Nach einem schweren Auffahrunfall auf der A9 bei Bayreuth mit anschließender Fahrerflucht hat die Polizei am Samstag (22. August) den mutmaßlichen Unfallverursacher gefasst. Der 31-Jährige, der sein stark beschädigtes Mietauto auf dem Standstreifen zurückgelassen hatte und zu Fuß flüchtete, wurde wenig später alkoholisiert als Anhalter aufgegriffen.
Heftiger Zusammenstoß und Flucht
Zuvor war der weiße Audi-Kombi mit überhöhter Geschwindigkeit auf einen auf der mittleren Spur fahrenden BMW mit Schweizer Zulassung aufgefahren. Während die glücklicherweise unverletzten Insassen des nicht mehr fahrbereiten BMW von Ersthelfern betreut wurden, flüchtete der Unfallverursacher trotz erheblicher Frontschäden in Richtung Süden. Etwa 20 Kilometer weiter entdeckten Einsatzkräfte den verlassenen Audi S5 auf dem Standstreifen und folgten Fluchtspuren über einen Wildschutzzaun.
Festnahme und Zeugenaufruf
Eine zivile Streife der Verkehrspolizei Bayreuth griff den 31-jährigen Anhalter kurz darauf nahe einer angrenzenden Kreisstraße auf und stellte bei ihm den passenden Autoschlüssel sicher. Wegen starken Alkoholgeruchs ordneten die Beamten eine Blutentnahme an, beschlagnahmten seinen Führerschein und stellten den Mietwagen zur Spurensicherung sicher. Durch den Crash und die Wegnahme zweier Fahrspuren entstand nicht nur ein Sachschaden von rund 50.000 Euro, sondern auch ein erheblicher Rückstau im Reiseverkehr. Da der Raser laut Videoaufnahmen schon im Vorfeld durch eine aggressive Fahrweise aufgefallen war, sucht die Polizei nun unter der Nummer 0921/506-2330 nach weiteren Zeugen und Geschädigten.