Fr., 20.03.2026 , 10:04 Uhr

Oberfranken

Protesttag der Apotheken: Jetzt noch schnell Rezepte einlösen

Am Montag wird es eng bei der Versorgung mit Medikamenten

Am Montag (23. März) haben sämtliche Apotheken zu. Hintergrund ist ein bundesweiter Protesttag. Der Bayerische Apothekerverband empfiehlt deshalb, Rezepte noch bis spätestens Samstag (21. März) einzulösen.

Rezepte bis spätestens Samstag einlösen

Die Versorgung wird zwar durch Notdienst-Apotheken aufrechterhalten. Patientinnen und Patienten würden dennoch gebeten, Rezepte möglichst bereits am Freitag oder Samstag vor dem Protesttag einzulösen. So könnten Wartezeiten oder eine Unterbrechung der Medikation vermieden werden.

Apotheker fordern faire Vergütung, um Schließungen zu vermeiden

Bei dem Protest geht es um faire Vergütung der Apotheker und die damit verbundene Sicherung der flächendeckenden Versorgung. Denn immer mehr Pharmazeuten schließen aus finanziellen Gründen ihre Apotheken.

"Existenzbedrohende Situation"

Die Apotheken in Bayern befinden sich in einer existenzbedrohenden Situation, weil sie chronisch unterfinanziert sind. Seit 13 Jahren wurde das Honorar bei der Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten nicht mehr angepasst. Im gleichen Zeitraum – also seit 2013 – sind die Betriebskosten, vor allem die Löhne für das Personal, massiv gestiegen. Diese chronische Unterfinanzierung hat dazu geführt, dass bundesweit fast jede fünfte Apotheke für immer schließen musste. Auch in Bayern sieht es nicht besser aus.

(Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender Deutscher Apothekerverband)

Protest für Erhalt eines flächendeckenden Netzes

Der Protesttag der Apotheken wird von vielen Protestaktionen und Demonstrationen begleitet. Wie der Verband betont, dienten die kurzfristigen Einschränkungen am 23. März dem langfristigen Erhalt eines flächendeckenden Apothekennetzes im Interesse der Patientinnen und Patienten.

Interview mit Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender Deutscher Apothekerverband

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