Ein Senior aus Kulmbach ist Opfer eines dreisten Telefonbetrugs geworden. Kriminelle gaben sich als Polizisten aus und brachten den Mann um einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag. Als der Geschädigte tags darauf die echte Polizei kontaktieren wollte, flog der Schwindel auf. Nun ermittelt die Kriminalpolizei Bayreuth und sucht dringend Zeugen.
Die perfide Masche: „Verdeckte Ermittlungen“ vorgetäuscht
Der Betrug flog am Mittwoch (10. Juni) auf, als sich der Senior bei der Einsatzzentrale der Polizei meldete. Er verlangte nach einem vermeintlichen Beamten, mit dem er bereits am Vortag telefoniert hatte. Den echten Polizisten wurde schnell klar: Der Mann war Opfer von Telefonbetrügern geworden. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Täter den Senior am Dienstag kontaktiert und ihm eine Räuberpistole aufgetischt: Er müsse der Polizei bei einer geheimen, verdeckten Ermittlung helfen. Die Kriminellen behaupteten, ein Bankmitarbeiter sei in die Verbreitung von Falschgeld verwickelt. Um den vermeintlichen Täter zu überführen, sollte der Senior Bargeld von seinem Konto abheben und es einem Ermittler zur „Überprüfung“ übergeben.
Geldübergabe in der Bergstraße mit Kennwort
Der arglose Senior folgte den Anweisungen. Am Dienstagnachmittag gegen 14:00 Uhr tauchte schließlich ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift des Opfers in der Bergstraße auf. Erst nachdem der Abholer das zuvor telefonisch vereinbarte Kennwort „Traktor“ genannt hatte, händigte ihm der Senior eine schwarze Stofftasche mit dem Bargeld aus. Danach verschwand der Unbekannte mit der Beute.
Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben:
Kripo Bayreuth sucht Zeugen
Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen und setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die am Dienstag gegen 14:00 Uhr im Bereich der Bergstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Angaben zu dem schwarz gekleideten Abholer machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0921/506-0 zu melden.
Wichtige Warnhinweise der Polizei
Die Polizei nimmt diesen aktuellen Fall erneut zum Anlass, um vor der Masche mit falschen Beamten zu warnen und gibt folgende Verhaltenstipps: