Di., 26.05.2026 , 11:39 Uhr

Stadt Bayreuth

+ UPDATE + Verdächtige Substanzen in Bayreuther Gymnasium: Lösungsmittel kontrolliert gesprengt

Abtransport der Stoffe nicht mehr möglich

UPDATE (Dienstag, 26. Mai / 13:42 Uhr)

Der Polizeieinsatz am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium ist erfolgreich beendet. Spezialisten der Technischen Sondergruppe (TSG) haben am Dienstagmittag insgesamt drei Behältnisse mit eingetrockneten Lösungsmitteln kontrolliert gesprengt. Bei den drei Einzelsprengungen, die zwischen 12 Uhr und 13 Uhr durchgeführt wurden, kam es zu keinerlei Personen- oder Sachschäden.

Substanzen auf Grund langer Lagerung eingetrocknet

Bei den Substanzen handelte es sich um alkoholische Lösungsmittel, die aufgrund der langen Lagerung teils eingetrocknet und bereits auskristallisiert waren. Durch diesen Zustand wurden die Stoffe extrem stoßempfindlich, sodass sie nicht mehr transport- oder handhabungssicher waren. Nach Einschätzung der Experten war eine kontrollierte Sprengung vor Ort daher unumgänglich. Für die Dauer des Einsatzes mussten die Königsallee sowie die Friedrich-Ebert-Straße im betroffenen Teilstück kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden. Inzwischen sind alle Straßensperren wieder aufgehoben.

Aktuell-Bericht von der Sprengung

ERSTMELDUNG (Dienstag, 26. Mai / 11:39 Uhr)

Ein Fund alter Chemikalien am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium hat am Dienstagvormittag einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Da die betroffenen Substanzen als akut instabil eingestuft wurden, bereiten Spezialkräfte der Technischen Sondergruppe derzeit eine kontrollierte Sprengung auf einer Freifläche vor.

Stoffe altersbedingt instabil

Ein Sicherheitsbeauftragter der Schule hatte die Chemikalien am Vormittag in einem Chemieschaukasten entdeckt und umgehend die Polizei verständigt. Nach einer ersten Einschätzung von Experten vor Ort sind die Stoffe altersbedingt derart instabil geworden, dass ein gefahrloser Abtransport nicht mehr möglich ist. Aus diesem Grund ist eine kontrollierte Detonation auf einer gesicherten Freifläche unumgänglich, um die Gefahr dauerhaft zu bannen.

Vorübergehende Einschränkungen

Die anstehende Vernichtung der Chemikalien bringt vorübergehende Einschränkungen für die Bevölkerung mit sich. Im Bereich der Königsallee und der Friedrich-Ebert-Straße kann es kurzzeitig zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Zudem informieren Einsatzkräfte der Polizei derzeit die Anwohner rund um den Volksfestplatz über die Situation und bitten darum, Fenster und Türen vorsorglich geschlossen zu halten. Weitere Sicherheitsmaßnahmen oder Evakuierungen sind nach aktuellen Angaben der Behörden jedoch nicht notwendig.

Video vom Einsatzort

Chemie Chemikalien Gymnasium Sperrung Sprengung

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