Di., 09.11.2021 , 17:13 Uhr

Bayern / Oberfranken

Bayerische Regierung greift hart durch: Polizei soll Corona-Regeln überwachen & Verstöße sofort ahnden

Maskenpflicht in der Schule gilt in der Grundschulstufe und allen weiterführenden Schulen bis auf Weiteres

Wie bereits am Montag (08. November) vorab berichtet, beschloss das bayerische Kabinett nach seiner Sitzung am Dienstagvormittag (09. November) strengere Regelungen und Maßnahmen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Vorausgegangen war das Springen der bayerischen Krankenhausampel von Gelb auf Rot am heutigen Dienstag.

Mehr Polizei, mehr Kontrollen

Laut der Staatsregierung wirken die staatlichen Regelungen nur, wenn sie konsequent befolgt werden und ihre Einhaltung kontrolliert wird. Hierbei werden die Kreisverwaltungsbehörden nun verstärkt durch die bayerische Polizei unterstützt. Hierzu sollen umgehend zusätzliche Polizisten zum Einsatz kommen. Die Kontrollen sollen systematisch erfolgen und sich insbesondere auf die flächendeckende Einhaltung der 2G/3G-Regeln beziehen. Dabei kann nach dem Willen der Regierung in Bayern die Polizei unmittelbar ein Verwarnungsgeld erheben. Konsequenzen können bis zur vorübergehenden Schließung der Betriebe und Einrichtungen reichen, so die Staatskanzlei in einer Pressemitteilung vom heutigen Dienstag. Die Überwachungsbehörden wurden zu einer konsequenten Ahndung von Verstößen aufgefordert.

Testzentren werden bis März 2022 fortgeführt

Der Ministerrat fasste zudem die Entscheidung, die in allen kreisfreien Städten und Landkreisen eingerichteten lokalen ÖGD-Testzentren zunächst bis 31. März 2022 fortzuführen. Das Gesundheitsministerium soll hierbei sicherstellen, dass die Testzentren durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Sinne der Testverordnung betrieben werden. Für den Zeitraum der Fortführung der lokalen ÖGD-Testzentren sollen die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb hauptsächlich durch den Freistaat Bayern getragen werden.

Bayern setzt auf die Auffrischungsimpfung

Die Staatsregierung ist für den Impfbooster. Dies machte Ministerpräsident Söder am Mittag in einer Pressekonferenz in München deutlich. Der Freistaat Bayern setzt daher auf flächendeckende Auffrischungsimpfungen für alle und fährt den Impfbetrieb in seinen Impfzentren, die seit Oktober 2021 im Stand-by-Betrieb sind, wieder auf wöchentlich (Montag bis Freitag) rund 2.000 Impfungen pro 100.000 Einwohner hoch. Söder rief alle Bürgerinnen und Bürger auf, von der Möglichkeit der Booster-Impfungen Gebrauch zu machen. Begleitend stellt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sicher, dass über die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden alle Personen über 60 Jahre eine direkte Information über die Bedeutung einer Auffrischungsimpfung erreicht.

Suche nach geeigneten Einrichtungen

Vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen will Bayern sicherzustellen, dass alle zur Verfügung stehenden Kapazitäten bereitstehen, um die Lage in der stationären Versorgung zu bewältigen. Der Ministerrat beauftragte daher das Gesundheitsministerium zu prüfen, ob die Möglichkeit geschaffen werden kann, alle Kliniken sowie Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation und andere geeignete Einrichtungen in das Versorgungsgeschehen einzubeziehen.

Handlungsleitfaden für bayerische Betriebe

Gleichzeitig soll das Innenministerium in München einen Handlungsleitfaden für die Betriebe im Freistaat auszuarbeiten und veröffentlichen, der die wichtigsten für die Wirtschaft relevanten Fragen zur Handhabung von 3G in Betrieben behandelt. Zudem wurde der Bund aufgefordert, schnellstens eine sichere Rechtsgrundlage für ein Fragerecht von Arbeitgebern nach dem Impfstatus und eine datenschutzrechtliche Speichermöglichkeit des Impfstatus zu schaffen.

Veränderungen im Rahmen der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Inkrafttreten am 11. November):

Aktuell-Beitrag vom Dienstag (09. November)

Corona-Pandemie: Verstärkte Kontrollen der 2G/3G-Regeln
Bayern Corona Covid-19 Oberfranken

Das könnte Dich auch interessieren

16.07.2026 Schlussstrich für Söder?: ÖDP fordert Begrenzung der Amtszeit! Die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) will laut Medienberichten die Amtszeit des bayerischen Ministerpräsidenten per Volksbegehren begrenzen und dafür die Bayerische Verfassung ändern. Aus Sicht der CSU stecke hinter dem Vorstoß jedoch weniger ein allgemeines demokratisches Anliegen als vielmehr der Versuch, Ministerpräsident Markus Söder politisch zu treffen. 16.07.2026 Geburtenrate in Bayern: Oberfranken auf dem letzten Platz In Oberfranken werden die wenigsten Kinder geboren. Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik liegt Oberfranken mit im Schnitt 1,29 Kindern im Vergleich mit den anderen sechs Regierungsbezirken auf dem letzten Platz. 14.07.2026 Reich, reicher, Bayern: 370 Oberfranken sind Einkommensmillionäre Die Zahl der Einkommensmillionäre in Bayern ist erneut gestiegen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lebten im Jahr 2022 insgesamt 8.034 Steuerpflichtige im Freistaat, deren Jahreseinkünfte mindestens eine Million Euro betrugen, wie es am Dienstag (14. Juli) nun bekanntgegeben wurde. Das sind 327 Personen beziehungsweise 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr 2021. Die Einkommensmillionäre erzielten 2022 zusammen Einkünfte in Höhe von 22,7 Milliarden Euro. Pro Steuerpflichtigem 07.07.2026 Bayernweiter Vergleich: Menschen in Oberfranken sterben früher Die Lebenserwartung der Menschen in Oberfranken liegt unter dem bayerischen Durchschnitt. Das geht aus aktuellen Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor.