Am Donnerstag (5. November) kam es auf der A73 bei Forchheim zu einem Verkehrsunfall. Ein Omnibusfahrer löste diesen beim Auffahren auf die Autobahn aus, leugnete seine Unfallbeteiligung aber anschließend.
Omnibusfahrer zieht grundlos auf linke Fahrbahn – Pkw-Fahrer muss ausweichen
Ein 61-Jähriger war am Donnerstagmorgen mit einem voll besetzten Omnibus bei Forchheim unterwegs. Bei der Anschlussstelle Forchheim-Nord in Richtung Nürnberg fuhr er auf die A73 auf und zog ohne erkennbaren Grund direkt auf den linken Fahrstreifen. Dort war allerdings ein 44-Jähriger mit seinem VW unterwegs. Dieser musste eine Vollbremsung einleiten und nach rechts ausweichen, um einem Zusammenstoß mit dem Omnibus zu entgehen.
Ausweichende 24-Jährige kracht in Außenschutzplanke
Der 44-jährige VW-Fahrer wich auf den rechten Fahrstreifen aus, auf dem sich allerdings gerade eine 24-jährige Fahrerin mit ihrem VW befand. Diese wurde vom ausweichenden VW erfasst, wodurch sie ins Schleudern geriet und in die Außenschutzplanke krachte. Die Fahrbahn war anschließend kurzzeitig vollständig blockiert.
Omnibusfahrer leugnet lautstark seine Schuld
Der Unfallverursacher hielt ebenfalls an und begutachtete seinen unbeschädigten Omnibus. Daraufhin teilte er lautstark mit, er habe keine Schuld an dem Geschehen und setzte seine Fahrt unbeirrt fort. Daten hinterließ er dabei ebenfalls keine.
Omnibusfahrer wisse angeblich nichts von dem Unfall
Da das Kennzeichen des Busfahrers notiert wurde, konnte der Fahrer schnell ermittelt werden. An seinem Reiseziel in Nürnberg wurde er von einer Polizeistreife angetroffen. Gegenüber den Polizeibeamten gab der 62-Jährige an, er wisse nichts von einem Verkehrsunfall. Gegen den Fahrer wird nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Außerdem wurde eine Beschlagnahmung seines Führerscheins über die Staatsanwaltschaft Bamberg beantragt.
Polizei Bamberg sucht Zeugen
Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Der gegen die Schutzplanke geschleuderte VW musste abgeschleppt werden, wobei der Gesamtschaden auf etwa 50.000 Euro geschätzt wird. Die Verkehrspolizei Bamberg bittet Zeugen des Unfallgeschehens, sich unter der Telefonnummer 0951/9129-510 zu melden.