Die Bamberger Symphoniker nehmen Abschied: Wenige Tage vor seinem 100. Geburtstag ist der Ehrendirigent der Bamberger Symphoniker Herbert Blomstedt am Mittwoch (04. November) verstorben. Fast 50 Jahre lang war er als Dirigent bei über 200 Konzerten in gut 50 Städten mit dem Bamberger Orchester unterwegs.
Herbert Blomstedt war seit 2006 Ehrendirigent der Bamberger Symphonikern
Die Bamberger Symphoniker erinnern sich noch einmal an Herbert Blomstedt. Sie beschreiben ihn als „immer neugierigen, hochmusikalischen und tiefgläubigen Dirigenten“, für den jedes Konzert ein Gottesdienst war. 2006 wurde er schließlich zum Ehrendirigenten der Bamberger Symphoniker ernannt. Ihn machte aber nicht nur seine Freude am Musizieren aus, auch seine Leidenschaft für Bücher nahm einen bedeutenden Teil in seinem Leben ein.
Bamberger Symphoniker erinnern an vielfältiges Leben Blomstedts
Laut den Bamberger Symphonikern konnten sie einiges von Herbert Blomstedt lernen: Er hatte nicht nur ein vielfältiges musikalisches Wissen, sondern befasste sich ebenfalls unter anderem mit Literatur, Kunstgeschichte, barocker Lyrik sowie der neuesten Forschung in der Neurologie. Außerdem zeigte er ein besonderes Interesse an seinen Mitmenschen, denn dies war für ihn die Grundlage des gemeinsamen Musizierens.
Blomstedt als wichtiger Akteur in der europäischen und amerikanischen Orchesterlandschaft
Herbert Blomstedt prägte sowohl die europäische als auch amerikanische Orchesterlandschaft: Neben seinen Tätigkeiten in Dresden und Leipzig war er außerdem Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters und leitete zehn Jahre lang die San Francisco Symphony. Darüber hinaus war er als Gastdirigent bei renommierten Orchestern in Boston, Chicago und Los Angeles gefragt.