Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt derzeit in mehreren schweren Fällen von Telefonbetrug, bei denen Kriminelle am Montag (24. August) eine sechsstellige Summe erbeuteten. Mit verschiedenen perfiden Maschen brachten die Täter vor allem ältere Frauen dazu, Bargeld und Wertgegenstände an unbekannte Abholer zu übergeben.
Schockanruf wegen angeblich kranker Tochter
In Ahorn (Landkreis Coburg) täuschten die Anrufer einer über 70-jährigen Frau vor, ihre Tochter liege mit einer schweren Krankheit im Krankenhaus und benötige dringend teure Medikamente aus dem Ausland. Die Seniorin übergab daraufhin gegen 15.30 Uhr im Wohngebiet an der Wüstenahorner Straße Bargeld und Wertsachen im Wert von über 100.000 Euro an einen etwa 30-jährigen, 1,75 Meter großen Mann mit einer roten Baseballcap.
Kriminelle nutzen erfundene Verkehrsunfälle
In zwei weiteren Fällen erbeuteten die Betrüger mit der Legende eines angeblich verursachten Verkehrsunfalls ebenfalls Zehntausende Euro. So händigte eine über 75-Jährige am Langen Rain in Rödental (Landkreis Coburg) gegen 12.50 Uhr Schmuck und Bargeld im Wert von über zehntausend Euro an der Haustüre aus. Eine 65-jährige Frau aus Burgkunstadt (Landkreis Lichtenfels) übergab gegen 18 Uhr nahe dem Spielplatz Weidnitz ebenfalls mehrere zehntausend Euro an einen kräftigen, etwa 1,85 Meter großen Mann mit kurzen schwarzen Haaren. Die Kriminalpolizei Coburg sucht nun dringend Zeugen und nimmt Hinweise zu allen Taten unter der Telefonnummer 09561/645-0 entgegen.