Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Die SpVgg Bayreuth hat zu Beginn der Woche bekannt gegeben, dass alle Spieler der Regionalliga-Mannschaft den Verein verlassen dürfen. Der Club selbst bezeichnet das Angebot als einen „Akt der Fairness“ gegenüber der Mannschaft, die Maßnahme kann angesichts der offenbar desolaten finanziellen Lage jedoch wohl ebenso als ein Akt der Verzweiflung gedeutet werden. Wie TV Oberfranken nun erfuhr, haben sich drei Spieler bereits mit anderen Vereinen geeinigt.
Bayreuth schwebt in akuter Abstiegsgefahr
Das Jahr 2026 ist erst wenige Wochen alt, und trotzdem zeichnet sich bereits ab, dass es eines der düstersten der jüngeren Vereinsgeschichte werden könnte. Während man in der Saison 24/25 noch kräftig im Aufstiegsrennen um die 3. Liga mitmischte, spielt das Team von Lukas Kling in dieser Saison gegen den Abstieg. Der Abstand auf Augsburg II auf dem ersten Relegationsplatz beträgt sechs Punkte – jedoch haben die Fuggerstädter noch drei Spiele in der Hinterhand. Die dramatische Wendung der letzten Tage wirft die Frage auf, ob die Altstadt in den nächsten Monaten überhaupt konkurrenzfähig sein wird.
Stefandl, Bell und Mintal verlassen den Club
Wie groß der Aderlass bis zum Ende des Transferfensters am 02. Februar ausfallen wird, ist derzeit noch ungewiss. Auf Nachfrage von TV Oberfranken wurden von Seiten des Vereins allerdings bereits drei Namen genannt, die vor einem Wechsel stehen. Dabei handelt es sich um Jakub Mintal, Marco Stefandl und Julian Bell. Während der Abgang von Stürmer Mintal, der in der Regionalliga hauptsächlich von der Bank kam und in 11 Einsätzen 1 Tor erzielte, durchaus verkraftbar ist, dürfte der Verlust der beiden Letztgenannten dem Trainerstab deutlich mehr Kopfzerbrechen bereiten.
Schmerzhafte Abgänge kurz vor Ende des Transferfensters
Flügelspieler Stefandl, der in der Jugend des FC Bayern München ausgebildet wurde, gehörte seit seiner Ankunft in Bayreuth im Jahr 2023 stets zu den Leistungsträgern der Altstadt. Zwar zeigte er sich in dieser Saison – genau wie ein Großteil der Mannschaft – weit entfernt von seiner Topform, trotzdem wird die augenscheinlich klamme Spielvereinigung die individuelle Klasse und Erfahrung des 27-Jährigen kaum gleichwertig ersetzen können. Gleiches gilt für Außenverteidiger Julian Bell, der erst im September nach Bayreuth gewechselt war, aber auf Anhieb Stammkraft wurde.
Trainer Kling gibt sich optimistisch
Auch wenn die Wechsel-Ansage seit Wochenbeginn wie ein Damoklesschwert über der Mission Klassenerhalt schwebt, gab sich Trainer Kling beim Training der Altstadt am Dienstagabend gegenüber TV Oberfranken optimistisch und betonte sein volles Vertrauen in die Mannschaft – unabhängig davon, welche Spieler am Ende des Transferfensters überhaupt noch zur Verfügung stehen.
Einen ausführlichen Bericht zur Lage bei der SpVgg Bayreuth sehen Sie am Donnerstagabend in Oberfranken Aktuell!