Der jährliche landesweite Warntag findet 2026 am Donnerstag (12. März) statt. Ab 11:00 Uhr werden in ganz Bayern sämtliche Warnmittel getestet, um die Bevölkerung auf mögliche Gefahrenlagen vorzubereiten. In tatsächlichen Notfällen – etwa bei Naturkatastrophen, Großbränden oder anderen Gefahrenlagen – kann eine schnelle und wirksame Warnung entscheidend sein und Leben retten.
Eventuell Doppelbenachrichtigungen
Alle an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossenen Warnkanäle werden am Donnerstag zentral durch das Bayerische Melde- und Lagezentrum im Bayerischen Innenministerium (BayMLZ) ausgelöst. Dazu zählen unter anderem Warn-Apps wie NINA oder KATWARN, Cell Broadcast, Rundfunkdurchsagen sowie digitale Werbetafeln. Darüber hinaus testen die Kommunen – sofern technisch möglich – eigene Warnmittel wie Sirenen oder Lautsprecherfahrzeuge. Kreisverwaltungsbehörden, Integrierte Leitstellen und Gemeinden können zudem zeitversetzt zusätzliche MoWaS-Warnungen auslösen. Dadurch kann es vorkommen, dass Nutzerinnen und Nutzer von Warn-Apps mehrere Benachrichtigungen erhalten.
Mehr mehr Sirenenwarnungen in Oberfranken
Neben dem BayMLZ beteiligen sich in Oberfranken 159 Kommunen mit Sirenenwarnungen, Lautsprecherwagen und eigenen MoWaS-Meldungen am Warntag. Dank der fortschreitenden Digitalisierung der bislang analogen Feuerwehrsirenen, die vom Freistaat Bayern gefördert wird, konnte der Anteil der teilnehmenden Städte und Gemeinden inzwischen auf rund drei Viertel erhöht werden. Für das kommende Jahr wird erwartet, dass sämtliche Sirenen in Oberfranken auf digitale Technik umgestellt sind, wodurch sich die Zahl der beteiligten Kommunen weiter erhöhen dürfte.
Alarm bei Feuer und anderen Notständen, der zur Alarmierung der Einsatzkräfte der Feuerwehren dient
Alarm, der die Bevölkerung veranlassen soll, anlässlich schwerwiegender Gefahren für die öffentliche Sicherheit auf Rundfunkdurchsagen zu achten
(Quelle: Bayerisches Innenministerium)
Die in Deutschland führenden Warn-Apps heißen „Nina“ (Anbieter: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe), „Katwarn“ von der Fraunhofer-Gesellschaft oder "BIWAPP", das regionale Warn- und Informationssystem vieler Kommunen. Diese Apps stehen für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme zur Verfügung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät ausdrücklich dazu, eine Warn-App zu installieren, um damit wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes schnell und zuverlässig übermittelt zu bekommen. Beim landesweiten Warntag sollen aber auch die Handy- und Smartphone-Nutzer ohne App eine Benachrichtigung bekommen.
Warn-App "NINA"
Das mobile Warnsystem NINA wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereitgestellt. NINA ist die Warn-App des Modularen Warnsystems MoWAS und stellt amtliche Notfall-Informationen, Warnmeldungen und Informationsangebote des Bundes, der Länder und der Kommunen im Rahmen des Zivil- und Katastrophenschutzes zur Verfügung. NINA steht als App für iPhone im App Store und Android Phone im Google Play Store kostenlos zur Verfügung. Weitere Infos hierzu gibt es unter bbk.bund.de/NINA.
Warn-App "KATWARN"
KATWARN ist ein Bevölkerungs- und Informationssystem, über das bei größeren Gefahren- oder Schadenslagen (Großbrände, Chemieunfälle, oder Bombenfunde) und im Katastrophenfall gewarnt oder informiert wird. KATWARN steht als App für iPhone im App Store, Android Phone im Google Play Store und Windows Phone im Windows Store kostenlos zur Verfügung. Alternativ bietet KATWARN kostenlose Warnungen mit eingeschränkter Funktionalität auch per SMS oder Email zum Gebiet einer registrierten Postleitzahl. Weitere Infos hierzu gibt es im Internet unter katwarn.de.
Warn-App "BIWAPP"
BIWAPP ist das regionale Warn- und Informationssystem vieler deutscher Kommunen. Die App dient Städten und Landkreisen dazu, Bürgerinnen und Bürger über das Smartphone vor akuten Gefahren, Risiken und örtlichen Einschränkungen zu warnen. Feuerwehren und Katastrophenschützer waren an der Entwicklung beteiligt. Auch BIWAPP steht für alle gängigen Handy-Varianten in den jeweiligen Stores zur Verfügung.
Warnung über CELL BROADCAST
In diesem Jahr wird die Bevölkerung auch wieder über den Kanal "Cell Broadcast" gewarnt. Dieser ermöglicht es, Warnungen schnell und zielgenau an eine große Anzahl von Menschen zu versenden. Die Übersendung von Warnmeldungen über Cell Broadcast ist ein anonymes Verfahren, das die Empfangsbereitschaft des Mobilfunkendgerätes nutzt. So können in einem potenziellen Gefahrengebiet befindliche Mobilfunkendgeräte mit einer Warnmeldung angefunkt werden, ohne dass eine vorherige Registrierung oder Angabe von personenbezogenen Daten notwendig ist.
Landkreis Kronach
Neben den digitalen Warnmittel kommen im Landkreis Kronach auch die Katastrophenschutz-Sirenen sowie die auf digitale Alarmierung umgerüsteten Feuerwehrsirenen in den Städten, Märkten und Gemeinden zum Einsatz. Dies betrifft zwischenzeitlich einen Großteil der Feuerwehrsirenen im Landkreis.
Stadt Hof
Die Stadt Hof wird am landesweiten Warntag die ersten neuen Sirenenwarnsysteme einsetzen. Neben der üblichen Warnung mit dem Cell-Broadcast-System über das Mobilfunknetz werden nun auch die Sirenen in Eppenreuth, Leimitz, Unterkotzau und Wölbattendorf sowie die neue Sirene an der Hauptfeuerwache der Feuerwehr Hof am Hallplatz ausgelöst.
Landkreis Lichtenfels
Auch im Landkreis Lichtenfels gibt es einen Warn-Mix aus digitalen Warnmittel und Sirenen. Nahezu alle Feuerwehrsirenen im Landkreis Lichtenfels sind dahingehend ertüchtigt, dass diese neben dem bekannten Feuerwehralarm auch für die Bevölkerungswarnung angesteuert werden können und auch im Rahmen des Landesweiten Warntags mit einbezogen werden.
Landkreis Bayreuth
Im Landkreis Bayreuth kommen Warn-Apps bzw. Warnmultiplikatoren des Modularen Warnsystem zum Einsatz. Zudem werden auch die Feuerwehrsirenen in den folgenden, bereits ertüchtigten Gemeindebereichen einen einheitlichen Warnton zur Bevölkerungswarnung abgeben: Gemeinde Ahorntal, Gemeinde Aufseß, Stadt Bad Berneck, Stadt Betzenstein, Gemeinde Bindlach, Gemeinde Emtmannsberg, Gemeinde Fichtelberg, Stadt Gefrees, Gemeinde Gesees, Gemeinde Glashütten, Stadt Goldkronach, Gemeinde Heinersreuth, Stadt Hollfeld, Gemeinde Hummeltal, Gemeinde Kirchenpingarten, Gemeinde Mehlmeisel, Gemeinde Mistelbach, Gemeinde Mistelgau, Stadt Pegnitz, Gemeinde Plankenfels, Markt Plech, Stadt Pottenstein, Gemeinde Seybothenreuth, Gemeinde Speichersdorf, Stadt Waischenfeld, Gemeinde Warmensteinach, Markt Weidenberg
Zudem werden Probewarnungen durch folgende Freiwillige Feuerwehren im Landkreis Bayreuth mit einer mobilen Sirene im jeweiligen Zuständigkeitsbereich durchgeführt: Freiwilligen Feuerwehr Breitenlesau-Siegritzberg, Freiwilligen Feuerwehr Hummeltal, Freiwilligen Feuerwehr Schnabelwaid, Freiwilligen Feuerwehr Unterlind, Freiwilligen Feuerwehr Ottenhof
Stadt Bamberg
Die Stadt Bamberg beteiligt sich heuer zum ersten Mal mit zwei mobilen Sirenen am landesweiten Warntag. Die mobilen Sirenen werden in zwei Bereichen im Stadtgebiet Bamberg unterwegs sein, nämlich zum einen im Warngebiet Europabrücke / Friedensbrücke / ERBA-Insel und zum anderen in Wildensorg. Die Sirenen werden dabei nicht an einem festen Standort stehen, sondern auf Einsatzfahrzeugen in den Warngebieten unterwegs sein. Parallel dazu löst das Bayerische Melde- und Lagezentrum eine Warnmeldung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) aus.
Stadt Coburg
In der Stadt Coburg werden Testwarnungen über die gängigen Warnapps (Nina und Katwarn), die App "Coburg Erleben" und die Social-Media-Kanäle der Stadt auf Facebook, Instagram und WhatsApp ausgespielt. Auch auf der Internetseite der Stadt Coburg werden Warnmeldungen zu sehen sein.