Eine Herzkammer der Notfallrettung für die Region Bamberg-Forchheim pulsiert ab sofort in Buttenheim im Landkreis Bamberg. Nach knapp dreijähriger Bauzeit wurde für rund 28 Millionen Euro die neue Integrierte Rettungsleitstelle für die Stadt Bamberg und die Landkreise Bamberg und Forchheim in Betrieb genommen.
Leitstelle koordiniert Einsätze von 313 Feuerwehren mit über 12.000 Aktiven
Mit unserer neuen Leitstelle sorgen wir für die Sicherheit unserer Bevölkerung. Unsere Leitstellendisponenten steuern die Notfallrettung für ein Drittel der Einwohner Oberfrankens.
(Johannes Maciejonczyk, Bamberger Landrat und Vorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bamberg-Forchheim)
Die Zahl der jährlichen Einsätze hat sich laut des Bamberger Landrates von 57.000 zum Start der gemeinsamen Leitstelle im Jahr 2010 auf zuletzt 125.000 Einsätze im Jahr 2025 mehr als verdoppelt. Die Leitstelle koordiniert die Einsätze von 313 Feuerwehren mit rund 12.500 Aktiven, fünf Rettungsdiensten, von zwei Wasserrettungsorganisationen, drei Einheiten des THW und von vier Bergwachten.
Mit Anstieg der Einsätze sind auch die Anforderungen gestiegen
Mit der Zahl sind auch die Anforderungen an die Notfallrettung gestiegen. Weil Hardware, Sicherheitsmaßnahmen und Raumbedarf am bisherigen Standort unweit des Klinikums im Bamberg nicht auf den neuesten Stand gebracht werden konnten, beschloss der Zweckverband im Juni 2021 eine neue Integrierte Leitstelle in Buttenheim zu bauen.
„Die neue Leistelle hebt den Schutz unserer Bevölkerung zum richtigen Zeitpunkt auf die nächste Ebene (…) Die weltpolitischen und klimatischen Veränderungen der jüngsten Vergangenheit erfordern zusätzliche Anforderungen, die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Die neue Leitstelle fügt sich hervorragend in die vielfältigen Bestrebungen ein, den Zivil- und Katastrophenschutz deutlich zu verbessern“, so Johannes Maciejonczyk und dankt den „Vätern“ des Projektes, den Landräten a.D. Johann Kalb und Herrmann Ulm sowie Oberbürgermeister a.D. Andreas Starke für die Weitsicht.
Neue Gefahrenlagen werden zunehmen. Hier gibt es dafür bestmögliche technische und personelle Voraussetzungen. Wir verfügen nun über die modernste Digitaltechnik. Und unsere Blaulichtfamilie ist im Haupt- und Ehrenamt wunderbar verschränkt.
(Thorsten Glauber, Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz)