Lange wurde darüber gemunkelt, jetzt ist es fix. Die Heilbronner Falken, Eishockey-Oberligist und damit Gegner der Selber Wölfe und der onesto Tigers Bayreuth, müssen Insolvenz anmelden. Besonders brisant: Zehn Spiele vor Ende der regulären Saison befinden sich die Falken im Kampf um das Playoff-Heimrecht. Größter Gegner: Die Selber Wölfe.
Heilbronn haushaltet mit Informationen
Dreimal trafen die Wölfe auf auf die Falken, mit ernüchternden Ergebnissen: Mit 2:3 n.V., 1:6 und 3:4 verloren die Oberfranken alle drei Partien gegen die Mannschaft aus Baden-Württemberg. Das vierte Aufeinandertreffen ist für den 15. Februar angesetzt. Ob es dazu kommt, ist Stand jetzt (29. Januar, 13 Uhr) noch unklar.
Fest steht: Eine Mannschaft, die sich in einem Insolvenzverfahren befindet, kann laut DEB-Statuten zumindest nicht an den Playoffs teilnehmen. Der Kampf um Platz vier, der Heimrecht im Viertelfinale bedeutet, wäre damit obsolet. Ob die Falken den aktuellen Spielbetrieb aufrecht halten können, steht aktuell ebenfalls noch nicht fest, der Oberligist hält sich aktuell noch bedeckt. Die Insolvenz wurde vom Verein bis dato noch gar nicht kommuniziert, zu finden ist diese lediglich auf der Webseite neu.insolvenzbekanntmachungen.de, auf der die zuständigen Gerichte neue Insolvenzen verkünden.
Das sagen die Selber Wölfe
Im Gegenteil: Auf ihrer Instagram-Seite bewerben die Falken in ihrem Post vom 28. Januar den Ticketverkauf für die restlichen Heimspiele – man scheint also zuversichtlich zu sein, dass der Spielbetrieb bis zum Ende der regulären Saison fortgeführt werden kann.
Bei den Selber Wölfen nimmt man die Insolvenz auf Anfrage der TVO-Sportredaktion mit Bedauern zur Kenntnis:
„Die Nachricht von der Insolvenzanmeldung der Heilbronner Falken macht uns sehr betroffen. Trotz aller sportlichen Rivalität verbindet uns im Eishockey vor allem eines: Der Zusammenhalt innerhalb einer vergleichsweise kleinen Familie.
Unsere Gedanken gelten insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Spielern, dem Trainerstab sowie allen weiteren Betroffenen, deren Arbeitsplätze und persönliche Perspektiven nun auf dem Spiel stehen. Auch für die Fans ist diese Situation ein harter Einschnitt.
Wir wünschen dem Eishockeystandort Heilbronn viel Kraft für die kommenden Wochen und drücken die Daumen, dass es gelingt, diese schwierige Phase zu bewältigen und gestärkt aus der Situation hervorzugehen.“
Statement Selber Wölfe (29. Januar)
Anmerkung der Redaktion: Auch die onesto Tigers Bayreuth wurden für ein Statement angefragt, haben sich bis zur Veröffentlichung dieses Artikels noch nicht zurückgemeldet. Sobald das Statement der Tigers vorliegt, wird dieses ergänzt.