Das war knapp! Der Kulmbacher Hammerwerfer Merlin Hummel, immerhin Vize-Weltmeister und Mitfavorit auf die Goldmedaille, zeigte ungeahnte Schwächen. Bei der Leichtathletik-EM im britischen Birmingham, die am Montag (10. August) begann, belegte er in der Endabrechnung beider Vorkampf-Gruppen nur den zehnten Platz der Qualifikation.
Hohe Erwartungen an den Vize-Weltmeister
Mit 75,49 Meter schrammte Hummel nur knapp am Ausscheiden vorbei. Das Zittern, bei dem für Eintracht Frankfurt startenden Athleten war, dann auch zu bemerken. Als 13. wäre er nämlich bereits in der Qualifikation gescheitert. Der 24-Jährige, der bei der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft in Wattenscheid (Nordrhein-Westfalen) noch seinen deutschen Meistertitel erfolgreich verteidigte, wurde den Erwartungen zum Auftakt somit noch nicht gerecht. Das Hammerwurf Finale steigt am Dienstagabend (11. August).
Zweiter Deutscher im Finale dabei
In der Qualifikation überzeugten Bence Halász (UNG) mit 79,58m und Volodymyr Myslyvchuk (CZE) mit 79,61m. Die beiden Werfer waren die einzigen Starter, die die geforderte Quali-Weite übertrafen. Mit Sören Klose, ebenfalls Eintracht Frankfurt, ist ein zweiter deutscher Hammerwerfer im Finale.
Silber bei der WM in Tokio
Nachdem er im vergangenen Jahr bei der WM in Tokio bereits den zweiten Platz erzielen konnte, werden dem Kulmbacher hohe Erfolgsaussichten auf den EM-Titel zugeschrieben. Zumal Weltmeister Ethan Katzberg aus Kanada bei der EM nicht am Start sein kann.