Die Maschinenbau Leicht GmbH (MBL) aus Hallstadt (Landkreis Bamberg) hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Bamberg ordnete am Dienstag (27. Oktober) die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Betroffen sind rund 330 Beschäftigte, darunter 38 Auszubildende.
Betrieb läuft vorerst weiter
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Stefan Debus von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen bestellt. Die Produktion soll zunächst uneingeschränkt fortgesetzt werden. Bestehende Kundenaufträge und laufende Projekte werden nach Unternehmensangaben weiterbearbeitet. Die Gehälter der Beschäftigten sind voraussichtlich bis Ende Dezember 2026 durch Insolvenzgeld abgesichert.
Liquiditätsprobleme trotz gestiegener Aufträge
Als wesentliche Ursache der Insolvenz gilt eine akute Liquiditätslücke. Obwohl der Auftragseingang 2025 nach Unternehmensangaben gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent gestiegen ist, reichen die verfügbaren finanziellen Mittel offenbar nicht aus, um alle fälligen Verpflichtungen zu erfüllen.
Investoren sollen Zukunft sichern
Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft nun Möglichkeiten zur Sanierung und langfristigen Fortführung. Dazu wird nach Investoren und neuen Geschäftspartnern gesucht. Maschinenbau Leicht ist als Systemlieferant und Auftragsfertiger unter anderem für den Maschinen- und Anlagenbau, die Luftfahrt, Medizintechnik und Energiebranche tätig. Wie es langfristig mit dem Unternehmen und den Arbeitsplätzen weitergeht, ist derzeit noch offen.