Zu einem blutigen Zwischenfall kam es am Samstag (20. Juni) auf einem Gartengrundstück in Meeder (Landkreis Coburg). Ein freilaufender Hund drang eigenständig in ein Hühnergehege ein und richtete dort erheblichen Schaden an.
Eigentümerin sperrt Hund im Stall ein
Gegen 08:00 Uhr alarmierte die Geschädigte die Polizei, nachdem sie den Angriff des fremden Tieres auf ihre Hühner bemerkt hatte. Bis zum Eintreffen der Streifenbeamtinnen und -beamten reagierte die Frau jedoch geistesgegenwärtig: Es gelang ihr, den Hund direkt im Hühnerstall einzusperren und so weitere Attacken zu verhindern. Für einen Teil des Geflügels kam jedoch jede Hilfe zu spät. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte nur noch drei tote und zwei verletzte Hühner feststellen. Ein weiteres Tier wird seit dem Vorfall vermisst.
Vierbeiner führt Polizei selbst zum Halter
Kuriose Wendung bei der Halterermittlung: Nachdem die Beamten den Hund angeleint aus dem Gehege geführt hatten, lief dieser zielstrebig voraus und lotste die Streife direkt zu seinem nahegelegenen Wohnsitz. Dort trafen die Polizisten auf die Ehefrau des verantwortlichen Hundehalters. Nach ihren Angaben war das Tier kurz zuvor durch eine offenstehende Terrassentür unbemerkt aus dem Haus entwischt. Der Hundehalter zeigte sich kooperativ und begab sich im Anschluss gemeinsam mit der Polizei zurück zum Tatort, um mit der Geschädigten die Regulierung des entstandenen Schadens zu besprechen.