Es sind klare Worte, die der Geschäftsführer des BBC Bayreuth, Friedrich Hartung, an den Tag legt. In einem YouTube-Video, das der Basketball-Zweitligist am Mittwoch (28. Januar) veröffentlichte, sprach der 30-Jährige Klartext: „Wir haben alle – und da schließe ich mich mit ein – unsere Leistungsfähigkeit komplett überschätzt“, gibt Hartung zu.
Zuletzt drei Niederlagen in Folge
Die aktuelle Lage des BBC in der ProA ist prekär: Knapp mehr als die Hälfte der Partien der regulären Saison sind gespielt und die Oberfranken stehen mit nur sechs gewonnenen Spielen auf Rang 15 in der zweithöchsten Basketballliga Deutschlands. Kurz vor Weihnachten zog man die ersten Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt und trennte sich von Headcoach Florian Wedell – die vormaligen Assistenztrainer Lukas Hofer und Nils Scheller übernahmen. Aus den nächsten drei Partien gewannen die Bayreuther dann zwei, seitdem geht der Trend aber wieder nach unten: Zuletzt verlor der BBC dreimal in Folge, darunter das deutliche 65:99 beim direkten Konkurrenten aus Leverkusen.
Neuzugang in Aussicht
Nach der Niederlage in Leverkusen fanden zahlreiche Gespräche mit Trainern, Spielern und außenstehenden Personen statt, um die gesamte Situation zu analysieren. Das knallharte Fazit: Sportliche Ausfälle, wie der von Moritz Plescher, konnten nicht kompensiert werden. Dazu kommt, laut Hartung, ein weiterer verletzter Spieler, die genaue Diagnose steht hier allerdings noch aus.
„Wir sind zum Entschluss gekommen, dass wir uns verstärken müssen“, macht Hartung deutlich und stellt mindestens einen Neuzugang in Aussicht. Bis zum 15. Februar ist das Transferfenster noch offen, bis dahin hat der BBC noch Handlungsspielraum und kann auf dem Transfermarkt reagieren um das Ziel, den Klassenerhalt in der ProA, zu erreichen.
Finanzielle Lage wird besser
„Der Verbleib in der ProA ist alternativlos, ein Abstieg in die ProB wäre nicht kalkulierbar“, erklärt der BBC-Geschäftsführer weiter. Klar müsse man eine Lizenz auch für die dritte Liga einreichen, doch das klare Ziel ist der Klassenerhalt in der zweiten Liga. Für die kommende Spielzeit macht Hartung Hoffnung: „Wir werden das erste Jahr haben, wo wir mit einem ausgeglichenen Etat agieren“, so der 30-jährige. Von hier aus könne man sich hocharbeiten, es gebe keine Altlasten, die erst einmal aufgearbeitet werden müssen.
Mit – mindestens einem – Neuzugang in der Hinterhand und den positiven (finanziellen) Aussichten, sieht die Zukunft in der Wagnerstadt, zumindest laut dem Geschäftsführer, deutlich besser aus, als die Gegenwart. Nun müssen aber zuerst einmal positive Ergebnisse folgen, sodass der Verbleib in der ProA gesichert werden kann.