Nach dem brutalen Angriff auf den Hofer Judoka Timo Cavelius hat sich dessen Gegner Akaki Japaridze erstmals öffentlich zu dem Vorfall geäußert. In einer auf Instagram veröffentlichten Stellungnahme erklärte der Georgier zwar, dass jegliche körperliche Aggression im Sport inakzeptabel sei, schob die Schuld für die Eskalation jedoch seinem Kontrahenten zu. Den gewalttätigen Ausraster nach seiner Niederlage in der Judo-Bundesliga begründete er nicht mit dem sportlichen Misserfolg, sondern mit angeblichen verbalen und gestischen Beleidigungen seines Gegners. Der Jubel des Olympia-Teilnehmers sei für ihn „als Georgier und als Mann“ absolut unerträglich gewesen.
Schwere Verletzungen und juristische Folgen
Timo Cavelius, der bei der Attacke einen Kieferbruch erlitt und zwei Zähne verlor, wies diese Vorwürfe in den Medien umgehend zurück. In einer Erwiderung betonte er, dass es niemals seine Absicht gewesen sei, Japaridze aufgrund seiner Herkunft oder Identität zu demütigen. Der 29-jährige Hofer musste bereits operiert werden und wird verletzungsbedingt die im Oktober anstehende Weltmeisterschaft in Baku verpassen. Unterdessen hat die Leipziger Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen den 24-jährigen Angreifer aufgenommen. Zudem drohen dem Gastkämpfer drastische sportliche Konsequenzen, die bis zu einer lebenslangen Sperre durch den Weltverband reichen könnten.