Di., 25.02.2025 , 14:19 Uhr

Hof / Oberfranken

"Bei Fieber fair bleiben": NGG fordert von Oberfrankens Chef-Etagen mehr Verständnis bei Krankheit

"Ein-Tages-Krankmeldungen" sollen ernst genommen werden

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastätten Oberfranken fordert alle Branchen aus Oberfranken dazu auf, bestehend aus rund 25.200 Betrieben, mehr Verständnis bei Krankmeldungen aufzubringen. Der kommissarische Geschäftsführer der NGG Oberfranken, Rainer Reißfelder, appelliert an die Führungskräfte in Oberfranken "Fair bei Krankheit" zu bleiben.

Beschäftigte dürfen keine Angst haben, sich krank zu melden

Laut Reißfelder würden sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer keinen Gefallen tun, krank auf die Arbeit zu gehen und sich nicht auszukurieren. Zudem würde man riskieren, andere Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz anzustecken. Die Gesundheit stehe an erster Stelle und ist ein Muss für den Job. Wenn Beschäftigte jedoch Angst davor haben, sich krank zu melden, würde etwas nicht richtig laufen. Reißfelder warne davor, dass auch Faktoren, wie z.B. viele Überstunden, enormer Zeit- und Arbeitsdruck, Mobbing, Schikanen und psychischer Druck auf Dauer Menschen krank machen können.

Um die Arbeit zu erleichtern, sollen Betriebe investieren

Schlecht ausgestattete Arbeitsplätze, fehlende Pausen sowie Nacht- und Schichtarbeit seien oft der Auslöser für Stress. Reißfelder sei davon überzeugt, dass Betriebe investieren müssen, um den Beschäftigten die Arbeit zu erleichtern. Wer an guten Arbeitsbedingungen spart, spare an der falschen Stelle, so Reißfelder weiter. Zudem fügt er hinzu, dass dazu auch unfaire Arbeitsabläufe dazu gehören würden. Dass immer dieselben Beschäftigten die Arbeiten verrichten, die sonst niemand machen möchte.

"Ein-Tages-Krankmeldungen" sollen ernst genommen werden

Laut Reißfelder sollten auch "Ein-Tages-Krankmeldungen" ernst genommen werden. Bei Migräne, Magenproblemen bis hin zu Menstruationsbeschwerden sei es wichtig, dass es Verständnis gibt seitens der Betriebsleitung und der Belegschaft. Dabei vermittle der Betriebsrat bei Konflikten zwischen Chef-Etage und Beschäftigten - auch im Krankheitsfall. Bei Koalitionsverhandlungen dürfe es kein Thema sein, dass der Lohn vom ersten Krankheitstag an fortgezahlt werde, so Reißfelder abschließend.

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