Im Erzbistum Bamberg ist die Zahl der Katholiken im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Dies geht am heutigen Montag (16. März) aus der Jahresstatistik für 2025 hervor. Demnach sank die Mitgliederzahl um 17.067 auf 557.442. Neben der demografischen Entwicklung trägt weiterhin vor allem die hohe Zahl an Kirchenaustritten zu diesem Rückgang bei.
Kirchenaustritte sinken
Im vergangenen Jahr traten im Erzbistum Bamberg insgesamt 8.872 Menschen aus der katholischen Kirche aus. Damit ist die Zahl der Kirchenaustritte bereits im dritten Jahr in Folge gesunken. Ihren bisherigen Höchststand hatte sie 2022 mit 15.705 Austritten erreicht. Zudem gab es 2025 im Erzbistum Bamberg 6174 Bestattungen. Gleichzeitig gab es aber auch 198 (Vorjahr:185) Eintritte beziehungsweise Wiederaufnahmen und 2829 Taufen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 standen 175 Priester im aktiven Dienst, darunter 38 Ordenspriester. Im Jahr zuvor waren es noch 209 Priester gewesen, davon 61 Ordenspriester.
Erzbischof in Sorge
Herwig Gössl, Erzbischof von Bamberg, sieht in der Statistik einen Hinweis auf die Herausforderungen, vor denen die Kirche steht. Die rückläufigen Austrittszahlen seien zwar kein Anlass zur Entwarnung, könnten aber darauf hindeuten, dass die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle sowie die damit verbundenen Reformprozesse innerhalb der Kirche wahrgenommen und anerkannt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Erzbistums Bamberg. Besonders besorgt zeigt sich der Erzbischof über den anhaltenden Rückgang der Priesterzahlen.
„Diese Entwicklung stellt uns vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist das Engagement der vielen Frauen und Männer, die sich in unseren Pfarreien einbringen. Kirche lebt von der gemeinsamen Verantwortung aller Getauften.“
(Herwig Gössl, Erzbischof von Bamberg)