12,4 Prozent der bayerischen Bevölkerung sind von Armut bedroht, dies teilte Bayerische Landesamt für Statistik am heutigen Dienstag (03. Februar) in einer Pressemittelung mit. Ihr Einkommen liegt unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle. Besonders gefährdet sind Alleinlebenden und Alleinerziehenden.
12,4 Prozent der bayerischen Bevölkerung armutsgefährdet
Rund 1,6 Millionen Menschen in Bayern gelten laut der Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (European Union Statistics on In-come and Living Conditions, EU-SILC) aus dem Jahr 2025 als armutsgefährdet. Im Vergleich zum Vorjahr ist Armutsgefährdungsquote in Bayern von 11,8 Prozent auf 12,4 Prozent gestiegen. Grundlage für die Erhebung ist das Haushaltseinkommen (Einkommen nach Steuern und Sozialabgaben).
Armutsgefährdungsschwellen richten sich nach Haushaltstyp
Die Armutsgefährdungsschwellen werden deutschlandweit berechnet und berücksichtigen den Haushaltstyp. So beträgt im Jahr 2025 die Armutsgefährdungsschwelle für Alleinlebende 1.446 Euro pro Monat, für Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren 1.879 Euro pro Monat. Haushalte mit zwei Erwachsenen gelten als von Armut gefährdet, wenn deren Einkommen unter 2.168 Euro pro Monat liegt. Leben zusätzlich zwei unter 14-jährige Kinder mit im Haushalt, beträgt die Schwelle 3.036 Euro.
Alleinerziehende und Alleinlebende besonders von Armut gefährdet
In Bayern leben insgesamt rund 2,5 Millionen Menschen allein (19,3 Prozent der Bevölkerung). Davon gelten rund 28,0 Prozent, also rund 712.000 Personen, als armutsgefährdet. Mit einer Armutsgefährdungsquote von 24,0 Prozent und 140.000 Personen sind ebenfalls Alleinerziehende und deren Kinder in Bayern deutlich stärker von Armut gefährdet als die Durchschnittsbevölkerung.