Am Grenzübergang Schirnding (Landkreis Wunsiedel) hat die Bundespolizei eine 43-jährige Autofahrerin mit rund 400 illegalen und teilweise gefälschten Böllern gestoppt. Gegen die Frau aus dem Landkreis Bamberg wurde nach dem Vorfall am Mittwoch (4. November) ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.
Gefährliche Fracht im Kofferraum
Wie in jedem Jahr vor Silvester verzeichnet die Polizei derzeit einen Anstieg des Pyrotechnik-Schmuggels über die tschechische Grenze. Bei der Kontrolle am späten Mittwochnachmittag entdeckten Fahnder der Bundespolizeiinspektion Selb das auf einem grenznahen Markt gekaufte Feuerwerk im Fahrzeug der Beschuldigten. Unter den beschlagnahmten Gegenständen befanden sich sowohl erlaubnispflichtige Sprengkörper als auch minderwertige Fälschungen. Die Fertigungsqualität der Plagiate war teils so mangelhaft, dass bereits das Zündpulver austrat. Die Beamten stellten die gesamte brisante Ladung umgehend sicher.
Eindringliche Warnung vor Gesundheitsrisiken
Die Bundespolizei warnt ausdrücklich vor der Einfuhr von in Deutschland nicht zugelassener Pyrotechnik. Neben strafrechtlichen Konsequenzen und finanziellen Kosten bergen diese Sprengkörper ein immenses Verletzungsrisiko für die Nutzer. Durch fehlende Sicherheitsstandards und ein oftmals unkontrollierbares Abbrennverhalten stellen illegale Böller eine akute Gefahr für die eigene Gesundheit dar.