Mit dem Abschluss des Kreistags in Kulmbach ist der oberfränkische „Kreistags-Dreierpack“ im Wahljahr des Bayerischer Fußball-Verband abgeschlossen. In Selb, Sonnefeld und Kulmbach stellten die Delegierten aus den drei oberfränkischen Fußball-Kreisen Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel, Coburg/Kronach/Lichtenfels und Bamberg/Bayreuth/Kulmbach die personellen Weichen für die kommenden vier Jahre, diskutierten Reformen im Spielbetrieb und bekamen erste Einblicke in eine mögliche Neustrukturierung der Kreise.
Neuer Vorsitzender in Hof
Im Kreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel wurde Michael Pfauntsch zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Siegfried Tabbert, der den Kreis seit 2017 geführt hatte. In Coburg/Kronach/Lichtenfels bestätigten die Delegierten Ulrich Pochmann erneut im Amt, während im Kreis Bamberg/Bayreuth/Kulmbach Manfred Neumeister wiedergewählt wurde. Neumeister gab dabei seine bisherige Doppelfunktion ab, Ralf Riemke übernahm das Amt des Kreis-Spielleiters. Auch in den weiteren Ausschüssen setzten die Kreise überwiegend auf Kontinuität, ergänzt durch einzelne personelle Wechsel.
BFV-Präsident vor Ort
In allen drei Kreistagen war BFV-Präsident Dr. Christoph Kern vor Ort. Er stellte den hohen gesellschaftlichen Stellenwert des Amateurfußballs, das Ehrenamt sowie die neue bayernweite Kinderfußball-Allianz mit den Profiklubs in den Mittelpunkt. Zugleich verwies Kern auf kommende Herausforderungen wie den ab dem Schuljahr 2026/27 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.
Was passiert mit dem Kreis Hof?
Ein zentrales Thema war außerdem die angekündigte Kreis-Reform in Oberfranken. Bezirksvorsitzender Thomas Unger machte deutlich, dass der aktuelle Zuschnitt der drei Kreise aufgrund sinkender Vereinszahlen – insbesondere im Kreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel – überprüft werden muss. Ziel sei eine zukunftsfähige Lösung, die gemeinsam mit den Vereinen erarbeitet und 2028 auf einem außerordentlichen Bezirkstag beschlossen werden soll.
Meinungsbilder sind eindeutig
Große Einigkeit zeigte sich bei den Meinungsbildern zum Spielbetrieb: In allen drei Kreisen sprach sich eine deutliche Mehrheit für die Beibehaltung der Verlängerung in Entscheidungs- und Relegationsspielen sowie gegen eine automatische Sperre nach Gelb-Rot aus. Auch die Zeitstrafe soll trotz geänderter DFB-Vorgaben mehrheitlich beibehalten werden. Die Abstimmungen sind nicht bindend, werden beim Verbandstag aber diskutiert.
Der Bezirkstag des Bezirks Oberfranken findet am Samstag, 14. März, um 10 Uhr, in der Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach statt.