Ein wichtiger Meilenstein zur Errichtung der Stromtrasse Süd-Ost-Link ist jetzt erreicht worden. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten im Bereich Münchenreuth (Landkreis Hof) konnten die Erdkabel von Bayern nach Thüringen verlegt werden. Damit wurde die Verbindung zwischen den Übertragungsnetzbetreibern TenneT und 50Hertz hergestellt. Gleichzeitig wurde die Anbindung an die Kabelabschnittsstation im thüringischen Gefell erfolgreich umgesetzt.
Zusammenarbeit sorgt für termingerechte Umsetzung
Die enge Zusammenarbeit der beiden Netzbetreiber trug maßgeblich dazu bei, diesen Projektschritt reibungslos und planmäßig abzuschließen. Damit sind die Verantwortlichen weiterhin im Zeitplan für die geplante Inbetriebnahme des so genannten Vorhaben 5 im Jahr 2027 sowie von Vorhaben 5a im Jahr 2032.
Zwei Vorhaben für die Energiewende geplant
Der Süd-Ost-Link ist eine Gleichstromverbindung und besteht gemäß Bundesbedarfsplan aus zwei Vorhaben. Vorhaben 5 führt von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt bis nach Isar nahe dem bayerischen Landshut und soll ab 2027 in Betrieb gehen. Vorhaben 5a startet in Klein Rogahn nahe Schwerin und verläuft ebenfalls bis nach Isar. Die Inbetriebnahme ist hier für 2032 vorgesehen.
Stromtransport zwischen Nord und Süd
Beide Leitungen sollen Windstrom aus dem Norden und Osten Deutschlands in den Süden transportieren. Gleichzeitig wird auch Sonnenstrom aus Bayern in Richtung Norden geleitet.
Erdkabel auf rund 270 Kilometern verlegt
Der bayerische Abschnitt von Süd-Ost-Link wird vollständig als Erdkabel umgesetzt. Auf einer Länge von rund 270 Kilometern werden vier Kabel in zwei parallel verlaufenden Gräben verlegt. Die Übertragungskapazität beträgt jeweils zwei Gigawatt pro Vorhaben.
Gemeinsame Umsetzung durch zwei Netzbetreiber
Da Süd-Ost-Link die Netzgebiete von TenneT und 50Hertz quert, wird das Projekt gemeinsam realisiert. Während 50Hertz die Abschnitte in den neuen Bundesländern verantwortet, ist TenneT für den bayerischen Abschnitt zuständig.
Informationen zum Baufortschritt in der Bau-App
Aktuelle Informationen zum Baufortschritt sind über die Süd-Ost-Link-Bau-App Munipolis verfügbar. Interessierte können sich dort über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informieren.