe zur SOKO erweitert

Die seit 2012 bei der Kripo Bayreuth bestehende Ermittlungsgruppe Peggy hat das Polizeipräsidium Oberfranken nach dem Fund der sterblichen Überreste zur Sonderkommission Peggy erweitert und den Chef der Kriminalpolizei Bayreuth, Kriminaloberrat Uwe Ebner, mit der Leitung beauftragt. Die Bayreuther Ermittler brachten ihre umfassenden Erkenntnisse in dem Fall noch am Tag des Auffindens in die Untersuchungen der thüringischen Kollegen mit ein. Die mittlerweile 30-köpfige SOKO hat erste Ermittlungshandlungen durchgeführt. Zwischenzeitlich werden die oberfränkischen Ermittler auch durch thüringische und aus weiteren bayerischen Polizeipräsidien stammende Kriminalbeamte unterstützt. Von Seiten der Ermittlungsbehörden werden zudem alle Möglichkeiten im Hinblick auf weiterführende Untersuchungen geprüft.

Aufwendige Ermittlungshandlungen notwendig

Im Zuge der weiteren Ermittlungsschritte befassen sich die SOKO Peggy und die Staatsanwaltschaft Bayreuth mit der Untersuchung und Auswertung der gesicherten Spuren. Hierzu wird man auch weitere Spezialisten und Gutachten beauftragen. Die neuen Ermittlungsergebnisse werden auch mit den bestehenden polizeilichen Erkenntnissen zu dem Fall abzugleichen sein.

 

SOKO bittet um Mithilfe

Der Fund der Leiche von Peggy Knobloch in dem besagten Waldstück ist nun Ausgangspunkt für weitere Ermittlungen. Hierzu bittet die SOKO um Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere erbitten sich die Ermittler Hinweise zu früheren Wahrnehmung im Bereich des Fundortes im Allgemeinen und auch konkret für den 7. Mai 2001. Zeitlicher Bezugspunkt in den Mai 2001 sind die umfangreichen Suchmaßnahmen nach dem verschwundenen Mädchen, die von den Medien öffentlichkeitswirksam begleitet wurden.

  • Wer hat an besagter Örtlichkeit in diesem Zeitraum Personen und / oder Fahrzeuge wahrgenommen?
  • Wem sind Personen bekannt, die Ortsbezüge dorthin haben?
  • Wer hat sich 2001 im bezeichneten Waldgebiet zu sportlichen Aktivitäten, Spaziergängen oder als Pilzesammler aufgehalten?

Auch die Historie des betroffenen Waldgebietes versucht die SOKO jetzt aufzuhellen:

  • Wer kennt die Örtlichkeit und kann Angaben dazu machen?
  • Wer hat zu dieser Zeit dort Waldarbeiten durchgeführt?

Hinweise nimmt die SOKO Peggy unter der Telefonnummer 0921/506-1414 entgegen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro ausgesetzt.

 

Knochen in Thüringen gefunden

Am 2. Juli fand ein Pilzsammler in einem Waldgebiet bei Rodacherbrunn im Landkreis Saale-Orla Knochenteile und verständigte die Polizei. Bald ergaben sich Hinweise darauf, dass es sich hierbei um die sterblichen Überreste der seit 15 Jahren vermissten Peggy aus Lichtenberg handeln könnte. Frühzeitig wurden deshalb Kriminalbeamte der bei der Kripo Bayreuth bestehenden Ermittlungsgruppe Peggy und auch die in diesem Fall ermittlungsführende Staatsanwaltschaft Bayreuth eingebunden. Die Untersuchungen der aufgefundenen Knochen bestätigten nach Auskunft der Rechtsmedizin in Jena zweifelsfrei, dass es sich um das damals 9-jährige Mädchen handelt.

 

© News5 / Michael Dicker (TVO)

Getötete Janina (†11): Mutmaßlicher Täter festgenommen

Im Fall der in der Silvesternacht im unterfränkischen Unterschleichach (Landkreis Haßberge) getöteten 11-jährige Janina aus Burgebrach (Landkreis Bamberg) hat die Polizei den mutmaßlichen Todesschützen ermittelt und festgenommen. Das Kind wurde kurz nach Mitternacht von dem Kleinkaliber-Projektil am Kopf getroffen und erlag am Neujahrsmorgen (1. Januar) den schweren Verletzungen.

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© News5 / Michael Dicker (TVO)

Getötete Janina (†11): SOKO „Unterschleichach“ sucht den Täter

Noch immer gibt es keine Hinweise, wer in der Silvesternacht die 11-jährige Janina aus Burgebrach (Landkreis Bamberg) im unterfränkischen Unterschleichach (Landkreis Haßberge) erschossen hat. Die Ermittlungen der 50-köpfigen Sonderkommission „Unterschleichach“ laufen auf Hochtouren.

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Verbrechen in Beiersdorf: Soko nimmt mehrere Tatverdächtige fest

Die nach dem Gewaltverbrechen an einem 66-Jährigen in Beiersdorf bei Coburg ins Leben gerufene Sonderkommission „Eiche“ hat jetzt mehrere Tatverdächtige verhaftet. Drei Männer und eine Frau sitzen seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Spuren und Zeugenaussagen führten zu einem 23-Jährigen Thüringer und einem 44-jährigen Coburger, die in dringendem Verdacht stehen, dem 66-Jährigen in seiner Wohnung in Beiersdorf die schweren Verletzungen zugefügt zu haben. Das Opfer erlitt massive Verletzungen am Oberkörper und am Hals. Neben mehreren Rippenbrüchen und einer gebrochenen Wirbelsäule, war auch der Kehlkopf und das Zungenbein zertrümmert. Der Mann erstickte innerhalb kürzester Zeit. Als Auftraggeberin kristallisierte sich die 41-jährige Lebensgefährtin des Opfers heraus. Sie beauftragte die beiden Männer zur Tat. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg erging am Freitagnachmittag Haftbefehl gegen die 41-jährige Frau und gegen die beiden 23 und 44 Jahre alten Männer. Sie sind zwischenzeitlich in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten untergebracht. Mehr dazu ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 


 

 

© Polizeipräsidium Oberfranken (Symbolfoto / Archiv)

Selb (Lkr. Wunsiedel): 1 Kilogramm Crystal sichergestellt

Am 20. September 2013 stellten Zollbeamte aus Selb auf dem Parkplatz Bärenholz an der Autobahn A93 in einem tschechischen Lieferwagen ein Kilo Crystal bei einer Kontrolle sicher. Die Drogen waren in zwei Tüten mit jeweils 500 Gramm verpackt. Die SOKO Crystal aus München übernahm im Anschluß die Ermittlungen. Mit weiteren Spezialkräften machten die Ermittler den Empfänger der Drogen in Leipzig ausfindig.

50-jährigen vietnamesischen Hilfskoch festgenommen

Bei dem Mann handelte es sich um einen 50-jährigen vietnamesischen Aushilfskoch. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden weitere Drogenutensilien vorgefunden. Gegen den 45-jährigen tschechischen Fahrer und den 50-jährigen Hilfskoch erließ das Amtsgericht Hof am folgenen Tag zwei Haftbefehle. Weitere Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Hof und die Ermittlungsgruppe Rauchgift Nordbayern!