Ein Mann aus Bamberg muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis, weil er den brutalen Angriff auf seinen Sohn durch gewaltsame Selbstjustiz rächen wollte. TVO berichtete. Obwohl das außergewöhnliche Tatmotiv das Strafmaß mildernd beeinflusste, verurteilte das Amtsgericht den Mann am Donnerstag aufgrund seines massiven Vorgehens.
Eskalation in verlassener Werkstatt
Vor etwa einem Jahr war der Sohn des Verurteilten in einem Parkhaus von Unbekannten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, getreten und dabei gefilmt worden. Auf der Suche nach den Verantwortlichen bedrohte der Vater daraufhin mehrere unbeteiligte Jugendliche teils massiv. In einer verlassenen Autowerkstatt in Hallstadt ohrfeigte und würgte er eines seiner Opfer und schüchterte es mit einer Schreckschusswaffe ein. Zudem drohte er dem Jugendlichen mit einem mitgebrachten Dönerspieß, den er ihm ans Auge hielt.
Mildernde Umstände beeinflussen Urteil
Wegen dieser Taten verhängte das Amtsgericht Bamberg nun die Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Zu den strafmindernden Gründen zählten die alkoholbedingte verminderte Schuldfähigkeit des Täters sowie die eher geringen körperlichen Verletzungsfolgen bei den Opfern. Letztlich berücksichtigte das Gericht bei der Urteilsfindung auch das außergewöhnliche Motiv des Vaters.
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