Der Diesel-Prozess gegen den Schwarzenbacher Tankstellenbetreiber Thomas Hoffmann wird am Mittwoch (15. Juli) vor dem Hofer Landgericht fortgesetzt. Die ersten Urteile gegen vier Angeklagte werden erwartet. Einem der Angeklagten unterbreitete die Kammer einen sogenannten Verständigungsvorschlag. Demnach läge der Strafrahmen für ihn zwischen drei und sechs Jahren Freiheitsstrafe.
Thomas Hoffmann vom Hauptverfahren getrennt
Vor rund einer Woche wurde das Verfahren gegen Thomas Hoffmann vom Hauptverfahren abgetrennt. Ein Neurologe soll klären, ob Hoffmann angesichts einer mutmaßlich fortschreitenden Demenzerkrankung überhaupt noch verhandlungsfähig ist. Das Gericht ordnete eine Unterbrechung des Verfahrens um einen Monat an. TVO berichtete. Fortgesetzt wird das Verfahren am 7. August. Eine längere Unterbrechung ist nicht möglich, da das Verfahren aufgrund der gesetzlichen Vierwochenfrist andernfalls neu beginnen müsste.
90,5 Millionen Liter Schmieröl als Diesel verkauft
Vor dem Landgericht Hof läuft gegen Thomas Hoffmann ein Prozess wegen Hinterziehung von Energiesteuern und Hehlerei. An seinen sieben Tankstellen im Landkreis Hof und im Vogtland, die zur Firma Siegmund Hoffmann gehören, soll er 90,5 Millionen Liter Schmieröl als Dieselkraftstoff verkauft haben. Der entstandene Steuerschaden beläuft sich auf 44 Millionen Euro.