Die Maßnahmen nach dem plötzlich aufgetretenen Fischsterben an der Kulmbacher Kieswäsch zeigen Wirkung: Die Sauerstoffsättigung des Gewässers entwickelt sich weiter positiv. Das bestätigen die aktuellen Messungen der zuständigen Behörden, so die Stadt Kulmbach am Mittwoch (26. August).
THW-Pumpen sorgen für zusätzliche Sauerstoffzufuhr
Um die Sauerstoffversorgung des Gewässers zu verbessern, wird seit Sonntag (23. August) in enger Abstimmung mit den Fachbehörden zusätzlicher Sauerstoff durch die Umwälzung des Wassers über Pumpen des Technischen Hilfswerks eingebracht. Die Pumpen der THW-Ortsverbände Kulmbach, Kronach, Naila und Pegnitz erreichen zusammen eine Leistung von rund 42.000 Litern pro Minute. Diese Maßnahmen wurden von Beginn an von den zuständigen Behörden, Fachleuten und Einsatzkräften engmaschig begleitet. In täglichen Abstimmungen werden die aktuellen Messwerte ausgewertet und die jeweils erforderlichen Maßnahmen festgelegt.
Pumpmaßnahme soll bis Freitag fortgeführt werden
Bei der Besprechung am Mittwoch (26. August) vor Ort vereinbarten die Teilnehmenden, die Pumpmaßnahmen an der Kieswäsch bis Freitag (28. August) in unveränderter Stärke fortzuführen. Am Freitag wird die Situation gemeinsam neu bewertet. Auf Grundlage der dann vorliegenden Messwerte und der fachlichen Einschätzung wird entschieden, ob die Pumpmaßnahmen beendet oder in gleicher beziehungsweise angepasster Form fortgesetzt werden.
Die positive Entwicklung der Sauerstoffwerte zeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen greifen. Das ist zunächst eine sehr gute Nachricht. Gleichzeitig beobachten wir die Situation weiterhin aufmerksam und setzen die Pumpmaßnahmen in enger Abstimmung mit den Fachbehörden bis Freitag fort. Mein besonderer Dank gilt vor allem den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des THW, die hier mit großem Engagement im Einsatz sind und im 24-Stunden-Schichtbetrieb für einen reibungslose Arbeit der Pumpen sorgen. Ich möchte aber auch ausdrücklich allen beteiligten Behörden und Fachleuten, dem Fischereiverein und unseren Bauhofmitarbeitenden für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit danken. Von Beginn an hat hier ein Rädchen in das andere gegriffen – dieses gemeinsame und abgestimmte Vorgehen ist ein wichtiger Grund dafür, dass sich die Situation an unserer Kieswäsch so positiv entwickelt.
(Dr. Ralf Hartnack, Kulmbacher Oberbürgermeister)
Das Badeverbot an der Kulmbacher Kieswäsch bleibt bis auf Weiteres bestehen. Die Stadt Kulmbach bittet die Bevölkerung, dies zu beachten.