Das Polizeipräsidium Oberfranken präsentierte am Donnerstag (26. Februar) die Verkehrsunfallstatistik für 2025. Dabei gab es positive Trends, aber auch noch Handlungsbedarf.
Rückgang der Verkehrstoten
So prägen weniger Verkehrsunfälle und ein Rückgang der Verkehrstoten die Verkehrsunfallstatistik 2025 für Oberfranken. Gleichzeitig sei die Zahl der bei Unfällen verletzten Menschen leicht angestiegen. Die Polizei Oberfranken sehe sich in ihrer Verkehrssicherheitsarbeit bestätigt, mache aber deutlich, dass weiterhin konsequente Prävention und Kontrollen notwendig seien.
30.028 Verkehrsunfälle im Jahr 2025
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei auf den oberfränkischen Straßen insgesamt 30.028 Verkehrsunfälle. Damit ging die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Auch die Zahl der Verkehrstoten sank auf 37. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Verletztenzahlen, dass Verkehrssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist: 4.604 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt, 818 davon schwer.
Die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber noch nicht am Ziel. Weniger Unfälle insgesamt und ein Rückgang der Verkehrstoten stehen einer steigenden Zahl von Verletzten gegenüber. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch und sein Schicksal.
Florian Mayer, Polizeivizepräsident Oberfranken
Mehr getötete und verletzte Senioren
Besorgniserregend ist insbesondere die Entwicklung bei Verkehrsunfällen mit Seniorinnen und Senioren. Zwar war die Gesamtzahl der Unfälle mit ihrer Beteiligung leicht rückläufig, jedoch stieg sowohl die Zahl der verletzten als auch der getöteten älteren Verkehrsteilnehmer deutlich an. Mit 17 Verkehrstoten stellt diese Altersgruppe einen erheblichen Anteil an der Gesamtzahl in Oberfranken.
Unterschiedliche Entwicklungen im Radverkehr
Auch im Radverkehr zeigt sich ein differenziertes Bild: Die Zahl der getöteten Radfahrer sank auf neun. Während sich die Unfallzahlen bei klassischen Fahrrädern um 1,3 Prozent reduzierten, nahmen Unfälle unter Beteiligung von motorisierten Fahrrädern (Pedelecs) um rund 33,6 Prozent deutlich zu.
Geschwindigkeit bleibt zentraler Risikofaktor
Als Hauptursachen für schwere und tödliche Verkehrsunfälle nennt die Polizei weiterhin nicht angepasste Geschwindigkeit, Unachtsamkeit und Ablenkung. Besonders auf Landstraßen kommt es – trotz insgesamt geringerer Unfallzahlen im Vergleich zum innerörtlichen Bereich – überdurchschnittlich häufig zu schweren Unfallfolgen. Geschwindigkeit bleibt damit ein zentraler Risikofaktor im Straßenverkehr.
Unser Ziel bleibt es, durch gezielte Prävention, Aufklärung und Kontrollen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer weiter zu erhöhen. Gerade Aufmerksamkeit, angepasste Geschwindigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme sind entscheidend, um schwere Unfälle zu vermeiden.
Camilla Bäuerle, Sachbereichsleiterin Verkehr
Verkehrssicherheitsarbeit konsequent fortführen
Für das Jahr 2026 kündigt die Polizei Oberfranken an, ihre Verkehrssicherheitsarbeit konsequent fortzuführen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicherheit auf Landstraßen. Verkehrssicherheit bleibt eine gemeinsame Aufgabe – für Polizei und Verkehrsteilnehmer gleichermaßen