Das Beben um den Noch-Oberligisten Bayreuth Tigers nimmt kein Ende. Nach dem Saisonende für die Oberfranken war kurzzeitig einmal Hoffnung in Sicht, die hatte sich aber schnell wieder zerschlagen. Nun kommt ein anderes Szenario plötzlich wieder in Frage.
Entscheidung am Dienstag?
Vergangene Woche war auf einmal Hoffnung in Aussicht: Ein Investor war gefunden, onesto hatte die Anteile verkauft und große Ziele waren ausgegeben. Dann aber der Tiefschlag: Mikael Agateljan, der zwischen den onesto und einer kalifornischen Investmentfirma vermittelte, zog zurück.
Medienberichten zufolge soll der gebürtige Armenier in sozialen Netzwerken derart angegangen worden sein, dass er keine Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sah. Er wolle den Vertrag rückgängig machen, so hieß es. Ob das so einfach möglich ist, darüber ist man sich wohl noch uneinig – wem die Anteile aktuell gehören, ist ebenfalls unklar. Eine Entscheidung ist für Dienstag, 17. März, geplant. Danach herrscht hoffentlich mehr Klarheit darüber, wie es mit dem Standort Bayreuth weitergeht. Ein Investor könnte zumindest dafür sorgen, dass im Tigerkäfig weiterhin Oberliga gespielt werden kann.
„Wäre eine Überlegung wert“
Beim Stammverein, dem EHC, herrscht ebenfalls nach wie vor Unklarheit. Michael Schwellengreber, 1. Vorsitzender des EHC, erklärte gegenüber der TVO-Sportredaktion: „Wir wissen auch noch nicht mehr. Für heute ist wohl ein Treffen geplant, dann können wir vielleicht mehr sagen.“ Mittlerweile könne man sich aber beim Stammverein wieder vorstellen, die GmbH für den ausgelobten „Symbolischen Euro“ zu übernehmen: „Es ist zumindest eine Überlegung wert, bevor wieder irgendjemand anderes um die Ecke kommt“, so Schwellengreber gegenüber TVO. „Dafür müssten aber Personalkosten gestrichen werden, wir können die bestehenden Verträge nicht mit in die Landesliga nehmen.“
„Kein tragfähiges Konzept für die Oberliga“
Sollte tatsächlich der EHC wieder einsteigen, dann würde man aber definitiv in der Landesliga antreten: „Unter den gegebenen Umständen sehen wir kein tragfähiges Konzept für die Oberliga. Das ist ausgeschlossen“, wird der Vorsitzende deutlich und verweist auch auf die fehlenden Sponsoren in der Region: „In Bamberg tut sich Brose schwer, hier in Bayreuth ist es medi.“
Bevor der EHC die GmbH übernehmen könnte, muss aber eine Entscheidung im Investorendeal fallen. Dann kann der Stammverein die Überlegungen weiter antreiben.