Ein 41-jähriger Mann aus Münchberg (Landkreis Hof) ist am Dienstagabend (3. November) mit seinem Auto zur örtlichen Polizeiinspektion gefahren, obwohl gegen ihn bereits ein rechtskräftiges Fahrverbot bestand. Die Beamten beschlagnahmten seinen Führerschein direkt vor Ort, zudem erwartet den Mann nun eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Ignorierte Aufforderungen
Zuvor hatte der Mann mehrfach die Anweisung ignoriert, seinen Führerschein wegen einer erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung abzugeben. Daraufhin erhielt die Münchberger Polizei einen Beschlagnahmebeschluss und versuchte am Montagabend erfolglos, ihn zu Hause anzutreffen. Aus reiner Neugier erschien der Gesuchte am folgenden Tag schließlich selbst auf der Dienststelle, um sich nach dem Grund für den Polizeibesuch zu erkundigen.
Ausrede fliegt sofort auf
Als die Beamten ihm eröffneten, dass sie seinen Führerschein einziehen müssten, behauptete der Mann zunächst, diesen gar nicht bei sich zu haben. Bei einer kurzen Durchsicht seiner Geldbörse kam das Dokument jedoch zum Vorschein und wurde umgehend einbehalten. Da das Auto des 41-Jährigen in unmittelbarer Nähe zur Wache parkte, ergab sich für die Polizisten schnell der Verdacht einer weiteren Straftat. Der Mann muss sich nun zusätzlich dafür verantworten, trotz des seit Wochen gültigen Verbots selbst zum Revier gesteuert zu sein.