So., 22.02.2026 , 10:51 Uhr

Landkreis Lichtenfels

Badesee Rudufer in Michelau: 43 tote Tiere geborgen

Wild- und Wasservögel sterben an der Geflügelpest

Am Samstag (21. Februar) bargen Feuerwehr und Veterinäramt am Badesee Rudufer in Michelau im Landkreis Lichtenfels 43 tote Vögel. Die Tiere starben an der Geflügelpest. In den letzten zwei Wochen kam es am Badesee zu einem auffälligen Anstieg von verendeten Wassergeflügeln. Besonders in der eisfreien Mitte des Sees wurden immer wieder tote Tiere gesichtet. An einzelnen Tagen wurden bis zu 50 verendete Vögel gezählt, was die Besorgnis über die Ursache dieses ungewöhnlichen Vorfalls verstärkte. Aufgrund des Tauwetters war nun möglich, die verendeten Tiere zu bergen, um so auch zu verhindern, dass sich die Seuche weiterverbreitet.

Bestätigung der Geflügelpest durch das Friedrich-Löffler-Institut

Am 10. Februar 2026 bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) den Nachweis von hochpathogener aviärer Influenza-A (H5N1), besser bekannt als Geflügelpest, bei einem der tot aufgefundenen Höckerschwäne. Die Vogelgrippe breitet sich derzeit verstärkt in Deutschland unter Wild- und Wasservögeln, insbesondere bei Schwänen, Gänsen und Enten, aus.

Schwache Tiere begünstigen Ausbreitung des Virus

Die Kombination aus kaltem Winterwetter, vereisten Seen und geschwächten Vögeln verschärft die Lage. Da die Vögel auf wenigen eisfreien Flächen konzentriert sind, wird das Virus schnell von Tier zu Tier übertragen. Besonders Vögel, die durch Kälte und Nahrungsmangel geschwächt sind, sind anfällig für die Infektion.

Bergung der Kadaver durch Feuerwehr und Veterinäramt

Am Samstag starteten Feuerwehr und Veterinäramt mit der Bergung der Kadaver, nachdem das Tauwetter ein sicheres Vorgehen ermöglichte. Mit Rettungsbooten und Schutzausrüstung wurden 43 tote Tiere aus dem Wasser geborgen. Dies verhindert, dass andere Tiere den Erreger aufnehmen.

Dekontamination und Vorsichtsmaßnahmen

Um einer weiteren Verschleppung des Virus über kontaminierte Fahrzeuge, Personen oder Geräte vorzubeugen, wurde rund um die Einsatzstelle eine spezielle Dekontaminationsstelle eingerichtet. Alle Einsatzkräfte, die an der Bergung der Kadaver beteiligt waren, mussten vor dem Verlassen des Bereichs ihre Kleidung wechseln und sich gründlich reinigen und desinfizieren. Auch Fahrzeuge und Geräte wurden einer gründlichen Dekontamination unterzogen.

Passanten sollen Uferbereich nicht betreten und Hunde an der Leine führen 

Das Landratsamt Lichtenfels bittet die Bevölkerung, weiterhin den Uferbereich des Rudufersees nicht zu betreten und Hunde an der Leine zu führen, um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern. Tierhalter werden dazu aufgerufen, ihre Bestände durch verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen zu schützen, um eine Übertragung des Virus auf Hausgeflügel zu vermeiden.

TVO-Video: Vogelgrippe im Landkreis Lichtenfels nachgewiesen

Bilder von der Bergung der Wildvögel:

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